Overwatch – Lootboxen Inhalt und Preise bekannt

So sieht das Mikrotransaktionssystem im neuen Blizzard Titel aus!

In einem Buy-to-play Spiel sind Mikrotransaktionen eigentlich eher ungern gesehen, so missfällt es mir auch wenig, dass man in Overwatch darauf zurückgreift. Denn immerhin muss man mindestens 40 Euro (60 Euro für die Origins Edition) für Overwatch hinlegen, da könnte man auch ein Spiel erwarten, bei dem man dann kein Geld mehr investieren muss. Doch genau darum geht es: So wie Blizzard es momentan darstellt, sind die Mikrotransaktionen kein Muss, sondern sind rein optional und haben keinen direkten Einfluss auf das eigentliche Spiel, sodass kein Pay to Win aufkommen kann. In den „Lootboxen“ sollen nämlich lediglich kosmetische Güter wie markante Sprüche für die Spielfiguren, spezielle Skins und Animationen oder Spraylogos. Waffen, bessere Fähigkeiten oder andere Vorteile sollen eben nicht käuflich sein, was das Prinzip des Balancing des Spiels aushebeln würde.

Overwatch - Helden

Eines kann man Blizzard aber tatsächlich nicht vorwerfen; Balance in den eigenen Titeln ist recht wichtig und auch Titel mit Mikrotransaktionen wie World of Warcraft oder eben Hearthstone funktionieren auch mit käuflichen Gegenständen ganz gut, ohne dass man sich wirklich ärgern muss. Man könnte von einem guten Mittelweg sprechen. Doch was soll der Spaß denn in Overwatch kosten?

Das kostet der Spaß

Wie schon erwähnt, geht es um Lootboxen, die bestimmte Gegenstände oder Ingame Credits enthalten. Wie in anderen Spielen dieser Art werden die Gegenstände in bestimmte Klassen unterteilt – Gewöhnlich, selten, episch und legendär. Mit Glück erhalten wir also tollen Kram, mit Pech nicht viel mehr als „Müll“. Jede Box enthält 4 Gegenstände, finden wir einen Gegenstand zwei mal oder haben ihn bereits, erhalten wir Credits und können uns mit diesen selbst Gegenstände kaufen. Wichtig ist tatsächlich, dass der Fokus auf der Individualisierung des eigenen Charakters liegt, nicht in der Möglichkeit besser oder stärker zu werden. Kommen wir zu den Preisen:

  • 2 Lootboxen – 1,99 Euro
  • 5 Lootboxen – 4,99 Euro
  • 11 Lootboxen – 9,99 Euro
  • 24 Lootboxen – 19,99 Euro
  • 50 Lootboxen – 39,99 Euro

Ich finde den Preis für 2 Boxen schon happig, immerhin handelt es sich nur um Kosmetik für den Charakter. Zudem schreckt es mich ein wenig ab, dass direkt so große Pakete angeboten werden – Wenn es sich lohnt, 50 Boxen zu kaufen (man „spart“ den Preis von 10 Kisten), dann scheint man sehr viel sammeln zu können, was es schwer machen wird an das zu kommen, was man eigentlich will. Auf der anderen Seite – Wer so viel Geld für Skins und Co. raushaut, ist selber schuld und kann es sich halt leisten.

Boxen auch ohne Geld erhalten

Viel besser klingt es da schon, dass man auch ohne Geldeinsatz an die Kosten kommt. So erhält man bei Level-Ups immer mal wieder ein paar der Boxen, auch ohne dafür zu zahlen. Damit kann man theoretisch auch ohne zusätzliche Investitionen alle Inhalte des Spiels genießen. Die Frage wird sein, wie lange man Leveln kann und in welchem Rhythmus man mit den Kisten belohnt wird. Stimmt das System, könnte so eine zusätzlicher Anreiz geschaffen werden, gut zu punkten, wobei das Gameplay als solches schon so verdammt spaßig ist.

Damit scheint Overwatch zwar nicht alles perfekt zu machen, denn ich könnte auf die kaufbaren Kisten gut verzichten, aber so lange sie sich daran halten, keine spielerischen Vorteile zu verkaufen, soll es mir recht sein. Auch empfinde ich ein solches System angenehmer, als Monatliche DLCs, die dann verkauft werden. Sollten die Boxen also neue Helden, Maps und Modi finanzieren, gefällt es mir am Ende ganz gut, dass es so abläuft. Ich werde zumindest nie eine solche kaufen und so lange mich das nicht benachteiligt, ist alles gut.

Johann von Ti
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Johann von Ti

Blogger aus Leidenschaft, seit 2011 aktiv in der Szene unterwegs und immer für gute Games, FIlme und blöde Ideen zu haben. Demnächst nebenher auch noch Student und Jünger von Hopfen und Malz.
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