Metro Exodus – Erste Infos von der E3

Der große Auszug aus der Metro – Was erwartet uns im neuen Metro Spiel?

Ach man, da wollte ich die E3 eigentlich komplett ignorieren, aber ein paar Dinge sind mir dann doch ins Auge gefallen. Daher beende ich meinen privaten Boykott dieser großen PR-Party und werde in den kommenden Tagen über die eine oder andere Ankündigung berichten. Aber nun genug, kommen wir zum ersten Spiel! Es geht dabei um den kommenden Metro Ableger, welcher mit dem Titel „Metro Exodus“ einen Auszug aus der Metro in die Weiten des postapokalyptischen Russlands verspricht. Dabei hat man sich, wie schon im November 2016 angekündigt, an der Romanvorlage Metro 2035 orientiert. In Metro 2035 drohen die ideologischen Konflikte in der Metro zu eskalieren und zwingen die Bewohner letztlich an die Oberfläche zu fliehen, um dem Wahnsinn in den Tunneln zu entkommen. Genau diesen „Exodus“ bedient der neue Metro Ableger.

Metro Exodus - Die Oberfläche

Dummerweise habe ich es tatsächlich noch nicht geschafft, Metro 2035 zu lesen, weshalb ich jetzt auch nicht wirklich zur Handlung spekulieren kann und auf die Floskeln der PR zurückgreifen muss. Nun gut; Metro Exodus soll uns auf eine „epische Reise“ durch das postapokalyptische Russland schicken, wobei ein Fokus auf den Jahreszyklus gelegt werden soll – Frühling, Sommer, Herbst und letztlich die Tiefen des nuklearen Winters sollen von Exodus umspannt werden. Dabei müssen wir natürlich die mittlerweile enorm gefährliche, russische Wildnis durchstreifen, wobei man auf „riesige“ und vor allem „nicht-lineare“ Level setzt. Durchaus interessant, immerhin wäre dies durchaus ein Wandel, hatte man in der Metro Reihe bisher zwar durchaus kleinere, etwas offenere Passagen an der Oberfläche, aber war insgesamt alles andere als „non-linear“ unterwegs. Leider hat man davon im E3-Trailer noch nicht so viel gesehen, wobei man durchaus bildgewaltig den „Schritt“ an die Oberfläche präsentiert. Einem Trailer entsprechend ist das gezeigte „Gameplay“ natürlich maßlos konstruiert und wirkt auf mich tatsächlich wenig beeindruckend, ja sogar ernüchternd.

Metro Exodus soll variationsreiches Gameplay bieten, bei welchem Kampf- und Schleichpassagen mit Survival- und Horror-Elementen verknüpft werden. Tatsächlich haben 4A Games durchaus Erfahrung mit dieser Mischung von Gameplay Elementen, was sie in den letzten beiden Metro Ablegern bewiesen haben. Auch das „neue“ Setting der russischen Wildnis sollte 4A Games nicht völlig fremd, immerhin hat man einige ehemalige Entwickler der S.T.A.L.K.E.R.-Reihe im Boot, was Metro Exodus sehr gut tun dürfte. Die Handlung von Metro Exodus ist von den Geschichten Dimitry Glukhovsky’s inspiriert und führt die Abenteuer von Artjom weiter. Demnach wird also nicht die Handlung des Buches nacherzählt, sondern eine eigene, davon inspirierte Story gesponnen. Wie genau diese aussehen wird, muss sich noch zeigen. Ich hoffe allerdings, dass man sich, anders als bei Metro Last Light, mehr an der Romanvorlage orientiert und mehr Handlung auf den Tisch packt, als uns „blinde“ Action um die Ohren zu hauen. Aber der E3 Trailer spricht eine andere Sprache, wobei man hier (wie bei jedem Promo Trailer) bedenken muss, dass solch ein Trailer meist wenig mit dem eigentlichen Gameplay am Hut hat, sondern einfach „beeindruckende“ und gewaltige Bilder schaffen will – Und das hat man sicherlich auch geschafft, wobei mich so was schon seit Jahren nicht mehr beeindrucken kann. Besonders, weil Metro Exodus stellenweise zu sehr nach einem „ganz normalen“ Shooter aussieht, wie wir ihn schon hundertfach in der Steam Bibliothek lagern haben.

Metro Exodus - Flucht aus der Metro

Aber üben wir uns in Geduld und warten ab. Metro Exodus wird 2018 für PC, PlayStation 4 und Xbox One erscheinen, ein genaues Release wurde entsprechend noch nicht genannt. Ich bin zwar wenig vom Trailer selbst überzeugt, auf der anderen Seite weiß ich, dass 4A Games durchaus in der Lage sind, einen guten Shooter zu entwickeln, besonders ein gutes Metro. Ich werde mir die Tage einfach mal Metro 2035 zu Gemüte führen und erneut in die Welt von Glukhovsky eintauchen.

Johann von Ti
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Johann von Ti

Blogger aus Leidenschaft, seit 2011 aktiv in der Szene unterwegs und immer für gute Games, FIlme und blöde Ideen zu haben. Demnächst nebenher auch noch Student und Jünger von Hopfen und Malz.
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  • Der Omnipoet

    Junge Junge Junge Junge… Die Screens sehen ja spitze aus und dann auch noch Open World, heiliger Moneyboy. Ich hab es irgendwie im Urin das des ein ähnlicher Kracher wird wie The Witcher 3. Ich müsste Metro 2033 dreimal und Metro Last Night zweimal durchgespielt haben, und zwar die Classic Versionen, nicht die Redux, wobei ich mir die auch mal gönnen wollte. Ich bin großer Fan dieser Spielreihe, bin grad Geil wie Harri auf diesen Titel.

    So langsam aber sicher wird die Russische Spieleindustrie wirklich sehr Potent, mir gefällt das, die stecken nämlich noch richtig Herzblut in ihre Projekte.
    Hab vor zwei Wochen erst StalkerSOC wieder durchgesuchtet.

    • Ja es sieht tatsächlich gut aus und das mit der Open World könnte, richtig umgesetzt, grandios werden.

      Metro 2033 habe ich bestimmt 4-5x durchgespielt und bin aktuell dabei, noch mal bei der Redux Version nachzulegen. Last Light fand ich damals zum Release großartig, aber für mich hat man da viel Potenzial links liegen lassen, was die Atmosphäre angeht und hat dafür fett Action verbaut. Dieser Umstand hat den Wiederspielwert für mich doch deutlich getrübt. Habe ich dann auch nur 3x durchgespielt und mir nicht mal die Redux Version geholt.

      Bin aber trotzdem großer Fan und begeistert, dass es weitergeht. Schöne Reihe, die durchaus mehr Beachtung verdient hätte.

      Wobei 4A Games ein ukrainisches Studio ist und deren Tradition ja mit der STALKER Reihe gar nicht mal so jung ist, aber es stimmt schon, wirklich groß sind die Studios im Osten nie geworden. Aber Polen hat es gut vorgemacht und langsam schaffen es auch die Ukrainer. Herzblut ist ein tolles Stichwort – Man merkt eben wirklich, wenn ein Entwickler leidenschaftlich ein Spielt erstellt oder ob zig Studios Jahr für Jahr für große Publisher Spiele am Fließband zusammenbauen.

      Das Du vor kurzem StalkerSOC gezockt hast, ist lustig, weil ich aktuell auch mal wieder dabei bin, diese Perle zu spielen (Jahre her, seit ich zuletzt gezockt hatte) und verdammt; Man merkt tatsächlich, dass hier zum Teil die gleichen Leute dran saßen, wie an der Metro Reihe. Besonders die unterirdischen Passagen wirken, als hätte man sie direkt für Metro gemacht. Auch mit dem radioaktiven, grünen Zeug am Boden. Das ist mir wirklich enorm aufgefallen. Auch vieler der Mutanten erinnern mich an das Viehzeug aus Metro.

      • Der Omnipoet

        Zugegeben, mit „Russische Spieleindustrie“ hab ich tatsächlich einfach alle im Osten zusammengefasst, du hast natürlich recht mit deiner genaueren Benennung der Länder.

        Sitze grad an Clear Sky, aber das bedeutet bei mir nicht viel, hab da aktuell n Savegame, aber ich spiele vieles immer so wie ich Lust habe, aktuell AKTIV spiele ich Black Mesa durch. *läuft grade im Hintergrund*

        Ich hab für TW3 eineinhalb Jahre gebraucht, um es endlich samt DLC’s durchgespielt zu haben und das Ende von Blood and Wine war der HAMMER! bekomme gerade Gänsehaut wenn ich nur dran denke, junge junge. das wurde mit Purer liebe developed.