Goat Simulator – Doch nicht alles cool

Meine Meinung zum Ziegensimulator; Kritisch und auf den Punkt!

Ich muss gestehen; Am Anfang hat mich die Entwicklung des Ziegensimulators erfreut und auch interessiert, immerhin schaffte es eine kleine Spielerei in die Köpfe und später mithilfe von Steam auf die Rechner der Community. Doch nachdem der erste „Zauber“ verfolgen war, begann die traurige Realität, die alles andere als cool und verrückt war. Das Problem dabei ist, dass aus einem Spaß, einer lustigen und doofen Idee, ein kommerzielles Projekt geworden ist, das mithilfe des eigenen Hypes eine völlig belangloses Stück Software zu einer Geldpresse gemacht hat. Das Spiel hat zwar eine nette Idee, aber mehr auch nicht und dafür verlangt man eindeutig zu viel Schotter.

Ziegensimulator Goat Simulator Crazy Goat

Fehlende Inhalte

Zwar fand ich das Spiel am Anfang auch ganz lustig und die Umsetzung zur Verkaufsversion bemerkenswert, doch nach ca. 10 Minuten Spielzeit hat man dann auch alles gesehen und ich war enttäuscht. Damals war ich jedoch positiv gestimmt, weil die Entwickler die Community mithilfe des Steam Workshops eingebunden haben und auch sonst für kostenfreie Updates sorgten, die den Spielspaß zumindest minimal aufhellen konnten. Doch alles in allem ist das Spiel keine 10 Euro wert und ist höchstens im Sale einen Blick wert, eigentlich nicht mal das. Denn man spielt einfach eine Ziege, kann ein wenig umherlaufen und sich an den „lustigen“ Bugs erfreuen und Punkte sammeln, nur um nach kurzer Zeit gelangweilt den Rechner auszumachen bzw. das Spiel zu beenden. Es gibt vielleicht 2-3 spaßige und durchaus witzige Momente, doch eigentlich haben wir hier keinen Inhalt, der auch nur im Ansatz einen Kauf rechtfertigen würde.

Ziegensimulator - Im Büro.jpg

Der Hype

Das Problem war einfach der Hype um das Spiel selbst, der wir ein Feuerwerk über die fehlende Inhalte hinwegtäuschte. Ihren Teil dazu haben vor allem Lets Player sowie Gaming Seiten und Blogs beigetragen (vielleicht sogar ich), die wie blöd von diesem dummen Spiel berichtet haben und von der Kuriosität prahlten. Doch so kurios ist die Sache nicht, lediglich, dass man mit dieser Scherz-Idee so viel Geld machen konnte. Auch ich habe mir das Spiel gekauft, weil auch ich dachte; „Ein Spiel mit einer Ziege, welches nicht mal als eigenes Spiel geplant war, sondern als Scherz entstanden ist, muss einfach lustig sein.“ Doch leider war die Geschichte hinter der Entstehung schon die einzige interessante Sache zum Game. Alles in allem bin ich heute mehr als Enttäuscht von der ganzen Geschichte und hätte mir gewünscht, es wäre anders gelaufen.

Ziegensimulator - Quatsch mit Autos.jpg

Der Kommerz

Denn warum musste es verdammt kommerziell werden? Eine dumme Idee, wie eine Ziege zum Titelhelden eines Spiels zu machen, ist wirklich keine schlechte Sache. Geld dafür zu verlangen, ist auch kein Problem, jedoch nur, wenn die Inhalte die Investition von Geld auch rechtfertigen. Und das ist bei dem Goat Simulator nicht so. Man zahlt für einen Scherz, der nach dem ersten Lacher völlig fade und langweilig ist. Man zahlt 10 Euro für 10 Minuten Gameplay und darauf folgender Langeweile. Das ist nicht in Ordnung und genau da liegt mein Problem. Das Spiel in der jetzigen Form hätte kostenfrei oder wenn überhaupt, für nicht mehr als 3 Euro angeboten werden sollen. Wenn man Geld verdienen will, braucht man in meinen Augen einfach mehr als eine lustige Idee, es muss auch eine technische Umsetzung entstehen, die dem Spieler Raum zum spielen gibt. Ein kurios inszeniertes Spiel mit lustiger Story und Anspielungen wäre doch genial geworden, stattdessen hat man eine Punkte-Spielerei erhalten, welche nicht mal als echtes Spiel bezeichnet werden dürfte.

Ziegensimulator - Dumme Bugs.jpg

Zombie DLC

Und die Spitze des Eisbergs kommt ja noch; Statt endlich mit einem vernünftigen Spiel weiter zu machen, haben sich die Entwickler entschlossen, die Kuh (die Community) weiter zu melken und so viel Geld abzustauben, wie es nur irgend geht. Denn vor kurzem erschien ein kostenpflichtiges DLC, welches nun einen anderen Hype nutzen will, um weitere User anzulocken. Goat Simulator: GoatZ lässt Zombies auf die Ziege aus dem Hauptspiel los. Doch auch hier sucht man spielerische Inhalte vergebens, dafür gibt man wieder mit freiwilligen Bugs an. Doch wie lustig ist ein Fehler im Spiel, wenn dieser bewusst gesetzt wurden ist? Klar lacht man sich schlapp, wenn in Fallout 3 Köpfe gummiartig durch die Gegend fliegen, jedoch nur, weil die Fehler nicht passieren sollen und ihr Auftreten dadurch unbeabsichtigt komische Situationen auslöst.

Ziegensimulator - GoatZ - Zombie Müll.jpg

Fazit

Doch im Goat Simulator sind die Fehler da, weil das doch lustig wäre – Genau das ist dann aber nicht mehr lustig. Und mit einem Zombie DLC, welches am auch wieder nur Bugs bietet, kann ich nur weinen, weil dieses für 5 Euro angeboten wird. Für solchen Quatsch sollte man kein Geld ausgeben, da gibt es im Netz so viel bessere Spiele, die auch kostenfrei bereit stehen, dass sich der Kauf in keinem Falle lohnt. Ich bin in jedem Falle enttäuscht von der Entwicklung des Projekts und hoffe, dass in Zukunft nicht alles von der Sucht nach Kommerz zerfressen wird.

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Johann von Ti

Blogger aus Leidenschaft, seit 2011 aktiv in der Szene unterwegs und immer für gute Games, Filme und blöde Ideen zu haben. Nebenher auch noch Student in Medien und Geschichte.
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