Die Stämme

Alleine bist Du nichts! Im Stamm ein Teil vom großen Ganzen! Krieg, Diplomatie und Stämme!

Es herrscht Krieg, verbissen bekämpfen sich kleine Stämme und große Allianzen. Es geht um territoriale Ausbreitung und Machtgewinn. In Stämme ist kein Platz für Einzelkämpfer und einsame Wölfe, nur wer aktiv, organisiert und in eine starken Gemeinschaft spielt, kann drauf hoffen, länger in dieser Welt bestehen zu können. Doch fangen wir erst mal klein ein. In Stämme starten wir Browsergametypisch mit einer Basis, in diesem Falle unserem ersten Dorf. Neben dem Haupthaus steht ein kleiner Bauernhof und ein Lagerhaus. Mehr haben wir am Anfang noch nicht. Auf einigen Welten gibt es dann noch ein Versteck für Rohstoffe als auch eine Kirche.

Die Staemme Dorf Stufe 1

Unsere ersten Schritte sind nun recht einfach; Wir müssen unser Dorf ausbauen. Dafür benötigen wir jedoch Rohstoffe und diese müssen abgebaut werden. In Stämme gibt es Holz, Lehm, Eisen und die Nahrungsversorgung. Während der Bauernhof für volle Bäuche unserer Bewohner sorgt, müssen wir für die anderen Rohstoffe noch Gebäude errichten. Holzfälle, Lehmgrube und die Eisenmine erledigen diesen Job und können wir jedes Gebäude wieder ausgebaut werden. Mit jeder Stufe steigt die Produktion, jedoch muss man für jeden Ausbau auch ordentlich Ressourcen investieren. Diese kosten steigen pro Stufenanstieg noch mal ordentlich. Aber keine Sorge, auch wenn man oft einige Stunden warten muss, je weiter man sein Dorf ausbaut, desto mehr gibt es zu tun.

Die Staemme Interface

Das Spiel lässt uns am Anfang nicht im Regen stehen und erklärt uns alles in Form von Aufgaben, welche wir Stück für Stück abarbeiten. So soll man, nachdem die Rohstoffproduktion angekurbelt wurde, für die Ausbildung von Soldaten sorgen. Dafür benötigen wir eine Kaserne, welche jedoch ein Hauptgebäude Stufe 3 voraussetzt. Damit sind wir dann also schon mittendrin. Im Laufe der ersten Tage wird unsere kleines Dorf zu einer befestigten Siedlung, ein Wall sorgt für den nötigen Schutz, der Schmied für neue Waffentechnik und die Stallungen für berittene Einheiten. Doch wer jetzt denkt, so geht es das restliche Spiel weiter, hat nur begrenzt recht. Denn nun beginnt erst das eigentlich Spiel. Wie schon gesagt; In Stämme geht es hart zu, Kämpfe sind an der Tagesordnung. Dabei gibt es nur 2 Gründe um zu kämpfen, entweder man versucht schwächeren Mitspielern die Rohstoffe abzugraben indem man ihre Dörfer überfällt, oder man versucht direkt das feindliche Dorf zu übernehmen. Am Anfang steht die Übernahme feindlicher Dörfer jedoch noch in den Sternen. In dieser Phase plündern wir lieber unsere Nachbarn aus und wehren kleine Angriffe ab. Schnell begegnet man Spielern, welche in etwa gleichstark wie man selbst sind. Entweder beginnen nun erbitterte Kleinkriege, oder die Spieler bilden die ersten Gemeinschaften, die Namensgebenden Stämme. Diese Stämme sind Zusammenschlüsse von Spielern. Man organisiert sich, unterstützt einander und hält gemeinsam Kriegsrat. Der Vorteil ist ersichtlich, ein Stamm profitiert immer vom Zusammenhalt seiner Mitglieder. Ein einzelner Spieler stellt keinerlei Bedrohung für einen Stamm dar, daher ist es äußerst wichtig einen guten Stamm zu finden, nur so kann man die ersten Wochen überstehen.

Die Staemme Dorf Stufe 3

Nun beginnt die nächste Stufe, denn ein Stamm bietet nicht ewig Sicherheit. Nun versuchen die Stämme Ihre Territorien zu sichern und potenzielle Gefahren auszuschalten. Dabei versucht man feindliche Stämme früh zu zerschlagen. Sind Gegner nun wieder etwas gleichstark, werden Bündnisse oder Nichtangriffspakte zwischen den Stämmen selbst geschlossen. Auch kann es zu Verschmelzungen kommen. Hier geht es ab jetzt um mehr als das eigene Dorf, die Interessen des Stammes stehen im Vordergrund. Neben der Absprache innerhalb des Stammes wird auch die große Politik wichtig. Kleine Stämme verbünden sich gegen einen großen oder erbitterte Feinde müssen nach längeren aufreibenden Kämpfen feststellen, dass ein Waffenstillstand die einzige Lösung ist. Wer es bis in diese Phase geschafft hat, wird langsam in der Lage sein, sich selbst auszubreiten. Ein zweites Dorf muss her. Da man nicht einfach mit Siedlern ein neues Dorf errichten kann, muss ein Siedlung des Feindes übernommen werden. Neben herkömmlichen Truppen benötigen wir dafür ein Adelsgeschlecht. Dieses kann nur in einem Adelshof „ausgehoben“ werden und sorgt dafür, dass im gegnerischen Dorf die Zustimmung für den Ansässigen Despoten sinkt. Dafür muss das Adelsgeschlecht mit Truppen in gegnerischen Dorf einfallen. Mit jedem Angriff sinkt die Zustimmung des Bevölkerung um ungefähr 15 Punkte (man starte mit eine maximalen Zustimmung von 100). Fällt die Zustimmung unter Null, geht das Dorf in den Besitz des Angreifers über.

Die Staemme Map

Nun versucht man sich immer weiter auszubreiten. Jedes neue Dorf will verwaltet werden, auch hier bauen wir Truppen aus und schicken sie aus, weitere Dörfer zu erobern. Läuft es gut, kann man hunderte Dörfer übernehmen, auch wenn das eher die Ausnahme ist. Denn oft ist die Stämme an dem Punkt vorbei, bei dem man mit dem eigenen Stamm an einen Gegner gerät, der viel stärker ist. In Stämme ist der PayToWin Faktor recht gering, wer Geld investiert kann zwar kleinere Vorteile erhalten, aber viel macht dies nicht aus. Viel wichtiger ist eine perfekte Planung des eigenen Ausbaus und die investierte Zeit. Die Spieler auf den Top-Positionen einer Welt arbeiten hart dafür und verbringen eine Menge Zeit mit dem Spiel und bauen nur nach genauen Reihenfolgen und Plänen. Hier hat man oft keine Chance auf den Sieg, trotzdem eine Menge Spaß, immerhin spielt man einige Wochen, wenn nicht Monate auf einer Welt, bevor man dort vernichtet wird. Vielleicht kann man es sogar schaffen selbst den Sieg zu erringen, aber ich habe dies noch nie geschafft.

Die Staemme Dorf Stufe 3 (2)

Die Stämme ist ein Browsergame alter Schule, welches durch ein einfaches aber dafür sehr starkes Gameplay punktet. Besonders der Faktor Zusammenhalt und Zusammenspiel innerhalb eines Stammes sorgen für eine sehr intensive Spielerfahrung. Man ist immer gefordert zu handeln und Entscheidungen zu treffen. Wer es besonders stressig mag, gründet selbst einen Stamm und versucht dieses an die Spitze der Macht zu führen. Zwar wird es äußerst schwer dies zu schaffen, am Ende hatte man aber Unmengen Spaß – Und genau das sollte ein Spiel machen. Hier wird ersichtlich, auch ohne dem Einsatz von Geld, also gratis, kann man Spielvergnügen im Netz finden!

Johann von Ti
Auch auf:

Johann von Ti

Blogger aus Leidenschaft, seit 2011 aktiv in der Szene unterwegs und immer für gute Games, Filme und blöde Ideen zu haben. Nebenher auch noch Student in Medien und Geschichte.
Johann von Ti
Auch auf:

Letzte Artikel von Johann von Ti (Alle anzeigen)