Early Access – Zu viel des Guten?

Langsam aber sicher wird mir das aber zu viel…

Es ist kein Geheimnis, dass ich Fan von recht vielen Indie Games bin und sicher ist auch, ich bin damit nicht alleine! Und mit der Zeit haben sich auf meinem Rechner auch so einiger Titel angesammelt; Vorzugweise über Kickstarter oder Indiegogo finanziert, landen viele der Games am Ende auch, meist über  Greenlight, im Steam Store. Eigentlich eine tolle Sache und im Grunde gibt es nichts zu meckern, doch mit der Zeit hat sich ein Trend eingeschlichen, der mich mittlerweile fast schon nervt – Early Access.

steam-early-access-games

Was heißt Early Access? Im Grunde, dass das Spiel sich noch in einer frühen Entwicklungsphase befindet aber trotzdem schon für die Massen frei gegeben wird, diese sollen dann „aktiv“ am Entwicklungsprozess teilhaben. Doch was heißt das eigentlich? Im Grunde kauft man einfach nur ein unfertiges Spiel, muss sich dabei auf Bugs und unfertige Spielinhalte einstellen und darf am Ende in Entwicklerforen darüber berichten. Im Grunde übernehmen die Nutzer plötzlich die Qualitätssicherung und müssen dafür auch noch bezahlen, was früher mal Aufgabe des Entwicklers war, wird heute gerne mal mit einer Early Access-Version abgewälzt. Das ist für den Entwickler auch relativ praktisch; Trotz unfertigem Spiel erhält er schon mal Geld, weiterhin muss nicht so großer Aufwand bei der Qualitätssicherung angewandt werden, die Nutzer machen das ja.

steam-greenlight-logo

Eigentlich muss man sich darüber nicht aufregen; Man muss ja keine Early Access-Version kaufen. Nein; Muss man nicht, trotzdem will man ein Spiel, welches man gut findet , schnellstmöglich spielen. Und es wäre auch kein Problem, wenn Early Access eben ab und an mal angewendet wird, bei Spielen, wo es wirklich Sinn macht die Nutzer früher dran zu lassen. Auch sollten Entwickler am Ende auch wirklich auf die Wünsche der Spieler eingehen. Doch in der Praxis sieht es für mich anders aus; Was mal mit DayZ begann ist heute schon irgendwie normal. Gefühlt jeden Tag kommt ein neues Spiel als Early Access raus. Das traurige, so manches Spiel wird unter die Leute gebracht und dann tut sich einfach nichts mehr! Das Problem; Geht der Entwickler im Laufe der restlichen Entwicklung Pleite oder beendet das Projekt warum auch immer, sitzt man am Ende mit einem unfertigen Spiel vorm Rechner.

 

Ich will das Ganze ja nicht verteufeln, mit Rust und DayZ hatte ich meinen Spaß und auch andere Early Access-Spiele waren im Grunde nicht schlecht, aber die Entwicklung, dass sich Spiele-Macher sagen, dass sie keine fertigen Produkte mehr auf den Markt werden, finde ich schon bedenklich. In Ausnahmefällen gerne, doch im Allgemeinen möchte ich mir schon ein fertiges Spiel kaufen.

Johann von Ti
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Johann von Ti

Blogger aus Leidenschaft, seit 2011 aktiv in der Szene unterwegs und immer für gute Games, FIlme und blöde Ideen zu haben. Demnächst nebenher auch noch Student und Jünger von Hopfen und Malz.
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  • mixmaster

    Tja, schwieriges Thema.

    Die Entwicklungskosten kann sich jemand ohen Kapital eben nicht leisten. Der Vorteil ist also, dass theoretisch nicht mehr nur die großen Spielefirmen gute Spiele entwickeln können, sondern quasi jeder, der die Fähigkeiten hat.

    Andererseits sieht man auch an Dayz, dass sich sehr viel Zeit gelassen wird. Da kann man sich dann schon die Frage stellen, ob durch das early access schon genug Geld verdient wurde?

    • Johann von Ti

      Ich finde es besonders ärgerlich und gefährlich, wenn die Entwickler
      sich nach einigen Monaten (und vermutlich gefüllten Geldbeuteln)
      einfach nicht mehr um Ihre Projekt kümmern.

      Auf der anderen Seite ist der Vorteil aber auch ganz klar; Jeder mit
      einer guten Idee und der Fähikeit, diese umzusetzen, kann sich
      verwirklichen. Kingdom Come: Deliverance ist da meine
      große Hoffnung. :3