Dream – Erster Eindruck zum Traum-Spiel

Was verbirgt sich hinter dem „traumhaften“ Titel?

Nun, was soll man sagen oder wie soll man beginnen? Vielleicht fange ich einfach mal mit den Fakten an; In Dream schlüpfen wir in die Rolle des Howard Phillips. Der junge Mann hat seinen Platz im Leben noch nicht gefunden und ist noch völlig Ziellos. Er entwickelt eine wahre Besessenheit für seine Träume, in welchen er hofft den Sinn seines Lebens zu finden. Die Träume gestalten sich dabei von wundersamen und schönen Orten bis hin zu kniffligen Rätseln und albtraumhaften Gefahren.

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Ich hatte bereits das Vergnügen rund 70 Minuten in Dream zu verbringen und bin noch ziemlich begeistert. Das Spiel beginnt, als wir mitten in der Nacht aufwachen. Die Glotze läuft und zeigt Bilder einer Wüste, uns egal – wir wollen ins Bett und weiter schlafen. Also stehen wir auf, gehen zum Fernseher und schalten diesen ab, unsere Handlungen werden von den Kommentaren unserer Spielfigur, also von Howard, kommentiert. Das ganze wirkt stimmig und könnte auch mir passiert sein. Sofort fällt einem im Wohnzimmer so einiges auf; leere Pizza-Packungen und Getränkedosen stapeln sich auf dem Tisch. Aber ohne weitere Beachtung unserseits stolpern wir in den Flur – wir können nur schätzen wo im Haus das Schlafzimmer liegt, also schauen wir in jedem Raum mal rein. „Der Junge hat Stiel“, geht es mir durch den Kopf. Also wir so durch Haus streifen merkt Howard an, dass das Licht ausgemacht werden müsste, bei den heutigen Strompreisen verständlich. Auch wenn die Sache nicht sein muss und wir uns auch bei dem grellem Licht der Lampen aufs Ohr hauen könnten, gehen wir los und suchen die Schalter. Bis dahin spielt sich die ganze Sache irgendwie wie ein Sims Titel…

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Doch dann legen wir uns ins Bett und beginne zu Träumen und erst jetzt geht das eigentlich Spiel los. Wundersame, weiße Würfel in seltsamen Licht bilden eine Welt vor unseren Augen – Wir laufen einfach drauflos und stellen fest, dass es sich um eine Art Raum oder Halle handelt. So wirklich erkennen kann man nichts, jedoch folgen wir einem der Wege und finden einen Kompass. Moment mal; Dieses Ding hatte ich schon zuvor irgendwo gesehen… genau! In einem der Räume lag dieses alte Ding auf einem Tisch – Nun hat es das Teil sogar in unseren Traum geschafft. Nicht die letzte Sache, das ist sicher. Als wir den Kompass betrachten, spielt dieser verrückt, die Nadel wirbelt wild im Kreis und lässt sich nicht beruhigen. Nach einer Weile der Suche finden wir eine Art Portal. Als wir die seltsame Pforte betreten landen wir scheinbar in einer anderen Welt. Eine steinige Wüste breitet sich vor unseren Augen aus, ein Weg führt zu einem Wegweiser der uns verschiedene Richtungen anbietet.

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Wir wollen Richtung Oase und laufen Richtung Norden, nun funktioniert der Kompass endlich. Auf unserem Weg finden wir eine Höhle und erkunden sie. Kerzen tauchen das ganze in ein mattes, bläuliches Licht. Plötzlich finden wir in einer Ecke eine Art Altar, darauf ein Bild. Howard kommentiert, es wäre sein Onkel. Auch hier wieder ein direkter Bezug auf das Leben unserer träumenden Spielfigur. Doch weiter geht die Suche durch diese komische Traumwelt und wir entdecken eine Treppe welche uns zu Kkatakombenartigen Gängen. Wir folgen dem Labyrinth und finden nach längerem Irren eine Plattform mit allerlei Monitoren und technischen Gerät. Wir betreten das Ganze und setzen und an einen der Rechner. Wir melden uns an und finden uns auf einem Desktop wieder. Dieser zeigt unter anderem eine Anwendung mit dem Symbol einer Glühbirne, das Programm zeigt an, dass noch 4 Lichtquellen ausgeschaltet werden müssen.

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Die Quellen sind 4 weitere Gänge, in welchen wir das, durch die Gitter in der Decke einfallende Licht, ausmachen müssen. Das geht auch ganz einfach, wir müssen einfach nur unter dem Gitter hindurchgehen und schon schließt sich eine Luke und eines der Lichter ist aus. Alle Gänge sind unterschiedlich und labyrinthartig. In dem Gang sind um die 50 Lichter. Das alles wäre eine wirklich leichte Aufgabe, wären da nicht seltsame Wesen in den Gängen. Mit seltsamen, teilweise technischen Geräuschen kundigen sich die Energiewellen an. Die Erscheinungen verhießen nichts gutes, ziehen sie dich eine seltsame Schwärze hinter sich her. Erfassen uns die Dinger, landen wir wieder in der „Schaltzentrale“. Zumindest sterben wir nicht. Nach einiger Zeit schaffen wir es und schalten alle Lichter aus… irgendwie erinnert mich das an den Anfang des Spiels. Als wir uns wieder dem Rechner zuwenden und die Licht-Exe starten, wandelt sich das Wetter und es beginnt zu schneien… so weit so traumhaft.

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Soviel zu meiner ersten Stunde in Dream. Ich hab noch einige Sachen ausgelassen um nicht zu viel zu Verraten, jedoch muss ich sagen bin ich recht zufrieden mit dem Spiel. Es habdelt sich bei Dream momentan wie bei DayZ oder Rust um ein Early Access Titel, sprich das Spiel ist noch nicht fertiggestellt. Das merkt man in den ersten 60 Minuten zum Glück noch nicht. Bis dahin schnuppert man ins Spiel rein und man merkt, dass das alles nur eine kleiner Teil von etwas größerem ist. Wir entdecken viele interessante Details und es macht Spaß die verscheiden Rätsel zu lösen und dadurch die Träume zu verändern. Natürlich kann man nach 60 Minuten noch nicht so viel sagen, aber eines ist sicher; lässt man sich auf Dream ein, wird man Spaß haben. Die knackigen Albträume reißen einen immer wieder aus der ruhigen Atmosphäre und lassen eineN aufschrecken, die Rätsel lassen uns manches mal schmunzeln oder bringen uns echt zum schwitzen und die wunderschöne, mit toller Musik untermalte Welt, bezaubert uns in einer Tour. Der erste Eindruck ist echt gut und ich freue mich, in nächster Zeit noch etwas weiter in die Traumwelt einzutauchen. Eine Kaufempfehlung möchte ich an dieser Stelle jedoch noch nicht aussprechen, zumindest nicht für die Early Access Version. In meine Augen ist es ein deutlich höherer Genuss, wenn man Dream im fertigen Zustand spielt. So scheint der Anfang zwar fertig zu sein, doch will ich nicht mitten im Spiel an ein frühes Ende stoßen. In DayZ oder Rust mag das gehen, aber wenn man wie in Dream an eine Art Story gebunden ist beziehungsweise an eine Welt (oder mehrere), dann würde ich das ganze am liebsten an einem Stück spielen und nicht Wochen auf eine neues Update warten. Ein weiterer Beitrag zu Dream wird zu einem späterem Zeitpunkt definitiv folgen.

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Johann von Ti
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Blogger aus Leidenschaft, seit 2011 aktiv in der Szene unterwegs und immer für gute Games, FIlme und blöde Ideen zu haben. Demnächst nebenher auch noch Student und Jünger von Hopfen und Malz.
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