Kryptowährungen – Digitalisierte Zahlungsmittel

Digitale Zahlungsmittel als Antwort auf das klassische Bankensystem – Ein Blick in das Paralleluniversum.

Kryptowährungen sind enorm faszinierend, immerhin handelt es sich hier um Zahlungsmittel digitaler Form, welche sich stark von herkömmlichen Zahlungsmitteln unterscheiden und für Laien wie mich gar nicht so leicht zu verstehen sind. Doch schon längst kann man das Aufkommen von Kryptowährungen bzw. Kryptogeld nicht mehr belächeln und als kurzweiliges Phänomen abtun – Seit 2009 wird beispielsweise die bekannteste Kryptowährungen der Bitcoin gehandelt und hat einen enormen Wertanstieg erlebt und im Juni 2017 seinen Höchstwert von über 2600 Euro erreicht – Aktuell ist ein Bitcoin mehr als 2000 Euro wert (also unterliegt der Wechselkurs starken Kursschwankungen). Doch nicht allein der schon recht bekannte Bitcoin sind in Verwendung – Mehr als 3000 weitere Währungen werden aktuell genutzt, wobei nur ein Bruchteil wirkliche Relevanz durch täglichen Handelsumsatz erreicht. Dennoch bilden Kryptowährungen ein enormes Gesamtkapital, so listet die Website coinmarketcap.com beispielsweise um die 800 Kryptowährungen, welche aktuell einen Wert von über 87 Milliarden US-Dollar innehaben, wobei natürlich auch dieser Wert den Kurs-Schwankungen der einzelnen Währungen unterworfen ist.

Bitcoin Wallet

So sieht ein „Bitcoin Wallet“ aus.

Von Kurs-Schwankungen und Schürfern

Wie stark diese Schwankungen ausfallen können, zeigt der aktuelle Kurs-Einbruch der Kryptowährung Ethereum, welche sich in den letzten Monaten neben dem Bitcoin zu einer der beliebtesten Kryptowährungen entwickelt hatte und dessen Wert nun recht stark einbrach. Seit Mitte Juni verlor Ethereum gut 50% des Wertes, womit ein so genannter „Ehter“ von einem Handelswert von gut 350 Euro auf knapp 170 Euro einbrach. Die Marktkapitalisierung ist damit von rund 42 Milliarden Euro auf rund 25 Milliarden Euro gesunken. Fast alle größeren Kryptowährungen hatten in den letzten Monaten an Wert verloren, was auch für Entspannung auf dem Grafikkarten-Markt sorgen könnte. Ethereum war zuletzt nämlich auch für die große Knappheit von Grafikkarten mitverantwortlich, welche so genannte „Miner“ nutzen, um Rechenaufgaben für das System der Kryptowährung zu übernehmen – Wer im System Rechenleistung einbringt, wird entsprechend vergütet, was das „Schürfen“ zu einem lukrativen Geschäft machte. Die „Miner“ nutzen dabei Grafikkarten, um die Rechnungen zu übernehmen und haben damit den Grafikkarten-Markt enorm gestört, da der plötzliche Anstieg der Nachfrage zu einer Knappheit des Angebots führte.

Ethereum Margin Trading - Poloniex

Über Poloniex kann man aktuelle Kursentwicklungen von Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ethereum live beobachten.

Im Paralleluniversum

Ein durchaus interessante Entwicklung, wenn man den Aufstieg von Kryptowährungen beobachtet; Denn obwohl aktuell Werte für diverse Kryptowährungen sinken, steigt langfristig die Nachfrage und Akzeptanz nach solcher Währungen. Wir haben es hier mit einer Währungsform zu tun, welche sich durchaus von herkömmlichen Unterscheidet – So benötigen Kryptowährungen keine Behörden oder Organisationen und basieren auf einem ausreichenden Maß an Vertrauen bei den Beteiligten. Es wird also ein digitaler Zahlungsverkehr ohne Zentralinstanzen wie etwa Banken geschaffen. Das wir Geld auch im Internet „nutzen“ bzw. über das Internet Transaktionen ausführen, ist nichts neues – Wir machen Online-Banking, kaufen in Shops oder auf Plattformen oder spielen in Online Casinos – Doch hier werden „lediglich“ herkömmliche Währungen über das Internet vermittelt. Kryptowährungen sind eigenständige, nur im „Internet“ existierende Währungen, die außer dem Gebrauchswert keinen eigenen bzw. inneren Wert besitzen – Also wie das heutige Zentralbankgeld funktionieren, aber nicht eben nicht reguliert werden und von geldpolitischen Maßnahmen unabhängig sind. Digitale Währungen existieren damit in einer Art Paralleluniversum, da Verbindungen zum weltweiten Finanzsystem und Banken eben nicht existent sind.

Was die Zukunft bringt

Und genau das ist aktuell ein wichtiger Punkt; Der breiten Öffentlichkeit fällt es schwer, das System, auf welchem Kryptowährungen aufbauen, nachzuvollziehen. Weiterhin ist die Akzeptanz dieser Währungen aktuell zu gering, um diese im Alltag anwenden zu können, wobei auch die beständigen Kursschwankungen, wie man sie zum Beispiel auf poloniex.com beobachten kann, Kryptowährungen für die breite Masse wenig attraktiv, sogar riskant machen. Ich denke, dass die Bedeutung von Kryptowährungen zukünftig weiter zunehmen wird – Dennoch werden Bitcoin und Co unser klassisches „Geld“ nicht einfach ablösen können. Ich finde es extrem spannend, die Entwicklung von Kryptowährungen zu verfolgen und ich sehe es als Form der Digitalisierung an, die auch vor unseren Zahlungsmitteln keinen Halt macht – Schauen wir also, wie es mit den Währungen weitergeht und was uns in dieser Hinsicht noch alles erwartet!

 

Johann von Ti
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Johann von Ti

Blogger aus Leidenschaft, seit 2011 aktiv in der Szene unterwegs und immer für gute Games, FIlme und blöde Ideen zu haben. Demnächst nebenher auch noch Student und Jünger von Hopfen und Malz.
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