Battlefield – Der Falsche Weg

Call of Duty ist seit Modern Warfare 2 für mich gestorben, doch leider macht es Battlefield nicht besser…

Das ich von unseren Shooter-Größen maßlos enttäuscht bin, ist sicher kein Geheimnis. Schon vor einiger Zeit habe ich meinen Unmut über die Call of Duty Reihe ausgelassen, jetzt ist Konkurrent Battlefield an der Reihe. Denn auch das Rennpferd von Publisher EA verliert von Jahr zu Jahr Qualität und vor allem Seele. Während Battlefield 1942 und Battlefield 2 noch großartige Titel waren, stellte Battlefield 3 bis dahin einen Tiefpunkt dar. Warum? Ganz einfach; Battlefield wird immer mehr zu einem Call of Duty. Da habe ich nicht mehr diese taktischen Gefechte über die ganze Karte, sondern oft nur kopfloses losrennen und ballern.

Battlefield Hardline Cops and Criminal Fantasy

Doch zumindest Battlefield 4 hat ein wenig in die richtige Richtung gesteuert; Der Commander war plötzlich wieder da und war sogar gar nicht so schlecht umgesetzt. Doch während hier ein wenig Glanz der Vergangenheit genutzt wurde, schaffte man dies durch ein unfertiges Spiel zum Release zu versauen. Battlefield 4 war die ersten Tage und sogar Wochen nicht oder nur eingeschränkt spielbar. Ein Unding für eine Millionen-Schwere Produktion. Ein weiterer Faktor ärgert mich von Jahr zu Jahr mehr; DLCs. Ich weiß, in letzter Zeit lasse ich mich viel zu oft über die downloadbaren Inhalte aus, und doch müssen sie hier genannt werden. Wir dreist ist vor Veröffentlichung eines Spiels bereits 6 DLCs anzukündigen und aus diesen sogar Spielszenen zu zeigen? Da kann doch nur alles daneben laufen. Und wenn die DLCs wenigstens ein funktionierendes Preis-Leistungs-Verhältnis besitzen würden. Doch 15 Euro für ne neue Karte und 2-3 Waffen sind eine Schweinerei, besonders, wenn man sich das Hauptspiel zuvor für rund 60 Euro im Laden gekauft hat.

dlc-wahn-battlefield-3

Doch jetzt setzt man dem Ganzen die Krone auf; Mit Battlefield: Hardline verwirft man alle bestehenden Grundsätze des Titels. Battlefield stand immer für große Schlachtfelder auf dem Soldaten mit schweren Gerät aufeinander losgehen. Da ging es um das Erobern von Stützpunkten und Dörfern, es war einfach die Reihe, die mehr bot als eine Call of Duty Schießerei auf der hundertsten Container-Map. Doch Hardline entfernt sich meilenweit und will uns Kämpfe zwischen Verbrechern und Polizisten bieten. Während das Setting ja als solches kein Problem darstellt, empfinde ich den Namen Battlefield an dieser Stelle als eine Dreistigkeit, die kaum zu überbieten ist. Da will man nur noch einen Namen verkaufen, kein Spiel. Aber scheinbar ist das nicht mehr wichtig, solange die Verkäufe stimmen. Ich für meinen Teil bin schwer enttäuscht von DICE und EA (wie immer) und wünschte mir eine Fortsetzung für Battlefield 2142

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Johann von Ti

Blogger aus Leidenschaft, seit 2011 aktiv in der Szene unterwegs und immer für gute Games, Filme und blöde Ideen zu haben. Nebenher auch noch Student in Medien und Geschichte.
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