Mobile Gaming wird immer wichtiger

Ein Smartphone, welches auf einem Tisch auf einem kleinen Ständer steht. Neben dem Smartphone liegen kleiner Controller und Kopfhörer. Auf dem Smartphone ist die Minecraft Poket-Version zu sehen.

Ich bin immer wieder erstaunt, wie schnell sich die Mobile-Gaming-Landschaft wandelt. Während große Sprünge auf PC und Konsolen heutzutage eher ausbleiben, kann quasi monatlich beobachtet werden, wie Gaming auf dem Smartphone mehr und mehr an Bedeutung gewinnt. Während ich vor wenigen Jahren eher skeptisch auf diese Entwicklungen blickte, muss man ihnen heute unweigerlich Beachtung schenken – denn bereits 2017 war das Smartphone in Deutschland erstmals die meist genutzte Spiele-Plattform und überholte PC und Konsolen.

Der multimediale Alleskönner – Ein Smartphone hat fast jeder

In Ordnung: Das ist nüchtern betrachtet auch nicht wirklich überraschend. Denn wir müssen uns hier immer der Tatsache bewusst sein, dass das Smartphone ein wahrer Sonderfall ist, wenn wir Spieleplattformen betrachten. Schon der Vergleich von Konsolen und PCs ist nur schwer möglich, doch beim Smartphone wird es abenteuerlich. Smartphones sind eben, und das schreibe ich nicht zum ersten mal, multimediale Alleskönner. Die kleinen Hochleistungscomputer in unseren Hosentaschen sind längst feste Bestandteile im Alltag der meisten Menschen in Deutschland (und der Welt). Über das Smartphone können wir kommunizieren, jegliche Informationen einholen, Videos sowie Fotos machen und bearbeiten, Musik hören, Webvideos, Filme und Serien schauen, unsere Woche planen und für eigentlich jedes Anliegen und Problem eine Auswahl von Apps finden. Ach ja, und spielen kann man mit den Geräten auch noch!

Damit hat das Smartphone den PC an alltäglichen Nutzungsmöglichkeiten überholt, da wir es durch den fast uneingeschränkten Mobilitätsfaktor eben auch überall nutzen können. Da fast jeder ein Smartphone besitzt, verfügt generell ein Großteil der Bevölkerung bereits über die „Plattform“, auch ohne jegliche Intention, darauf Spiele zu spielen. Und wenn man schon ein Smartphone hat, ist der Weg auch darauf zu spielen sehr kurz. Das merkte ich spätestens dann, als meine Mutter mir erzählte, dass sie jetzt immer Abends an ihrem Smartphone ein paar Runden spielen würde – „entspannend“ sei das. Ihren Highscore werde ich währenddessen wohl niemals schlagen. Schon interessant, wie sich Dinge so entwickeln. Und hier muss man dann eben festhalten: Es ist alles andere als überraschend, dass das Smartphone die meist genutzte Spieleplattform geworden ist – tatsächlich war das wohl nur eine Frage der Zeit. Ich selbst habe schon vor dem Smartphone-Zeitalter am Handy gespielt – Space Impact auf einem alten NOKIA war der Hit auf langen Autofahrten. Über einen leeren Akku musste man sich dabei natürlich auch keinerlei Gedanken machen. Doch hätte ich mir damals nicht erträumen lassen, was die Zukunft noch bringen und wie groß der Einfluss von Handys für die Gaming-Welt werden würde.

Es ist eine Collage von vier Screenshots zu sehen, welche das klassische Handy-Spiel Space Impact zeigen. Dabei ist immer ein aus wenigen Pixeln bestehendes Raumschiff zu sehen, welches gegen Aliens kämpft.

In dem „uralt“ Handy Spiel „Space Impact“ steuern wir ein pixeliges Raumschiff, welches gegen ebenso pixelige Aliens kämpfen muss. Dabei mussten Level überwunden werden, an deren Ende besondere Boss-Gegner lauerten. Für mich eine der ersten Mobile Gaming Erfahrungen, damals auf dem Handy meiner Mutter.

Smartphones sind immer leistungsstärker und zugleich preiswerter

Doch nicht nur in Sachen Quantität erfährt das mobile Spielen einen beständigen Aufschwung – auch die technischen Möglichkeiten steigen kontinuierlich. Längst sind es nicht mehr einfache Minispiele, welche auf den Smartphones begeistern – mit mobilen Versionen von Minecraft, PUBG, Fortnite, The Elder Scrolls oder Call of Duty wird klar, dass Gaming auf dem Smartphone längst angekommen ist. Was in großen Teilen Asiens schon deutlich länger fest etabliert ist, hat nun auch Europa erreicht.

Und das hat seine Gründe: Denn während vor einigen Jahren Spiele auf dem Smartphone allein aus technischer Sicht noch stark beschnitten waren, wird das mit jeder neuen Smartphone-Generation besser. Stärkere Prozessoren, mehr integrierter Speicher, hochmoderne Displays und größere Arbeitsspeicher bilden seit Jahren ein immer stärkeres Technik-Fundament, auf dem sich wunderbar zocken lässt.

Zudem muss man für ein leistungsstarkes Smartphone längst keine Unsummen mehr ausgeben – natürlich verfügen die großen Flaggschiff-Modelle der Spitzenklasse-Anbieter (Apple und Samsung) über so potente Hardware, dass aktuelle Top-Titel wie Call of Duty: Mobile oder The Elder Scrolls: Blades mühelos laufen – doch genau das schaffen eben auch die Mittelklasse-Modelle. Viele dieser Mittelklasse-Geräte, besonders Modelle aus China, verfügen über ein erstaunliches Preis-Leistungs-Verhältnis und machen das Gaming auf dem Smartphone immer interessanter und zugänglicher. Zugleich treten seit einigen Jahren erste Anbieter auf den Markt, die gezielt den Mobile-Gaming-Sektor anpeilen – hier seien ASUS mit der ROG Phone Reihe, aber auch der Vorstoß von Razer mit den Razer Phones genannt. Auch wenn diese Geräte aktuell noch eine kleine Nische bedienen, wird die Bedeutung von Gaming-Smartphones in Zukunft weiter steigen – davon gehe ich aus.

Wir sehen ein Smartphone, welches von zwei Händen gehalten wird. Auf dem Smartphone wird gerade die Mobile-Version von PUBG gespielt.

Mit PUBG und Fortnite haben sich komplexe Battle Royale Shooter auf dem Smartphone etabliert – beide Titel schafften es mit ihrem Free-to-Play-Ansatz in kurzer Zeit große Umsätze zu erzielen. Für mich immer wieder erstaunlich, wie 3D-Shooter auf so kleinen Geräten gezockt werden können – doch der Erfolg bei den jungen Spielern ist unverkennbar.

Die stärkere Hardware schafft so auch die Grundlage für ganz neue Gameplay-Konzepte: Mit Pokémon GO gelang einem Spiel mit Augmented Reality als Kernelement der weltweite Durchbruch – plötzlich war es normal, die echte Welt mit virtuellen Inhalten zu erweitern und aus dem Spaziergang im Park wurde eine abenteuerliche Jagd nach neuen Pokémon. Für mich sind Augmented Reality Spiele das Aushängeschild für die Innovation im Mobile-Gaming-Sektor. So ist die Idee der „Erweiterten Realität“ gar nicht so neu; doch erst die Verflechtung mit einem Smartphone-Game hat der Technologie einen wahren Popularitätsschub gebracht.

Wer wiederum auf die großen AAA-Titel im Mobile-Sektor verzichten kann und eher klassische Mobile-Titel wie Candy Crush oder eben Anbieter wie casino.com mit ihrer vielfältigen Auswahl nutzen will, muss nicht mal Mittelklasse-Modelle anpeilen. Selbst günstige Smartphones sind heute technisch noch so gut aufgestellt, dass die meisten populären Inhalte der App- und Play-Stores genutzt werden können.

Mobile Gaming nimmt seinen Platz ein

Doch klar ist eben auch: Das Smartphone wird für das „Core-Gaming“ immer interessanter und eben auch wichtiger. Die junge Zielgruppe kann über Mobile-Gaming gut erreicht werden und auch die dabei erzielten Umsätze sind sehr attraktiv. Die Mobile-Version von Fortnite konnte bereits im ersten Monat nach Release Millionen-Umsätze erzielen – es ist also klar, dass für echtes Smartphone-Gaming bereits ein breiter und zahlungskräftiger Markt existiert.

Wie man es also dreht und wendet: Das Smartphone hat einen festen Platz in der Videospiel-Branche und wird zukünftig weiter an Bedeutung gewinnen. Neue Technologien, bessere Hardware und innovative Ideen sorgen schon jetzt für die Entwicklung und werden es auch weiterhin tun. Mobile-Gaming nimmt seinen Platz zwischen Konsolen und dem PC: Statt zu verdrängen, nimmt das Smartphone seinen Platz neben den etablierten Plattformen ein. Es wird nun spannend, wohin die Reise geht – was werden Mobile-Gaming, Augmented Reality, Virtual Reality und Cross-Platform-Play für Veränderungen auslösen? Wie groß wird der Einfluss von Mobile-Games auf die klassischen Plattformen? Wird es Symbiosen geben?

Wir sehen zwei Werbekacheln für die Mobile-Version vom Fortnite. Spielern wird hier ein so genannter „Battle-Pass“ angeboten.

Fortnite setzt vor allem auf Mikrotransaktionen – und das mit Erfolg. Spieler können für V-Bucks, eine kaufbare Ingame-Währung, zusätzliche Inhalte erstehen. Sowohl die PC und Konsolen, auch die Mobile-Version setzen auf diese Mechaniken. (Screenshot)

Spannende Fragen, die uns die nächsten Jahre definitiv begleiten werden. Auch wenn ich persönlich meinen PC niemals gegen das Zocken auf dem Smartphone tauschen würde, so bin ich doch gespannt, was in ein paar Jahren in diesem Sektor alles möglich sein wird. Wir können definitiv gespannt sein – denn Mobile-Gaming wird immer wichtiger!

Wie sieht es bei Dir aus: Zockst Du auf Deinem Smartphone? Oder hast Du eine ganz andere Meinung zum Thema Mobile-Gaming? Schreib gerne einen Kommentar!

Johann von Ti
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