Ghost of a Tale – Erste Infos

Als kleiner Mäuserich hat man es nicht leicht – Vom bösen Baron in den Kerker geworfen, muss sich Mäuse-Barde Tilo befreien und seine große Liebe retten!

Ich bin ja beständig auf der Suche nach tollen und weniger bekannten Spielen, um sie hier vorzustellen. Dabei stoße ich auch immer wieder auf Projekte, die es schon eine ganze Weile lang gibt, aber bisher von mir völlig übersehen wurden. So war es auch bei Ghost of a Tale, einem Indie Spiel, welches aktuell als Early Access zu haben ist und mich extrem begeistert hat. Doch was macht das Spiel so besonders?

Ghost of a Tale - Ein Mäusebarde im Verlies

Der Mäuse-Barde

Bei Ghost of a Tale handelt es sich um ein Action-RPG, bei welchem wir in die Rolle des kleinen Mäuserichs Tilo schlüpfen. Dieser ist eigentlich ein Barde, hat es sich aber gründlich mit dem Baron verscherzt und wurde direkt in den Kerker geworfen. Wäre das nicht schon schlimm genug, hat der Baron auch Tilos große Liebe Merra entführt – Keine schönen Ausgangsbedingungen. Es bleibt uns also keine Wahl – Wir müssen dem Gefängnis entkommen und unsere holde Maid aus den Fängen des Barons befreien! Doch leichter gesagt, als getan – Denn während Tilo ein kleiner Mäuse-Barde ist, wimmelt es im Kerker von Ratten-Wachen, welche nicht nur größer als unser Mäuse-Held sind, sondern mit ihren Hellebarden und Rüstungen übermächtige Feinde darstellen, die man umgehen oder durch List bezwingen sollte. Eine direkte Konfrontation ist entsprechend keine Option und erwischen uns die fiesen Gardisten, bleibt nur die Rettung in der Flucht zu suchen. Das macht aus Ghost of a Tale ein Stealth Game, bei dem wir Schritt für Schritt die mittelalterliche und von Tieren bevölkerte Welt erkunden, Rätsel lösen und neue Charaktere kennenlernen.

Ghost of a Tale - Rattenwächter

Fantastische Aufmachung und rundes Gameplay

Und da sind wir auch bei einem der Punkte, welche Ghost of a Tale zu so einem interessanten Titel machen – Die Welt. Wir schon erwähnt, verschlägt es uns in eine mittelalterliche Welt, welche von Tieren bevölkerte wird. Die Charaktere und Wesen, auf die wir im Spielverlauf treffen, sind grandios designt und machen das Erkunden der Katakomben zu einem echten Abenteuer. Dabei muss auch die generelle Optik des Spiels gelobt werden – Der Stil ist großartig und erschafft eine fantastische Welt, in der man sich durchaus verlieren kann. Doch auch das Level-Design ist durchdacht und eröffnet einem mit anwachsender Spielzeit neue Geheimnisse und spielerische Optionen, welche das Gameplay enorm aufwerten. So verbringen wir die meiste Zeit im Spiel damit, die Welt zu erkunden und Quests zu lösen, die zumeist von den Charakteren, auf die wir treffen, aufgegeben werden. Dabei müssen wir oft Gegenstände suchen und diese dann an unsere Auftraggeber abliefern – Kein Offenbarung, aber letztlich so umgesetzt, dass es in die Welt des Spiels passt und Sinn ergibt. Auch die Rollenspiel-Elemente des Spiels gewinnen wohl keine Preise, machen das Spiel insgesamt aber zu einer runden Geschichte. So müssen wir einige Fähigkeiten trainieren und können Kleidungs- bzw- Rüstungsteile sammeln. Diese verbessern bestimmte Attribute oder gewähren Boni, machen aber auch optisch einiges her – Als kleiner Mäuse-Ritter in klobiger Rüstung oder waschechten Pirat – Tilo ist unsagbar niedlich anzusehen.

Ghost of a Tale - Tilo mit einer Kerze

Technisch überzeugend

Technisch haben wir es hier mit einer verdammt guten Early Access Version zu tun, welche wenige Bugs aufweist, durchgehend stabil läuft und bombastisch gut aussieht. Die Animationen sind hochwertig und diverse AAA-Games könnten sich hier eine ordentliche Scheibe abschneiden. Da ist besonders hervorzuheben, das wir es ja hier nicht mit klassischen Animationen zu tun haben, sondern diese den Tieren entsprechend angepasst dargestellt werden – Und das wurde fantastisch umgesetzt. Die Bewegungen von Tilo sind possierlich und wirken so wunderbar leicht, dass es eine Freude ist, unsere Mäusehelden zu steuern, während man voller Argwohn nach den schweren Schritten der Ratten-Wachen lauscht. Hier bekommt man eine wirklich tolle Early Access Version, die einen grandiosen Vorgeschmack auf ein epochales Abenteuer bietet. Am besten lässt sich Ghost of a Tale mit einem Cotroller steuern, wobei auch Maus und Tastatur unterstützt werden, welche aber insgesamt die schlechtere Alternative darstellen.

Ghost of a Tale - Die Festung

 

Zur Early Access

Bisher kann man rund 8 bis maximal 12 Stunden mit Ghost of a Tale verbringen und die ersten Abenteuer des Mäuse-Barden Tilo erleben. Dabei wird man vor allem in den Katakomben der Festung verbringen, bis man gegen Ende des bisher spielbaren Inhalts den Innenhof der Burg erreicht. Ich bin extrem gespannt, wie das fertige Spiel wohl aussehen und was es uns bieten wird – Schon jetzt ist das Spiel grandios. Aktuell ist Ghost of a Tale nur in englischer Sprache verfügbar und kann auf Steam, aber auch DRM frei auf GOG erworben werden. Der Preis ist mit aktuell 20 Euro gut angesetzt – Was ich tatsächlich eher selten sage. Die technische Qualität des Spiels, das originelle Setting als auch die optische Umsetzungen machen das Spiel schon als Early Access Spiel zu einer wahren Freude – So sollten alle Early Access Spiele aufgezogen werden. Ich für meinen Teil freue mich enorm auf das fertige Spiel und werde zum Release noch mal auf dieses Spiel zurückkommen!

Ghost of a Tale - Der Burghof

Lionel „Seith“ Gallat

Doch abschließend will ich noch etwas zu der Person sagen, welche hinter dem Spiel steht. Tatsächlich wird Ghost of a Tale primär von einer Person entwickelt. Lionel „Seith“ Gallat hat das Spiel nämlich zu gut 90% alleine aus den Boden gestampft und kümmert sich um die Codierung als auch das Artdesign des Spiels. Eine echte Leistung, wenn man bedenkt, wie großartig das Spiel bisher aussieht und sich spielen lässt. Doch Gallat kommt tatsächlich aus der professionellen Animations-Szene, hat einige Jahre für DreamWorks gearbeitet und an deren Projekten mitgewirkt und war letztlich auch an Filmen wie „Ich – Einfach unverbesserlich“ beteiligt. Es war also einiges an Erfahrung vorhanden, welche nun uns Videospiel-Freunden zugute kommt!

Fazit

Wem das Setting, die Aufmachung als auch die Optik wie mir direkt zusagen, kann schon jetzt zuschlagen und hat gut 12 Stunden Spaß an dem Spiel, bevor man an die Grenze der Early Access Version stößt. Tatsächlich haben wir damit schon um die 40% des geplanten Spiels gesehen, weshalb es sich auch lohnt, auf ein Release zu warten, um dann die ganze Geschichte am Stück genießen zu können. Preislich soll die fertige Version bei ca. 25 Euro angesetzt werden, was ich für völlig gerechtfertigt halte. Spieler der Early Access Version sollen mit einem kleinen Geheimnis belohnt werden, sobald die Vollversion erscheint. Hier kann man entsprechend selbst entscheiden, ob man noch warten oder direkt zuschlagen möchte. Großartig ist das Spiel aber schon jetzt und wer etwas mit dem Gameplay als auch der Optik bzw. dem Setting anfangen kann, sollte sich direkt ins Abenteuer stürzen. Zum Release des Spiels wird aber noch mal eine Review zum Spiel folgen!

Johann von Ti
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Johann von Ti

Blogger aus Leidenschaft, seit 2011 aktiv in der Szene unterwegs und immer für gute Games, FIlme und blöde Ideen zu haben. Demnächst nebenher auch noch Student und Jünger von Hopfen und Malz.
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