Facebook – Eine reine Werbeplattform

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Warum die Datenkrake schlechthin für User nicht mehr interessant ist und wie die Geldpresse funktioniert!

Die letzten Tage ist mir ein Gedanke durch den Kopf geschwirrt, der schon lange in meinem Bewusstsein keimte und letztlich zu einer recht ernüchternden Erkenntnis führte – Facebook ist als „soziales“ Netzwerk für Nutzer fast Bedeutungslos geworden und das ist nicht verwunderlich. Doch wieso sollte das so sein, verzeichnet Datenkrake Facebook doch noch immer Millionen aktive Nutzer weltweit und kann seine Gewinne weiterhin maximieren?

Facebook voller Werbung

Alles voller Werbung – manches offiziell gesponsert, manches getarnt als Vorgenschlagende Beiträge oder Seiten.

Wer darf was sehen?

Dass Facebook Geld erwirtschaftet, ist kein Geheimnis und dass das Geschäft ausgesprochen gut läuft, ist auch bekannt. Doch wie genau macht Facebook denn dieses ganze Geld? Ganz einfach: Durch Werbung und der Erfassung von Daten, was auf Kosten der Nutzer aus dem „sozialen“ Netzwerk eine einzige Werbelandschaft macht. Vielleicht kennt Ihr das ja selbst: Wer vor Jahren auf Facebook unterwegs war, sah Beiträge von Freunden und Bekannten, die Bilder, Sprüche und Videos mit der Welt teilten und mit denen man über Kommentare und Nachrichten aktiv kommunizierte. Kein Wunder also, dass das Moderne Netzwerk aus Amerika regionale Größen wie Schüller.cc verschlang. Doch heute erblickt man auf Facebook kaum noch Inhalte von Freunden, sondern eher personalisierte Werbung, Beiträge von Seiten und Gewinnspiele. Wer denkt, dass es bei den gezeigten Posts (zum Beispiel von „lustigen Facebook Seiten“ oder Magazinen und Blogs im Netz) keine Werbung sieht, irrt gewaltig. Firmen bezahlen gutes Geld, damit genau dieses Beiträge in unserer Statusseite landen und dann hat es sich auch mit dem guten alten sozialen Netzwerk. Beiträge werden uns angezeigt, weil jemand Geld dafür zahlt. Das trifft auch die Facebook-Seite von Game 2: Wenn Ihr meinem Blog auch auf Facebook folgt, solltet Ihr eigentlich die neuesten Updates meinerseits nicht verpassen, da die Posts auch auf Eurer Statusseite erscheinen sollten (genau so sollte es doch eigentlich ablaufen, dafür ist das doch eignetlich alles gedacht gewesen oder?), doch wer ehrlich ist: Die Beiträge von seinen mit „Gefällt mir“ markierten Seiten fallen so gut wie nie in den Blick – Sie werden schlicht nicht angezeigt. Nun kommt der Trick dahinter: Facebook lässt es sich seit geraumer Zeit vergüten, dass die geteilten Beiträge auch wirklich bei den „Fans“ ankommen – Wie pervers ist das bitte? Ich muss dafür zahlen, dass Personen, die sich für mein Projekt interessieren und dieses sogar extra angegeben (geliket) haben, meine Inhalte auch zu Gesicht bekommen? Das ist einfach nur dreiste Abzocke und macht mich richtig wütend.

Facebook die eigenen Beiträge bewerben damit Nutzer sie sehen können

Ich soll Geld zahlen, damit meine Beiträge gesehen werden – Super. Bewerben heißt dass dann.

Datensammeln für Profis

Und während man also auf Facebook selbst nur noch bezahlte Inhalte zu sehen bekommt, werden alle Informationen die man selbst preisgibt, akribisch und bis ins kleinste Detail gesammelt, damit die Industrie auch ja massenhaft Kundendaten erhält, um Trends zu erkennen und Produktionen anzupassen. Gleichzeitig sorgt die personalisierte Werbung für die massive Beeinflussung der Nutzer, die besonders auf Kinder und junge Nutzer wirkt. Werbung als Mittel der Finanzierung mag für kostenlose Anbieter durchaus gerechtfertigt sein, doch nicht in diesem Maße und mit diesem Hintergrund. Wenn ich das Netzwerk nur noch nutzen kann, um Werbung zu sehen, die mir jedoch nicht mal als solche gekennzeichnet wird (gekaufte Präsenz auf den Statusseiten der User), sollte man sich doch Gedanken machen und seine Schlüsse ziehen. Und das passiert auch: Facebook mag weiterhin expandieren, doch das Wachstum wird geringer und immer mehr Nutzer kehren dem Netzwerk den Rücken. Oft zwar nicht mehr im vollen Umfang (die Accounts bleiben bestehen), jedoch wird die Nutzung massiv verringert. Ich schreibe auf Facebook lediglich mit einigen Freunden, die ich anders nicht erreichen kann und poste Beiträge von Game 2 (hat das denn noch einen Sinn?). Der massenhafte Diebstahl von Inhalten wird von Facebook toleriert und durch die technischen Voraussetzungen sogar indirekt gefördert – So werden von Facebook Millionen Videos täglich von Seiten wie YouTube kopiert und auf Facebook veröffentlicht, ohne dass die Ersteller etwas davon haben.

 Facebook is Stealing Billions of Views - Facebook ist eine Datenkrake

Expansion und Ausschaltung von Konkurrenz

Doch wie kann Facebook seine Gewinne weiter ausbauen? Ganz einfach: Während die immer schärfere „Ausbeutung“ der User auf Facebook selbst zunimmt, kauf die Datenkrake einfach andere Dienste auf, die zu zu großen Konkurrenten werden könnten. Instagram, tumblr, und sogar WhatsApp liegen in der Hand von Facebook, was auf lange Sicht verdammt bitter ist. Besonders WhatsApp war lange Zeit DIE Alternative der Kommunikation, wenn man auf Facebook verzichten wollte. Bisher ist der Einfluss von Facebook auf den eingekauften Plattformen noch zu aktzeptieren, jedoch droht hier auf lange Sicht klare Gefahr: Geht es mit Facebook bergab, werden diese Plattformen gemolken, bis auch der letzte Cent aus den Usern gepresst wurde, der sich mit diesen und deren Information erwirtschaften lässt.

Alternativen müssen her

Alternativen gibt es, müssen sich aber noch etablieren. Jedoch wird sich der Abwanderungstrend in den nächsten Jahren verstärken, denn Facebook hat alles verloren, was man in einem sozialen Netzwerk eigentlich sucht. Die alten User werden vermutlich noch lange bleiben, doch die nächste Generation der User wird sich (hoffentlich) eine neue Plattform suchen: Facebook ist schon längst überfällig. Ich werde in den nächsten Tagen eine Top 10 Alternativen zu Facebook erstellen, damit auch Ihr Euch mal umschauen könnt und vielleicht feststellt, wie schrecklich Facebook mittlerweile eignetlich geworden ist.

Johann von Ti
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Johann von Ti

Blogger aus Leidenschaft, seit 2011 aktiv in der Szene unterwegs und immer für gute Games, FIlme und blöde Ideen zu haben. Demnächst nebenher auch noch Student und Jünger von Hopfen und Malz.
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