Film – District 9

In Südafrika landet ein Raumschiff mit über einer Millionen Außerirdischen an Bord, in ein Slum verfrachtet vegetieren die Aliens über Jahre ohne Zwischenfall. Nun sollen sie umgesiedelt werden und die Geschichte beginnt!

Wir schreiben das Jahr 1982, ein riesiges Raumschiff landet auf der Erde und schwebt einige Kilometer über Johannesburg in Südafrika. Doch statt eine feindlichen Invasion oder einem freundschaftlichen Willkommensgruß bleibt es ruhig um das fremde Flugobjekt. Nach Monaten des bedächtigen Wartens beschließt die Menschheit einen Weg in das Raumschiff zu finden. Im Schiff werden dann über eine Millionen insektoide Außerirdische geborgen, welche in einer denkbar schlechten Verfassung sind, ausgehungert und verwirrt werden die Wesen in ein Flüchtlingslager mit den einprägsamen Namen District 9 gebracht.

Anfängliche Freundschaft zwischen Menschen und Aliens

Eine ewige Freundschaft sollte Aliens und Menschen verbinden…

Über die Jahre schwindet das anfängliche Interesse an den Aliens und das Flüchtlingslager verkommt zu einem Slum in welchem neben den Aliens auch Nigerianer und kriminelle Organisationen ihr Unwesen treiben. Im ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts zählt das überfüllte Lager bereits 1,8 Millionen Aliens. Der Staat hat die Kontrolle und die Überwachung der Außerirdischen der Multinational United (MNU) übertragen, einem privaten Sicherheits- und Militärunternehmen. Die MNU versucht im Geheimen die Waffentechnik der Insektoiden zu entschlüsseln um sie später gewinnbringend zu verkaufen. Noch scheitert das Unternehmen jedoch an einer besonderen Eigenschaft der Waffen, denn diese Funktionieren nur in Kombination mit der DNS der Aliens. Um die Aliens besser unter Kontrolle zu bekommen und sie weiter von der Öffentlichkeit abzuschotten, beschließt man die Außerirdischen umzusiedeln, so wurde eine neues Camp mit dem Namen District 10 errichtet, welches ca. 200 Kilometer von Johannesburg entfernt liegt.

District 9

Eine Blick auf District 9.

Dies ist die Ausgangssituation des Films, die Umsiedlung soll der MNU-Mitarbeiter Wikus van de Merwe leiten und erhält damit den größten und wichtigsten Auftrag seines Lebens. Jedoch läuft bei diesem so einiges nicht richtig. Um eine rechtliche Absicherung für die Umsiedlung zu haben, sollen die Aliens Ihr Einverständnis für diese geben, in disem Rahmen des Unterschriften sammeln, kommt Wikus in Kontakt mit einer seltsamen und unbekannte Flüssigkeit. Nachdem Wikus den Vorfall zunächst überspielt, landet er später mit starken Beschwerden im Krankenhaus, dort wird klar, seine DNS mutiert. Kurz nach dieser Feststellung durch die Ärzte wird er in die unterirdischen Laboratorien der MNU transportiert um dort weiter untersucht zu werden. Nach einigen Test wird klar, Wikus Mutation könnte der Schlüssel sein, um die Waffentechnologie der Aliens zu entschlüsseln und zu nutzen.

Wikus van de Merwe

Wikus van de Merwe in einem Interview.

Um diese Ziel zu erreichen, will man Wikus jedoch sezieren und ihn so unweigerlich töten, kurz bevor dieser Eingriff jedoch vorgenommen werden kann, befreit sich Wikus aus den Fängen der MNU und flüchtet in das Slum der Aliens. Dort begegnet er einem alten Bekannten, einem Alien dem er bereits bei der Unterschriften Sammelaktion begegnet ist. Es stellt sich heraus, dass dieser Außerirdischer mit dem Namen Christopher, anders als seine Artgenossen um einiges Intelligenter ist und seit Jahren versucht aus dem Schrott, der Vom Raumschiff fällt, Treibstoff zu gewinnen. Besagten Triebstoff ist der Grund für Wikus Verwandlung.

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Wikus van de Merwe verwandelt sich.

Die MNU fälscht aufgrund seines immensen Wertes Dokumente und manipuliert die Presse um van de Merwe so zum meist gesuchten Mann der Welt zu machen. In der Hütte von Christopher und seinem Sohn schließt er einen Pakt, er will Christopher die von ihm Konfiszierte (und zum Teil aufgenommene) Flüssigkeit zurückbringen und will dafür, dass seine genetischen Veränderungen rückgängig gemacht werden.

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Mitten im Slum der Aliens – District 9.

Um die Flüssigkeit von der MNU zu entwenden, benötigen Wikus und Christopher jedoch außerirdische Waffen, und diese entwenden sie einer Bande Nigerianern. Schließlich gelingt es Beiden die Flüssigkeit zu entwenden und in District 9 zurückzukehren. Dort kommt es zum Kampf zwischen Truppen der MNU, den aufgebrachten Nigerianern und Wikus selbst. In diesem gefährlichen Durcheinander ermöglicht Wikus Christopher und seinem Sohn die Flucht. Die beiden Aliens fliehen mit dem abgestützten Kommandomodul zum Raumschiff und starten dieses. Damit erwacht das Raumschiff aus der Jahrzehnte lange Starre und entschwindet mit Christopher und Kind an Bord ins All, zuvor versprach Christopher in 3 Jahren zurückzukehren um Wikus von der Mutation zu befreien.

Wikus mit einer Alien Waffe

Wikus versucht die Flüssigkeit von der MNU zu holen.

Damit Endet der Film, in der letzten Szene sieht man Wikus, welcher sich nun vollends in einen Alien verwandelt hat. Im neuen District 10 haben 2,5 Millionen Außerirdischen Platz.

Fazit

Der Film ist wirklich gut, die Geschichte ist durchdacht und interessant, man lässt sich schnell vom Gesehenen mitreißen. Die Titelfigur ist angenehm untypisch, so haben wir keine muskelbepackten Elitesoldaten sondern einen blassen Büroangestellten, der erst im Laufe des Films zum Helden wird, auch hier bleibt der Film authentisch und wirkt in keiner Weise aufgesetzt. Die Art der Präsentation des Films ist ein Wechsel, während der Beginn durch Interviews und Handyaufnahmen geprägt ist, wechselt der Film gegen Ende immer mehr in eine Erzähler-Position. Auch wird der Film dem Abspann entgegen immer Action lastiger, hier hätte weniger mal wider mehr sein können. Jedoch kann man eine Auge zudrücken, so sind die Kämpfe immer noch spannend und nicht, wie in so manch anderen Film, ermüdend. Auch ist interessant, wie viel Gefühle man für die Aliens im Laufe des Films entwickelt, so gewinnt man die Schrimps ähnlichen Kreaturen aus dem All wirklich lieb. Das offene Ende ist genial gesetzt, hier hat man viel Freiraum zu spekulieren und am liebsten würde man einen zweiten Teil sehen.

Wikus völlig verwandelt

Wikus völlig in einen Alien verwandelt.

Alles in allem ist District 9 ein wirklich guter Film, viele Effekte, gute Schauspieler und einen durchdachte, interessante Story schaffen es zu überzeugen. Die Waffen haben mich zum Teil an Quake 4 erinnert, allgemein hätte der gesamte Film auch ein gutes Videospiel sein können. Wer den Film noch nicht gesehen hat, sollte dies schnell nachholen, am ehesten wirft man den Film vor einer Lan-Party ein und holt sich für die späteren Gefechte etwas Inspiration. Ich will hier eine eindeutige Empfehlung ausprechen.

Nur für Menschen

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Johann von Ti
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Johann von Ti

Blogger aus Leidenschaft, seit 2011 aktiv in der Szene unterwegs und immer für gute Games, FIlme und blöde Ideen zu haben. Demnächst nebenher auch noch Student und Jünger von Hopfen und Malz.
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