Minecraft – Ist der Traum geträumt?

Mir hängen die Klötze zum Halse raus…

Der Indie Hit schlichtweg, ein Open-World-Spiel mal anders, Lego nur besser… ach was waren das für Zeiten. Damals war alles besser, zumindest war das bei Minecraft so. Zumindest für mich ist der Klötzchen Zauber verflogen und ich erinnere mich lieber an die Anfänge. Doch wie konnte es so weit kommen? 

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Nun, dazu müssen wir natürlich zurück zu den Anfängen, als Minecraft noch in der Beta war und sich ständig weiterentwickelte. Damals machte ich wie so viele andere auch meine ersten Schritte in der Pixel-Welt, die noch für einige Zeit meine zweite Heimat werden sollte. Anfangs war ich gebannt vom Spiel, alles ließ sich abbauen und wieder aufbauen, man konnte die Welt verändern. Dann kamen immer mehr Änderungen, und ide waren super! Neue Biome, ein Essens-System, neue Rohstoffe, neue Tiere und vieles mehr. Jeder neue Inhalt machte Lust auf mehr und gab Motivation immer wieder neu anzufangen. Irgendwann kam dann endlich das, was ich seit Anfang an vermisst hatte, NPCs. Und die waren am Anfang echt cool, immerhin hatten die Dörfer. Aber das mit den Dörfern wares schon, sonst waren die schweigsamen Kerle nämlich nur damit beschäftigt, sich mehr schlecht als recht in ihren Dörfern zu bewegen. Und schnell ignorierte man die dummen Klötze und plünderte einfach nur Ihre Behausungen. Doch auch mit kommenden Updates wurde an dieser Front nichts getan, der Höhepunkt war ein sehr simples Handels-System, welches Spielern erlaubt bestimmte Rohstoffe in einem festgelegten Wechselkurs zu tauschen, achja, irgendwann konnten sie selbst Ihre Türen öffnen und schließen…

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Und hier lag für mich ein großer Knackpunkt in Minecraft, ab dieser Stelle begann für mich eine Entwicklung in die falsche Richtung. Statt das Spiel in seinen Grundzügen weiter zu entwickeln, wurde der Fokus auf die Implementierung des Games auf anderen Plattformen. Dem PC folgten Xbox 360, iOS, Android, PalyStation 3 und den Raspberry Pi. Doch was kam dann? Minecraft hatte seine Beta abgeschlossen und war veröffentlicht, Updates folgten zwar weiterhin, doch wie schon erwähnt, Innovation und Erweiterung des Gegebenen blieben aus. Eines Tages verflog dann auch der letzte Zauber, die vielen neuen Änderungen konnten mich nicht mehr motivieren, sie waren einfach zu klein und Spieltechnisch unwichtig, als dass es wirklich Spaß gemacht hätte. Natürlich gab es auch immer wieder Dinge, die wirklich interessant waren, ich verweise hier auf die Ruinen und Tempel/Burgen, doch auch diese wurden einfach nicht in dem Maße weiterentwickelt, wie es gut gewesen wäre. Hier lasse ich natürlich die Zahllosen Mods der Community aus, jedoch hat auch an dieser Stelle nichts mein Interesse und Feuer neu entfachen können.

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So denke ich lieber an die Zeit, als ich noch dem Hype verfallen war und mich jedes Update erneut Zwang, eine neue Runde zu starten. Vielleicht kommt ja noch die große Überraschung, und Minecraft wird wieder interessanter für mich, aber im Moment ist der Traum geträumt.

Johann von Ti
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Johann von Ti

Blogger aus Leidenschaft, seit 2011 aktiv in der Szene unterwegs und immer für gute Games, FIlme und blöde Ideen zu haben. Demnächst nebenher auch noch Student und Jünger von Hopfen und Malz.
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