Agar.io – Ein Browsergame der besonderen Art

Fressen, wachsen, fliehen… in diesem Spiel gilt: Fressen oder gefressen werden!

Ein Browsergame der ganz anderen Art, welches nicht durch ausgefeilter Spielmechanik, modernster Grafik oder Umfang überzeugt, sondern mit einer tollen Idee kombiniert mit einer ausgeprägten Funktionalität. In Agar.io (gleichzeitig auch die Webadresse des Browsergames) steuern wir lediglich einen kleinen, bunten Punkt, welcher als eine Art Zelle in einer zweidimensionalen Welt bewegt werden kann. Um uns herum viele kleine Punkte, die wir „einsammeln“, um so uns mit der Zeit zu vergrößern. Doch sind wir nicht allein in dieser Welt, zahlreiche andere Zellen, gesteuert von Spielern aus aller Welt, versuchen ebenso zu wachsen und vertilgen dabei nicht nur die unbeweglichen Punkte, sondern machen Jagd auf Spieler. Fans von Spore werden sofort an die Einzeller-Phase des Spiels denken, bei welchem man im Ozean die ersten Schritte der Entwicklung absolviert und durch das Fressen von Algen und/oder anderen Einzellern an Größe gewinnt, um letztlich das Meer zu verlassen. Doch in agar.io ist kein Meer und wir entwickeln uns auch nicht weiter, wir wachsen lediglich und kämpfen ums nackte Überleben.

Agar Webpage

Mitspieler und fiese Viren

Mitten im Haifischbecken sind die ersten Spiele noch recht unbeholfen, steckt hinter dem einfachen Spielprinzip doch mehr, als es zunächst den Anschein hat. Je kleiner wir sind, desto schneller können wir uns bewegen, was uns vor größeren Mitspielern schützt. Wer geschickt agiert, kann so seinen Jägern fast immer entkommen. Gefährlich wird es, wenn man in die Ecken der Welt gedrängt wird oder gleich mehre, hungrige Gegenspieler die Jagd aufnehmen. Gegen besonders große Spieler hilft oft nur die Flucht zu einer „grünen Zelle“ bzw. einem Virus, der mit gefährlichen Zacken große Zellen einfach zerstört und sie in Einzelteile zerlegt. Hier ist man am Anfang sicher, während man sich, ist man selbst erst mal richtig groß geworden, möglichst von diesen Zacken fernhält. Doch diese grünen Zellen können auch noch ganz anders genutzt werden, doch dazu später mehr.

Agar game 2 Zelle

Materie abstoßen

Neben dem bewegen und fleißigen fressen sowie wachsen kann unsere Zelle auch noch mehr. Mit der Taste W schießen wir einen Teil unserer „Materie“, also der Masse, von uns. Dies macht uns kleiner, aber auch schneller. Unser kleines Teilstück sollten wir bei Gelegenheit natürlich wieder aufsammeln, Taktisch eingesetzt können wir aber auch viel mehr machen: Kämpfe zwischen Giganten können durch unser Zutun beeinflusst werden, wenn wir einem der Beteiligten Teiler unserer Masse zuspielen, damit dieser größer wird und seinen Wiedersache verschlingt. Weiterhin können wir auch den Virus „füttern“, damit dieser zunächst größer und letztlich sogar vermehrt wird. Bei dieser „Zellteilung“ schießt die Kopie des Virus todbringend in eine bestimmte Richtung. Strategisch eingesetzt können so selbst kleine Zellen den Giganten im Spiel die Hölle heiß machen. Agar gefährlicher Virus

Zellteilung

Eine Weitere Fähigkeit ist die eigene Zellteilung, welche wir mit der Spacetaste herbeiführen, wobei wir uns spalten und zwei gleichgroße Teile entstehen. Bei der Teilung schießt auch unsere Kopie in eine von uns bestimmte Richtung und kann so fliehende Zellen erreichen und verschlingen. Nach einer gewissen Zeit verschmelzen die geteilten Zellen dann wieder. Die Teilung können wir so oft ausführen, wie es uns sinnvoll erscheint, jedoch müssen wir beachten, dass unsere Bestand-Zellen dabei immer kleiner werden, was uns angreifbar für die anderen Zellen machen – Ein stetiges abwiegen ist hier erforderlich und macht den Spielfluss dynamisch und belebt. Ständig teilen sich Zellen und versuchen an Größe zu gewinnen.

Agar Zellteilung

Fazit

Ich selbst war überrascht, wie sehr mich dieses einfache Geschicklichkeitsspiel in seinen Bann zog, spielte ich ein Match sogar über eine Stunde, wobei ich niemals starb, sondern fast die gesamte Zeit in der Top 10 um die Vorherrschaft kämpfte. Ein Spielziel gibt es, neben der fast schon natürlichen Mission zu wachsen, nämlich nicht. Damit ist Agar ein echter Snack, der eben mal nebenbei gezockt werden kann. Neben dem von mir vorgestellten „Deathmatch“ Modus, gibt es auch auf Teampaly basierte sowie experimentelle Modi. Neben der Version im Browser, ist Agar auch auf mobilen Geräten wie dem Tablet und den Handy spielbar – Also ein echter Snack für zwischendurch. Ich kämpfe in Zukunft sicher öfter in diesem fiesen Spiel ums nackte Überleben und werde meine Spaß haben! Emotionen pur, wenn man nach langem ringen einen gigantischen Gegner verschlingt und so zur größten Zelle wird!

Johann von Ti
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Johann von Ti

Blogger aus Leidenschaft, seit 2011 aktiv in der Szene unterwegs und immer für gute Games, Filme und blöde Ideen zu haben. Nebenher auch noch Student in Medien und Geschichte.
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