Das Königreich der Katzen

Ein junges Mädchen rettet einer Katze das Leben und gerät in wundervolles Abenteuer!

Ich bin generell gesehen nicht der größte Freund von Animes, doch die Produktionen des Ghibli Studios haben es mir schon immer sehr angetan und als absoluter Katzen Enthusiast hat mich dieser Film ganz besonders begeistert – Katzen, gewohnt charmante Optik und liebenswerte Charaktere sorgen für seichte aber durchaus ansprechende Unterhaltung – Doch fangen wir mal an!

Das Königreich der Katzen - Der Baron und Haru im Katzenbüro

Der Film basiert auf dem Manga Baron: Neko no Danshaku von Aoi Hiiragi, dessen Titelfigur der hier zu sehende Katzenbaron ist, welcher Haru bei ihrem Abenteuer helfen wird.

Die Geschichte

Irgendwie ist es doch immer dieses unsichere Mädchen, welches etwas verplant durch das eigenen Leben schlittert und dann ein ganz wundersames Abenteuer erlebt. Genau dieses Klischee verkörpert die 17-jährige Schülerin Haru Yoshioka geradezu perfekt, ist sie doch am ehesten dafür bekannt, immer spät dran zu sein. So kommt es, dass Haru eines Tages auch zu spät zum Unterricht erscheint, was ihre Klassenkameraden inklusive ihrem Schwarm mit Gelächter quittieren. Als Haru später mit ihrer Freundin auf dem Weg nach Hause ist, kann sie ein drohendes Unheil in letzter Sekunde abwenden und rettet einen Kater vor einem anbrausenden Laster. Dabei stürmt Haru ohne zu zögern auf die Straße und kann sich und den Kater knapp in Sicherheit bringen. Zu Harus Verwunderung beginnt sich der gerettete Kater wie ein Mensch aufzurichten und abzuklopfen, nur um dann dankende Worte für die Rettung an Haru zu entrichten. Kurz drauf verschwindet der Kater wieder im Getöse der Stadt und Haru weiß nicht so recht, wie sie mit diesem Ereignis umgehen soll. Tatsächlich ist dies der Auftakt für ein Abenteuer, welches Haru bis zum Königreich der Katzen führen und ihr einiges an Nerven abverlangen wird, denn dieser Kater war kein gewöhnlicher Vertreter seiner Art, sondern der Kronprinz höchstselbst.

Das Königreich der Katzen - Harun retter Prinz Lune

Ohne Harus beherzter und mutiger Rettungsaktion hätte es diesen Kater wohl erwischt.

Charmante Darstellung

Das Königreich der Katzen erzählt in seiner knapp 75 Minütiger Spielzeit ein kleines Abenteuer, bei dem Katzen nicht nur teilhaben, sondern ins zentrale Spektrum gerückt werden. Das funktioniert gut, denn die Charaktere wie der „dicke“ Kater Muta, der elegante Katzenbaron oder der verrückte Katzenkönig sind liebevoll gestaltet und ergänzen sich ganz fantastisch. Die detailverliebte Darstellung sorgt für ein seichtes Fest fürs Auge, welches nicht belästigt, sondern vom Gezeigten schwärmen lässt. Auch nach mehrmaligen Schauen innerhalb der letzten Jahre, entdecke ich doch immer wieder neue Kleinigkeiten, die mir ein wohliges Schmunzeln ins Gesicht zauberten. Wobei ich hier kaum objektiv urteilen kann, da ich Katzen generell liebe und mich fast alles in diesem Film irgendwie erfreut. Vergleicht man das Königreich der Katzen nun aber direkt mit anderen Ghibli Produktionen, muss man eingestehen, dass man hier doch weniger Details zu sehen bekommt, als gewohnt. Dennoch muss sich das Königreich der Katzen auch nicht verstecken und hat meinen Geschmack genau getroffen.

Das Königreich der Katzen

Der König der Katzen stattet Haru einen Besuch ab, immerhin hat das junge Mädchen seinen Sohn gerettet und das verdient eine ganz besondere Ehrung und die Einladung in das Königreich der Katzen!

Seichte, aber schöne Handlung

Auch abseits der Darstellung kann die Handlung des Films überzeugen, wird zwar eine kurzweilige, aber insgesamt doch sehr stimmige Story erzählt, welche locker und leicht daherkommt, dennoch einige unterhaltsame Wendungen bereit hält. Der Film fließt in einem angenehmen Tempo an uns vorbei und zwingt uns nichts auf, was Das Königreich der Katzen zu einem schönen Kurztrip in eine bezaubernde Welt macht, der aber als Seichte Unterhaltung betrachtet werden muss. Das ist nichts schlechtes, aber wir haben hier eben weitaus weniger Tiefgang als bei Filmen wie Chihiros Reise ins Zauberland oder Prinzessin Mononoke. Das macht Das Königreich der Katzen keinesfalls zu einem schlechten Film, doch das gezeigte Universum bleibt eher an Oberfläche und vermag es nicht, einen völlig zu verschlingen. Dafür ist Das Königreich der Katzen so wunderbar zwanglos und vergnüglich, dass es eine wahre Freude ist.

Das Königreich der Katzen - Muta und Haru im Reich der Katzen

Haru landet nicht ganz freiwillig im Königreich der Katzen…

Fazit

Wer sich auch an einem eher seichten aber dennoch wundervollen Abenteuer erfreuen kann und Katzen liebt, wird mit Das Königreich der Katzen mehr glücklich werden.

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Johann von Ti

Blogger aus Leidenschaft, seit 2011 aktiv in der Szene unterwegs und immer für gute Games, Filme und blöde Ideen zu haben. Nebenher auch noch Student in Medien und Geschichte.
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