Civilization VI – Erste Infos

Im Oktober geht es wieder los und wir bauen Runde um Runde unser Imperium aus, um uns mit unserem Volk behaupten zu können!

Heute wurde ganz frisch der neueste Ableger der Civilization Reihe angekündigt, womit nun der sechste Teil der Serie in den Startlöchern steht. Ich muss gestehen, dass ich besonders von Beyond Earth enttäuscht war, da kommt ein „klassischer“ Ableger gerade recht. Doch was erwartet uns im neuen CiV?

Zunächst sei gesagt: Man hat viele Grundlagen des Vorgängers Civilization V beibehalten und so sieht das Spiel auch direkt aus. Sehr clean und mit starken Farben, dennoch im altbekannten Stil der Reihe. Auch wurden die Hexa-Felder beibehalten, was in meine Augen schon mal keine schlechte Sache ist (immerhin hätten sie ja wieder krampfhaft versuchen können, ein neues System einzuführen). Ansonsten ließ Entwickler Firaxis verlauten, dass man nun flexibleres Gameplay erwarten kann, welches wiederum dem Spieler mehr Möglichkeiten bietet. Naja, konkret haben sie tatsächlich an ein paar Sachen geschraubt, die ich kurz ausführen werden.

Neues Städtewachstum

Entscheiden ist wohl die Tatsache, dass sich im neuen CiV die Städte über mehrere Felder erstrecken, nicht mehr auf eines beschränkt sind. Diese „Expansion“ der Städte ist mit einem System geprägt, welches zum einen bestimmte „Distrikte“ (also Stadtteile) ins Spiel bringt und zum anderen den Geländewerten eine größeren Bezug zum Städtebau zuspricht. Was heißt das Konkret? Weltwunder oder Stadtverbesserungen müssen nun im Einflussradius der eigenen Stadt errichtet werden, benötigen also eigenen Bauplatz. Als Basis dieser neuen Bauwerke gründen wir neue Bezirke, die wiederum speziell Eigenschaften besitzen und damit die Basis für bestimmte Bauwerke bilden – Wollen wir also eine Bibliothek errichten, müssen wir über einen Wissenschaftsbezirk verfügen. Diese Idee ist nicht schlecht – Mich hatte es schon immer gestört, dass man in einer Stadt fast endlos viele Weltwunder errichten konnte und diese dann recht lieblos irgendwo in der Stadt sichtbar wurde. Mit dem neuen System wird Baugrund viel wichtiger und taktisches Vorgehen gefördert. Doch ist das noch nicht alles, denn die Geländetypen selbst begünstigen wiederum die Produktivität der dort errichteten Gebäude bzw. Bezirke. Das ist grundlegend keine größere Neuerung, geht aber besonders in Kombination mit dem neuen Stadtsystem gut auf. Wollen wir also einen Industriellen Bezirk errichten, also der die Produktion trägt, ist es am besten diesen in der Nähe von wichtigen Rohstoffen zu errichten. Gleiches gilt für Handelsbezirke, die am Meer oder Flüssen besser florieren – Nichts wirklich neues, doch nun viel umfangreicher ausgearbeitet. Damit wird es nun entscheidend, welche Prioritäten wir in unserer Stadt setzen wollen und in welcher Form sie expandieren soll, denn nun werden wir enorm von der Umgebung beeinflusst.

Civilization VI - Kultur am Meer

Neues Forschungssystem

Und man geht auch noch ein wenig weiter und will die Umgebung maßgeblich mit der Forschung verbinden. Wie gewohnt wird uns ein Technologiebaum erwarten, jedoch soll nun vom Spieler die Forschung selbst aktiver beeinflusst werden. Die Rede ist von gewissen Aufgaben bzw. Aktionen, die vom Spieler gelöst werden müssen, um bestimmte Boosts zu erhalten, um die Forschung voranzubringen. Die Idee dahinter ist es, dass diese Boosts wohl abhängig von der Umgebung sind. Als Beispiel wird die Kunst des Segelns genannt, welche in CiV V von jedem Volk gleich schnell erforscht werden konnte, unabhängig ob dieses Volk Zugang zum Meer hatte. Dass wäre ziemlich unlogisch, so Ed Beach (Lead Designer von Civilization VI) und führt weiter aus, dass man mit den Boosts die Umgebungsfaktor Rechnung tragen will und auf der anderen Seite Spieler dazu anhält, das Beste aus der Umgebung zu machen, den eigenen Spielstil auf diese anzupassen. Wie gut so ein System am Endei ist, muss sich zeigen. Ich muss zugeben: Die Idee ist nicht schlecht, aber die Umsetzung bereitet mir ein wenig Sorge. Ich bin nicht der größte Freund von kleinen Missionen abseits des eigentlichen Spiels, um bestimmte Boni zu erhalten. Das ist im gewissen Umfang ganz nett, kann aber auch zur nervigen Sache werden, wenn man es nicht richtig umsetzt. Aber wie immer sollte man weder verurteilen, noch groß loben, bevor nichts vom eigentlichen Gameplay zu sehen war. Doch die Gedanken und Ideen sind nett, stimmt die Umsetzung, könnte das durchaus interessant werden.

Neues Truppensystem

Die letzte große Änderung hat etwas mit den Truppen zu tun: Denn pro Hexafeld wird nun wieder eine Truppenbegrenzung von einer Einheit pro Feld vorliegen, jedoch mit feinen Änderungen. So können wir reguläre Kampfeinheiten mit dem neuen Truppentyp der Unterstützungseinheiten verbinden, sodass ein Verband entsteht. Als Unterstützungseinheiten gelten Belagerungswaffen und Defensive Verteidigungsgerätschaften wie Panzerabwehrgeschütze oder Luftabwehreinheiten. Diese Verbände ermöglichen es dann, zwei Einheiten auf ein Feld zu führen. Das gleiche funktioniert auch mit Siedlern oder Bautrupps, die wir dann mit Geleitschutz über die Karte schicken können, sodass diese nicht einfach überfallen werden können. Im späteren Spielverlauf kommt dann noch eine Funktion hinzu, in welcher wir identische Einheiten zusammenführen zu können, sodass diese dann mehr Schlagkraft haben. Auf diese Weise erschaffen wir Corps (Zwei verbundene Einheiten) und Armeen (Drei Einheiten), die dann auch nur ein Hexafeld benötigen. Eine super Sache, weil auf diese Weise viel mehr taktische Möglichkeiten gegeben werden, was die Bewegung und Stationierung von Truppen betrifft. Ich bin sehr gespannt, wie sich dieses System am Ende spielt. Civilization VI - Distrikte bilden die Basis für Bauwerke und Wunder

 

Diplomatie & Mehrspieler

Ansonsten soll das Diplomatie-System ausgebaut und dynamischer werden. Demnach soll sich die Diplomatie mit der Zeit entwickeln und von ersten „primitiven“ Pakten zu umfangreichen diplomatischen Verhandlungen heranwachsen. Wir werden sehen, was das am Ende wirklich bedeutet, denn die Diplomatie war mit der KI selten die Stärke eines CiVs. Für den Mehrspieler werden neben dem klassischem Gameplay auch neue Modi versprochen, die Kooperatives Gameplay erleichtern sollen und weniger Zeit beanspruche. Die Rede ist hier vom Abschluss solcher Missionen in einer Sitzung. Letztlich soll das neue CiV neue und alte Spieler ansprechen und für totale Anfänger ein umfangreiches Tutorial bieten. Hmm. Ok, nehme ich mal zur Kenntnis.

 

Erscheinen wird Civilization VI bereits am 21. Oktober 2016 für den PC.

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Johann von Ti

Blogger aus Leidenschaft, seit 2011 aktiv in der Szene unterwegs und immer für gute Games, Filme und blöde Ideen zu haben. Nebenher auch noch Student in Medien und Geschichte.
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