Browsergames – Krieg und Frieden

Browsergames sind nicht alle gleich; Das wäre nicht nur langweilig, sondern auch schade. Ich will Euch heute zeigen, dass es solche und solche Spiele für den Browser gibt!

Heute wende ich mich wieder einmal dem Themengebiet der Browsergames zu. Um genau zu sein geht es um 2 Gruppen von Browsergames – Die kooperativen/friedlichen und die kriegerischen! Vor einiger Zeit habe ich die Spiele im Browser schon verglichen, damals schaute ich auf den Faktor Zeit und unterschied zwischen den Zeitfressern und Snacks. Wie am Anfang schon genannt, wende ich mich heute aber dem Gameplay zu. Denn es gibt eben nicht nur die PVP-Browsergames, wo man sich mit tausenden Mitspielern bekämpft, sondern auch die, wo man ganz friedlich nebeneinander wirtschaftet. Doch belegen wir das ganze doch mal mit Beispielen.

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Die kriegerischen Browsergames

In einem solchen Browsergame geht es schlicht und ergreifend darum, seinen Feind zu bezwingen und selbst zu triumphieren. Das heißt nicht, dass es dabei immer jeder gegen jeden geht, viel eher schließen die Spieler feste Gemeinschaften, um sich gegenseitig auf den Deckel zu geben. Diese Spiele neigen oft dazu, Zeitfresser zu sein, da man sich immer gegen seine Feinde zur Wehr setzen muss. Wer lange Zeit inaktiv ist, kann bei nächsten einloggen ein böses Erwachen haben, wenn die eigene Burg/Siedlung/Lager plötzlich dem Erdboden gleich gemacht wurde. Auch setzten die Browsergames mit PVP Faktor auf zeitliche Rahmen – Hier kann man nicht „endlos“ an der digitalen Welt werkeln, man muss Armeen aufbauen, sich ausbreiten und den Feind bekämpfen. Das geht so lange, bis entweder ein Ziel erreicht oder die Zeit abgelaufen ist. Mögliche Ziele sind zum Beispiel, dass eine Fraktion als letztes auf der Karte vorhanden ist oder eine bestimmte Punktzahl erreicht hat. Geht es nach Zeit, gewinnt am Ende der, mit den meisten Punkten. Dadurch sind alle Spieler angehalten recht aggressiv und Zukunftsorientiert zu spielen. Es geht hier weniger darum, eine digitales Dorf zu errichten, sondern mehr im Team taktisch und klug zu agieren um sich gegen die tausenden Mitspieler durchzusetzen. Aus eigene Erfahrung kann ich sagen, dass das ganze mehr als Spaßig sein kann. Ein Minuspunkt war für mich aber schon immer, dass man am Ende einer Runde alles verliert und von vorne anfangen muss. Man behält vom Spiel so gut wie nichts und steht am Ende immer wieder am Anfang. Wer hier auf lange Sicht alleine spielt, wird in meinen Augen wenig Spaß haben. Hat man eine feste Gemeinschaft, also einen organisierten Clan oder eine feste Gruppe von Freunden, dann macht das Spiel auch auf lange Sicht jedoch großen Spaß – Aber je „professionelle“ man an die Sache ran geht, umso mehr Zeit muss investiert werden. Beispiele für dieses doch recht „aggressiven“ Browsergames mit PVP Faktor finden wir in großer Zahl.

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Bekannte Vertreter:

  • Stämme
  • Travian
  • Supermacy 1914
  • Forge of Empires

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Die friedlichen Browsergames

Doch nicht nur mit Kampf, Blut und Feuer können Spiele im Browser glänzen, es geht auch friedlich. Hier ist das Feld fast genauso gut bestückt, wie im kriegerischen Sektor. Statt sich gegenseitig das Leben mit digitalen Soldaten schwer zu machen, baut man hier oft eine ganze weile auf und bestaunt das Wachstum des eigenen Schaffens. Dabei ist es egal, ob man bei prosiebengames.de eine Farm aus den Boden stampft oder in Anno Online Inseln besiedelt. Im großen und ganzen sind sich auch diese Titel sehr ähnlich; So setzen fast alle dieser Titel statt auf taktischen kämpfen, auf ausgebaute Wirtschaftskreisläufe. Man baut sich Stück für Stück auf und wächst von Tag zu Tag. Statt sich mit Mitspielern zu bekämpfen gibt es oft Möglichkeiten, miteinander zu handeln oder sich auf anderen Wegen zu Unterstützen. Man soll eher zusammen als gegeneinander spielen. Das hat sie angenehmen Effekt, dass man vom Spiel nicht groß unter Druck gesetzt wird. Ich muss nicht fürchten, nach einem mehrwöchigen Urlaub nach Hause komme, und ich im Spiel vernichtet wurde. Auch muss ich nicht alle paar Stunden online gehen, um mich zu verteidigen oder angriffe los zu schicken. Hier setzt man sich wenn überhaupt, selbst unter Druck, indem man versucht möglichst schnell zu wachsen oder allerlei Vorteile zu erhalten (besondere Aktionen). Das ist in meinen Augen auch der größte Pluspunkt, ich kann entspannt spielen, mich mit Mitspielern anfreunden und auf lange Sicht weiter ausbauen. Es gibt kaum bis keine Zeitbegrenzung oder Ablaufen von Karten, dadurch steht man nicht immer wieder bei Null, sondern baut beständig an einem Spielstand weiter. Hier besteht aber auch eine klare Gefahr; Langeweile. Muss man sich nicht verteidigen und hat auch sonst eher wenig zu tun, kann es schnell sehr langweilig werden. Besonders schade ist es, wenn die Kommunikation zwischen den Spielern selbst nicht schon in der Anfangsphase gefördert wird. Damit meine ich keinen World-Chat, sondern frühe gemeinsame Aktionen oder Aufgaben, die auch auf Mitspieler Bezug nehmen. Dieser Punkt hat mich besonders in Anno Online gtestört, hier konnte man erst sehr spät mit Mitspielern handeln und hatte snst kaum Kontakt zu ihnen, auch fehlte mir hier eine Karte, wo die Positionen meiner Mitspieler klar gezeigt werden. Man fühlte sich immer recht alleine auf seiner Insel, und genau das ist das Problem. Natürlich leiden nicht alle friedlichen Browsergames unter diesem Problem, aber trotzdem ist es eine allgemeine Krankheit dieser Titel.

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Bekannte Vertreter:

  • Anno Online
  • Siedler Online
  • Farmerama
  • Rail Nation

Fazit

Kommen wir auch heute wieder zu einem Ende; Egal ob nun Krieg oder Frieden, PVP oder Handel, kurzfristig oder auf lange Sicht – Browsergames können eine Menge Spaß bereit halten, werden aber auch schnell zu Frustquellen. Am ehesten sagen mir gute Mischungen aus starken Wirtschaftssimulationen und harten Kämpfen zwischen Spielern zu. Ich möchte gerne eine florierende Stadt errichten, diese aber auch gegen Widersacher verteidigen. Wichtig ist für mich aber auch, dass es viele Möglichkeiten der Diplomatie gibt und dass die Spielzeit nicht durch zeitliche Rahmen begrenzt wird. Doch so ganz das richtige habe ich noch nicht gefunden, auch wenn Stronghold Kingdoms schon nahe dran war.

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Johann von Ti

Blogger aus Leidenschaft, seit 2011 aktiv in der Szene unterwegs und immer für gute Games, Filme und blöde Ideen zu haben. Nebenher auch noch Student in Medien und Geschichte.
Johann von Ti
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