FIFA 18 und Total War: Warhammer 2 – Kopierschutz geknackt

Kopierschutztechnologien für Videospiele sind sinnlos und ein veraltetes Konzept!

Ein wirkliches leidiges Thema, zumindest wenn man mich fragt. Kopierschutzmaßnahmen für Videospiele bzw. für Unterhaltungsmedien generell sind in meinen Augen überholt und verschlingen sinnlos Gelder, die an anderer Stelle deutlich besser angesetzt wären. Doch kommen wir erst mal zur eigentlichen Meldung, bevor ich wieder ins Pöbeln verfalle. Denuvo galt noch vor einiger Zeit als besonders sicherer Kopierschutz, welcher oft nur nach Wochen, manchmal sogar Monate geknackt werden konnte. Weiterhin sorgten beständige Updates des Kopierschutzes dafür, dass gefundene Lücken im System wieder recht schnell verschlossen wurden, sodass lauffähige Cracks nur mit größtem Aufwand erstellt werden konnten. Doch die Anti-Tamper-Technologie scheint mit der Zeit anfälliger für Angriffe geworden zu sein, so konnte der Schutz in den letzten Monaten immer wieder recht schnell überwunden werden.

Jetzt scheint ein gewisser Tiefpunkt erreicht zu sein; So scheint der Schutz der erst kürzlich veröffentlichten AAA-Spiele FIFA 18 als auch Total War: Warhammer 2 geknackt wurden zu sein – Und das eben nur Stunden nach der Veröffentlichung. Damit hat die Schutzsoftware jeglichen Sinn verloren, welcher in meinen Augen sowieso nie wirklich begründet war. Kopierschutzmaßnahmen wurden bisher eigentlich immer ausgehebelt, weshalb es in meinen Augen keinen Sinn macht, immer wieder Geld in einen Schutz zu investieren, der sowieso geknackt wird. Zudem glaube ich nicht, dass tatsächlich große Schäden durch Raubkopien und Cracks entstehen, einfach weil die meisten User, welche diese Möglichkeiten nutzen, das Spiel später kaufen, wenn diese ihnen gefallen, oder sie sowieso nicht kaufen würden, auch wenn es die Cracks nicht geben würde. Dass User zum antesten von Spielen auf Cracks zurückgreifen, liegt auch daran, dass immer seltener Demos zur Verfügung gestellt werden, auf deren Basis man einen Titel wirklich antesten kann.

Ein viel besseres Mittel gegen Cracks ist in meinen Augen Transparenz der Entwickler gegenüber ihren Kunden, indem Spiele für Fans entwickelt werden, nicht für Zielgruppen mit dem Ziel, möglichst hohe Gewinne zu erzielen. Man kann sich darauf verlassen; Gefällt einem Spieler ein Spiel, ist es am wahrscheinlichsten, dass er auch gerne dafür Geld ausgibt. Die andere Möglichkeit, welche weniger auf Vertrauen setzt, basiert auf der Tatsache, dass man User mit Service zum Kauf animieren kann. Automatische Updates, online Funktionen, Mehrspieler-Optionen, beständige Verfügbarkeit – Indem man den Spielern mehr als nur das reine Spiel bietet, kann man relativ konsequent dafür sorgen, dass es auch gekauft wird. Hier ist es aber wichtig, Service nicht mit Zwängen zu vermischen – Es ist zum Beispiel super, wenn man die Möglichkeit hat, online mit anderen Spieler zu spielen oder Scores zu vergleichen, jedoch dürfen solche Features nicht in einem Online-Zwang müden (reine Mehrspieler-Titel sind jetzt natürlich nicht gemeint). Der Spieler soll Möglichkeiten erhalten, keine Einschränkungen. Aber das ist ein anderes Thema – Ich wollte an dieser Stelle nur noch mal klar machen, wie wenig Sinn teure Kopierschutz-Technologien eigentlich haben – Kommt man seinen Kunden entgegen, werden diese freiwillig Spiele kaufen.

Johann von Ti
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Johann von Ti

Blogger aus Leidenschaft, seit 2011 aktiv in der Szene unterwegs und immer für gute Games, FIlme und blöde Ideen zu haben. Demnächst nebenher auch noch Student und Jünger von Hopfen und Malz.
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