DayZ Standalone – Einzelspieler und Steam Workshop angekündigt

Haben die Entwickler DayZ jetzt ganz aufgegeben und hoffen auf Rettung von der Community?

Heute habe ich erneut eine Meldung von der E3, die ich nicht ignorieren möchte; Die Standalone Version von DayZ soll unter anderem einen Einzelspieler-Modus erhalten. Damit sind Spieler nicht mehr auf die Server angewiesen und können nach eigenem belieben allein spielen. Damit spielt man zwar ohne Mitspieler, aber auch ohne Lags und Verbindungsprobleme, was vielen Spielern entgegenkommen sollte. Dieser Schritt war längst nötig und hätte weitaus früher kommen können. Die Mod zu Arma 2 damals hatte bereits einen von Fans geschaffenen nichtoffiziellen Einzelspieler, den ich gerne genutzt hatte.

Weiterhin kündigten die Jungs von Bohemia Interactive in Los Angeles einige andere Neuerungen an, die dem Zombie Survival Spiel zugute kommen sollen. Eine komplette Integrierung in den Steam Workshop soll in kürze abgeschlossen werden, mit welcher User ihre Inhalte leicht mir Spielern auf der ganzen Welt teilen können. Moddern wird zudem die Möglichkeit geboten, ihre Projekte lokal zu testen. Hier kommt wieder der Einzelspieler zum Einsatz. Letztlich soll es Spielern sogar ermöglicht werden eigene Server zu erstellen. Dafür wird man bestimmte Tools zur Verfügung stellen. Mal sehen, was dabei raus kommt, denn einen Release Termin für eines der Updates gibt es bislang nicht.

DayZ Standalone - Überlebender trifft Hasen

Zunächst möchte in anklingen lasse, dass die Änderungen bzw. Neuerungen an sich eine gute Sache darstellen, da sie den Spielern deutlich mehr Freiheiten gewähren und die Möglichkeit, eigene Mods zur ehemaligen Modifikation zu erstellen, bieten. Doch jetzt kommt das große ABER, welches sich wie ein roter Faden durch die Entwicklungsgeschichte der Standalone Version zieht – Der rückständige Entwicklungsstand. Wie kann man die Pforten für Modder öffnen, wenn man als Entwickler das Spiel noch nicht mal zu einem Bruchteil fertig entwickelt hat? Im Grunde steht seit gut eineinhalb Jahren Early-Access Phase lediglich ein Gerüst, welches jedoch nie weiter ausgebaut wurde. Soll diesen Aufgabe jetzt die Community übernehmen, indem sie für die fehlenden Inhalte sorgt? Ich finde diesen Schritt irgendwo bedauerlich für die Entwickler, da sie es scheinbar nicht selbst schaffen, für die Fertigstellung des Spiels zu sorgen. Anders kann ich es mir nicht erklären, wie man nach so langer Zeit immer noch mit kleinen Updates wie der Integration eines Besens oder von vergammelten Früchten weitermacht, ohne die echten Probleme des Spiels aufzugreifen. Oder findet ihr, der Nahkampf ist besser als in der Modifikation zu Arma damals? Ich bin enttäuscht vom ganzen Projekt und finde es traurig, dass man nun die Arbeit an der Community abstreifen will, anders ist dieses Vorgehen nicht zu erklären. Die Ziele, die sich die Entwickler vor einiger Zeit gesteckt haben, konnten zumindest kaum erfüllt werden, oder habt ihr schon Pferde gesehen?

Johann von Ti
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Blogger aus Leidenschaft, seit 2011 aktiv in der Szene unterwegs und immer für gute Games, Filme und blöde Ideen zu haben. Nebenher auch noch Student in Medien und Geschichte.
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