Cattails – Erste Infos

In Cattails müssen wir uns mit den täglichen Herausforderungen eines harten Katzenlebens herumschlagen.

Ich habe schon eine ganze Zeit nicht auf Kickstarter vorbeigeschaut, doch heute war es dann doch mal wieder so weit und mir sprang direkt ein Titel ins Auge, welcher meine Aufmerksamkeit erregte und welchen ich hier kurz vorstellen möchte. Genaugenommen geht es um Cattails, einem Indie Spiel, welches sich als „Cat & Wildlife Simulation“ versteht und uns in die Rolle einer Pixel-Katze versetzt. Doch was hat es jetzt genau mit diesem Spiel auf sich? 

Das Konzept

In Cattails übernehmen wir, wie schon angemerkt, die Rolle einer wilden Katze, welche eine offene Spielwelt durchstreift und dabei das harte Leben eines Dachhasen führen muss. Futter muss erjagt und feindselige Katzen anderer Clans wollen bekämpft werden, während man später sogar andere Katzen umwerben kann, um eine eigene Familie zu gründen. Der Fokus des Spiels liegt dabei auf vier wesentlichen Faktoren: Der Jagd, dem Kampf, der Erforschung der Welt und der Sozialisierung innerhalb der Welt der Katzen. 

Cattails - Sozialisation unter Katzen

Die Jagd

Wer selbst stolzer Besitzer eines Stubentigers ist, wird sicherlich schon mit dem Jagdgeschick seines Lieblings in Kontakt gekommen sein: Da liegen erlegte Trophäen gerne mal vor der Wohnungstür oder die gefüllte Mülltüte in der Küche wurde zum Feind erklärt und entsprechend ausgeschaltet. In Cattails spielen wir allerdings eine wilde Katze, die auf die Jagd angewiesen ist. Wir müssen essen, um selbst zu überleben, wodurch niedliche Hasen und kleine Vögel zu genüsslichen Snacks werden, die wir mit Bedacht erlegen müssen. Dabei wird versucht, die Kunst des Jagens ins Gameplay zu integrieren, sodass die Entfernung zur Beute zum entscheidenden Balanceakt wird – Wir müssen uns nahe genug heranpirschen, um uns auf die Beute stürzen zu können. Kommen wir dem potenziellen Opfer aber zu nahe, schöpft dieses Verdacht und tritt die Flucht an. Cattails soll dabei auf ein Skill basiertes Jagd-System setzen, welches uns mit der Zeit das Erlegen von Mäusen, Kaninchen, Fröschen, Vögeln, Eichhörnchen und vielen anderen Leckerbissen ermöglicht.

Cattails - Jagd ist alles

Kampf und Erkundung

Die Welt von Cattails ist geprägt von anderen Katzen, welche sich in Kolonien organisiert und bestimmte Territorien für sich eingenommen haben und diese entsprechend schützen. Wir sollten uns zunächst vorsehen, in „feindliches“ Gebiet vorzudringen, wenn wir direkten Konfrontationen mit anderen Katzen aus dem Weg gehen wollen. Mit der Zeit lernen wir aber neue Kampfkünste, sodass die „Eroberung“ eines eigenen Territoriums später eine mögliche Option darstellt. Doch bevor man selbst auch nur darüber nachdenken kann, selbst eine Katzen-Familie zu gründen und Sesshaft zu werden, sollte die offene Waldlandschaft erkundet werden. Wo kann man am besten Jagen und an welchen Orten im Wald wachsen nützliche Kräuter und Beeren? Tatsächlich können wir mithilfe von bestimmten Pflanzen Vorteile erhalten, wie die Heilung bei Verletzungen oder der temporären Verbesserungen unserer Fähigkeiten. Ein dynamisches Wettersystem soll zudem dafür sorgen, dass jeder Tag in Cattails eine besondere Erfahrung bereit hält, denn Flora und Fauna reagieren auf die Veränderung des Wetters. Uns erwarten unter anderem strahlende Sonnentage, mächtige Gewitter als auch eisige Schneefälle. Schaffen wir es, unsere Scheu vor dem Wasser zu überwinden, eröffnen sich ganz neue Gebiete, welche besondere Beutetiere und andere Überraschungen für uns bereithalten.

Cattails - Eis im Winter

Freunde und Feinde

Gesammelte „Schätze“ kann man verschenken um Freundschaften aufzubauen oder aufrechtzuerhalten. Die Welt von Cattails soll von zahlreichen, individuellen Bewohnern bevölkert werden, welche wir zu unseren Freunden, Liebhabern oder Feinden machen können. Wie wir in dieser Welt der Katze vorgehen, bleibt allein uns überlassen. Schließen wir uns einem bestehen Katzen-Clan an und arbeiten für die Bestand und Ruhm unserer Gruppe oder wagen wir uns in unser eigenes Abenteuer? Dabei ist in jedem Falle wichtig, mit anderen Katzen in der Welt zu interagieren und sich mit ihnen auseinanderzusetzen. Mit der Zeit können sich starke Freundschaften entwickeln und sogar Liebschaften entstehen. Letztlich steht, wie schon erwähnt, sogar die Gründung der eigenen Katzen-Familie offen – Ein doch recht interessantes Gesamtkonzept.

Cattails - Katzen Clan

Individualisierung

Neben den genannte Bestandteilen des Gameplays soll Cattails auch umfangreiche Möglichkeiten der individuellen Gestaltung der eigenen Katze bieten, sodass zwischen hunderten Fell- und Augenkombinationen gewählt werden kann. Mit dem Fortschreiten im Spiel schaltet man zudem weitere Inhalte zur Anpassung des eigenen Dachhasen frei.

Kickstarter Kampagne

Die Kickstarter Kampagne von Cattails läuft noch 22 Tage, womit mächtig viel Zeit bleibt, um zusätzliches Geld für das Projekt zu sammeln. Tatsächlich hat sich das Entwickler Ehepaar (ja, ein junges Ehepaar entwickelt das Indie Katzenspiel gemeinsam) mit 3210 US-Dollar ein recht niedriges Finanzierungsziel gesetzt, welches bereits vielfach überboten wurde. Aktuell sind knapp 20.500 US-Dollar gesammelt, was durchaus für ein gesundes Interesse der Community spricht. Auch auf Steam Greenlight bekunden einige User großes Interesse an dem Projekt. Das fertige Spiel sichert man sich, sobald man mindestens 15 US-Dollar auf Kickstarter in das Projekt gesteckt hat. Hier kommt ihr direkt zu Kickstarter Kampagne von Cattails – Dort könnt ihr Euch das Projekt noch mal genau anschauen und bei Interesse vielleicht selbst in die Realisierung investieren. Tatsächlich scheint dieser aber bei der bisher gesammelten Summe wenig im Weg zu stehen. Mit einem Release kann man voraussichtlich Ende diesen Jahres rechnen. Cattails

Cattails - Im Wald lässt es sich leben

Fazit

Tatsächlich finde ich das Konzept von Cattails durchaus interessant, wobei natürlich die Idee, Katzen in den Fokus zu rücken, ausschlaggebend ist. Dabei scheint man bei Cattails aber durchaus etwas erwarten zu können, denn die vorgestellten Gameplay Ansätze fügen sich logisch in das Katzen-Konzept ein und schaffen damit einen spannenden Ansatz, welchen man dann doch gerne mal anspielen würde. Besonders die soziale Interaktion zwischen den Katzen reizt mich, wobei auch die Optik des Spiels überzeugen kann. Mir gefällt der Pixel-Stil, passt dieser doch ausgezeichnet zu so einer Art von Spiel. Auch die auf Kickstarter vorgestellte Musik zum Spiel, welche von Tormod Garvin stammt, verspricht eine großartige, musikalische Untermalung. Insgesamt wirkt Cattails einfach verdammt stimmig und scheint auch schon recht weit vorangeschritten zu sein. Dieser Umstand und die Qualität des gezeigten Materials als auch dieser gewisse „Katzen-Bonus“ haben unzweifelhaft für die schon jetzt erfolgreiche Kickstarter Kampagne gesorgt.

Cattails - Magische Nächte

Ich bin selbst überrascht, dass mich dieser Titel so interessiert, denn wenn ich ehrlich bin, kann mich das vorgestellte Gameplay gerade nicht vom Hocker hauen. Lediglich die Tatsache, dass man eben in die Rolle einer Katze schlüpft, wertet das ganze soweit auf, dass es eben doch interessant wird. Anders als bei Projekten wie dem „Bear Simulator“ sehe ich hier aber mehr als ein Spiel, welches nur auf ein billiges Gimmick setzt. Cattails ist in meinen Augen für eine bestimmte Zielgruppe ein durchaus interessantes Projekt, welches mit seinem ungewöhnlichen Gesamtkonzept hervorsticht. Für Katzenfreunde wie mich unweigerlich einen Blick wert, weshalb ich Cattails weiterhin verfolgen und zu Release vermutlich auch testen werde, um dann ein wirkliches Urteil zur Qualität dieses Indie Projekts liefern zu können. Bis dahin muss ich mich aber wohl oder übel mit meinem heimischen Kater herumschlagen.

Johann von Ti
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Johann von Ti

Blogger aus Leidenschaft, seit 2011 aktiv in der Szene unterwegs und immer für gute Games, Filme und blöde Ideen zu haben. Nebenher auch noch Student in Medien und Geschichte.
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