RPGs mit Koop – Ausgestorben?

Warum kann man Gothic nicht mit nem Kumpel zocken?

Warum eigentlich nicht? Ein schmackhaftes Rollenspiel mit spannender Story, tiefen Gameplay und einer großartigen Welt zusammen mit einem Kumpel zocken. Doch genau eine Sache macht diese Vorstellung zunichte, Titel. Während man früher mit Spielen wie Neverwinter Nights 1 und 2 oder Sacred 2 noch eine gewisse Auswahl hatte, sind heute kooperative Spiele allgemein rar, sucht man jedoch ein Rollenspiel, wird es wirklich eng.

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WOW und Co. als Ersatz?

MMORPGs als Alternative? Nun, hier muss gesagt werden, dass ein übliches Online Rollenspiel nicht mit einem normalen RPG zu vergleichen ist, sowohl die Welten als auch das Gameplay unterscheiden sich maßgeblich, so ist es schon ein Unterschied ob ich Himmelsrand in Skyrim durchwandere oder doch in Herr der Ringe Online das Tänzelnde Pony aufsuche. Während ich beim MMORPG das wirkliche Rollenspiel mit Freunden verbinde, in welchem man ab und zu Questen geht, aber insgesamt eher die Welt erkunden und gemeinsam Spaß mit den anderen Spielern hat (ich erwähne an dieser Stelle nur einen Zwerg, der mit der Unterstützung eines Menschen krampfhaft versucht, bei den Elben-Frauen im Pony zu landen). In einem Spiel wie Skyrim will ich zum einem der Hauptquest folgen und mich von der Geschichte aufsaugen lassen, zum anderen will ich auch die Welt erkunden und sie durch meine Taten verändern. Doch warum das nicht mit einem oder mehreren Freunden?

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 Wo liegen die Gründe?

Hier kann man anbringen, dass so ein Rollenspiel recht komplex aufgebaut ist und es nicht so einfach ist, einen zweiten Spieler darin einzubinden. Wie synchronisiert man die Quests im Game, wenn diese nur für einen Spieler vorgesehen sind, wie vermeidet man Story-Bugs, wenn plötzlich zwei Spieler die Welt unsicher machen und wie teilt man die Belohnungen wie Erfahrungspunkte auf? Wie passt man die Schwierigkeit an und und und. Dass wir es hier mit lösbaren Aufgaben zu tun haben, sollte klar sein, jedoch muss es sich für den Entwickler am Ende auch lohnen, und hier könnte es schon schwerer werden. Ist der Markt für ein reines kooperatives Rollenspiel groß genug oder lohnen sich die Kosten für die zusätzliche Erstellung für einen solchen Modus?

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Gute Ansätze und gute Beispiele

Das einige Titel versuchen auch einen Mehrspieler-Aspekt in sich unter zu bringen ist zwar lobenswert, kann jedoch oft nicht überzeugen. Hier verweise ich Beispielweise auf Two Worlds II, hier gibt es die Möglichkeit gewissen Instanzen mit Spieler zu absolvieren, weitere Modi bringen zwar gewissen Spielspaß, doch bieten uns eben nicht das Hauptspiel im kooperativen Modus. Besser macht es da schon Fable III, mit einem Freund können wir die Revolution ausrufen und sogar Heiraten und Kinder kriegen, gemeinsam echt spaßig und ein Beispiel dafür, dass es eben doch geht. Auch Borderlands kann hier voll glänzen und kombiniert eine tolle Welt, die Sammelwut eines Diablos und spaßige Kooperation mit Langzeitmotivation.

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Fazit

Doch mehr Titel wären mir hier natürlich lieber, vielleicht könnte man das Problem auch lösen, wenn die Entwickler eine Grundlage für die kooperatives Spielen mitliefern würden, so könnte die Modder-Szene vielleicht den Bedarf decken. Oder liege ich mit meiner Annahme am Ende völlig falsch und ich übersehe einfach die ganzen Rollenspiele mit Koop? Habt Ihr noch was, dann lasst es mich wissen. 😉


Ich weise anbei nochmal darauf hin, dass ich hier nur von Rollenspielen ala Skyrim, Gotihc oder Neverwinter Nights rede.

Johann von Ti
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Johann von Ti

Blogger aus Leidenschaft, seit 2011 aktiv in der Szene unterwegs und immer für gute Games, FIlme und blöde Ideen zu haben. Demnächst nebenher auch noch Student und Jünger von Hopfen und Malz.
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