Call of Duty – Es war mal schön

Quantität statt Qualität – Wenn alle Innovation verloren geht und nur noch Geld zählt.

Achja… Call of Duty… Einer der Videospiel-Reihen der letzten Jahre. Was 2003 mit dem ersten Teil begann ist heute mit bisher 10 Ablegern (Stand 2013) eine der erfolgreichsten Shooter-Serien der Videospielgeschichte. Seit Call of Duty 2 erscheint jedes Jahr ein neuer Teil, um diese Fließband-Produktion zu gewährleisten sind momentan ganze 3 Entwickler-Studios mit der Erstellung eines neuen Call of Duty beschäftigt. Dabei wechseln sich die Teams mit der Veröffentlichung ab, dadurch bleibt für jedes neue Call of Duty nun eine Entwicklungszeit von 3 Jahren – Nicht die schlechteste Entscheidung. 

Und dass mehr Entwicklungszeit einem Call of Duty gut tu, merkt man besonders an den neuen Teilen der Serie – Immer wieder wird uns das immer Gleiche auf die Bildschirme gesetzt und weder Spieltechnisch noch Grafisch werden wirklich Sprünge gemacht. Viel mehr hat man mit jedem Call of Duty ein Standard-Produkt, es ist nicht schlecht, es ist aber auch nichts besonderes. Und genau das finde ich zum einen schade, zum anderen bedenklich. Dieses Spiel ist mehr ein einfaches Konsumgut als ein Videospiel, in meinen Augen ist auch der letzte Tropfen Kreativität aus dieser Reihe gepresst und sie ist lediglich eine Geldpresse für die Macher. Mein erstes Call of Duty war CoD 4: Modern Warfare und ich habe es geliebt. Rundes Gameplay, unglaublich guter Mehrspielermodus mit klasse Maps. Sogar die Kampagne war stimmig und ich habe sie mehr als ein mal gespielt (besonders die Scharfschützen-Mission). Das ganze war einfach nur sensationell und machte Spaß (der Lan-Modus ist auch heute noch eine unglaublich attraktive Sache). Danach machte ich auch Bekanntschaft mit den beiden ersten Teilen der Serie und auch hier, besonders in Teil 2, hatte ich meinen Spaß. Als dann World at War erschien, war der Zauber aber gebrochen und ich war erstmals von einem Call of Duty enttäuscht – Es fehlte einfach der letzte Schliff, die Waffen waren nicht ausgewogen, die Maps schnell langweilig und auch der Kampagne fehlte es an Tiefe, das konnte auch der eingeführte Zombie-Modus nicht ändern (der zugegebener Maßen nicht schlecht war).

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Doch was danach kam, war in meine Augen der Niedergang der Serie – Modern Warfare 2 war zwar auch nicht schlecht, war jedoch auf einem so ähnlichen Stand wie sein Vorgänger Modern Warfare 1, dass man um das ausgegebene Geld trauerte. Doch alles in allem war das Spiel nicht völlig in der Sand gesetzt und entsprach immer noch meinen Erwartungen, an einen guten Shooter. Doch dann kamen die DLCs, oh Schande für die Einführung dieser Abzocke! Neue Karten, neue Waffen und schon darf ich mich von 15 Euro verabschieden. Da gehe ich nicht mit, das schwor ich mir! Und so kam ich also nicht in den teuren Genuss von ein paar neuen Inhalten. Da wäre ja dann kein Problem gewesen, hätte ich das Hauptspiel weiterhin ohne Probleme spielen können, doch leider war es nach den DLCs kaum noch möglich vernünftig zu spielen; Entweder waren keine Spieler auf den Servern oder es kam immer wieder zu Abstürzen und anderen technischen Problemen. Ob dies nun Einbildung war oder nicht – Ich fasste das Spiel nicht mehr an.

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Danach wurde alles nur noch schlimmer und in meinen Augen ist Call of Duty einfach nicht mehr das, was es mal war. Ein guter Shooter vielleicht, ein gutes Videospiel auf keinen Fall. Stangen-Ware, dieser Begriff kommt mir immer wieder bei Call of Duty in den Sinn. Ein Spiel, dass sich seit Jahren nicht weiterentwickelt und auf einer (sehr lukrativen) Stelle tritt. Für den Spieler ist Call of Duty eigentlich nicht mehr interessant, zumindest wenn man nicht immer für das Selbe den Vollpreis und DLCs zahlen will. Der Schritt, 3 Entwickler zu beschäftigen und so dem einzelnen Spielen mehr Entwicklungszeit zu verschaffen ist nicht schlecht, besser wäre vermutlich, wenn man mal 3-4 Jahre kein Call of Duty auf den Markt werfen würde. Ich wieder Qualität und nicht Massenware. Doch damit sich da endlich was ändert, müssten wir die Serie eigentlich boykottieren und bessere Spiele fordern, so lange das nicht passiert, wird weiterhin jedes Jahr ein weiteres Videospiel ohne Innovation und Qualität veröffentlicht.

 

Johann von Ti
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Johann von Ti

Blogger aus Leidenschaft, seit 2011 aktiv in der Szene unterwegs und immer für gute Games, FIlme und blöde Ideen zu haben. Demnächst nebenher auch noch Student und Jünger von Hopfen und Malz.
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