Smartphone gestohlen

Wenn es Dir auf der Seele brennt, schreib es nieder.

Oh man, kein feierlicher Anlass, um den Blog nach so vielen Tagen wieder Leben einzuhauchen, aber das muss jetzt irgendwie auch mal raus. Wisst Ihr; Man sagt immer, dass wir alle zu viel am Smartphone hängen und sich schon gewisse Abhängigkeiten etablieren – Wie ausgeprägt solche Abhängigkeiten sind, wird deutlich, wenn man sein Smartphone verliert… oder wie bei mir, es gestohlen wird.

Für viele sicherlich eines DER Horror-Szenarien – Der Diebstahl des Smartphones ist in vielerlei Hinsicht eine ganz miese Situation, welche erst mal verarbeitet werden muss. Nach einem netten Film-Abend und eine Kneipentour, die ich wohl so nicht noch mal wiederholen werde, wurde ich auf dem Heimweg blöde angerempelt – Und ja, so klischeehaft das jetzt klingen mag – Da hat der Dieb zugeschlagen, oder eher zugegriffen und sich mein Smartphone aus meiner Manteltasche gefischt. Tatsächlich bemerkte ich recht schnell den Verlust meines Handys, aber da war es natürlich zu spät und darauf begannen die Probleme.

Auf so einem Smartphone haben wir in der Regel ein ganzes Arsenal an Apps und Daten, die uns im Alltag gute Dienste leisten. Der Verlust dieser Daten wiegt schwer; Natürlich sollte man keine extrem empfindlichen Inhalte auf dem Smartphone „lagern“, aber letztlich kann man kaum darauf verzichten – Zugänge zu diversen Social Media Accounts, bei einigen sicherlich Online-Banking Funktionen, solche Geschichte. Auf der anderen Seite verliert man Bilder und damit verbundene Erinnerungen. Das ist natürlich für sich genommen keine so große Sache, aber mir tat es schon ziemlich weh, diese Inhalte als für immer verloren zu erachten. Letztlich ist ein gestohlenes Smartphone ein Kostenfaktor, der bei mir besonders schwer wiegt – Ich hatte ein sehr neues, hochpreisiges Gerät – Die Neuanschaffung verschlingt entsprechend eine nette Summe, während der Verlust verdammt schmerzt.

Doch zunächst müssen empfindliche Zugänge zu Social-Media, E-Mail und andere Konten schnellstmöglich vom Gerät getrennt und Passwörter geändert werden. Hat man einen Eingabe-Code auf dem Smartphone, wird der Dieb zwar kaum darauf zugreifen, aber letztlich kann man sich nie sicher sein und wer will schon gekaperte Konten? Zudem sollte man auch die SIM-Karte schnell sperren – Damit verhindert man möglichen Missbrauch und vermeidet böse Überraschungen auf der nächsten Handy-Rechnung. Also habe ich mein gestohlenes Smartphone von diversen Konten getrennt, sodass man sich hier erneut anmelden müsste. Im nächsten Schritt habe ich alle Passwörter geändert, sodass auch hier Probleme möglichst klein gehalten werden. Letztlich sperrte ich über meinen Netzanbieter die SIM. Man ärgert sich fürchterlich, während man immer mehr realisiert, wie blöd so eine Sache ist.

Auch emotional ist so ein Diebstahl eins Smartphones, auf dem man, wie schon gesagt, oft persönlichste Informationen lagert, keine einfache Angelegenheit. Ich neige leider dazu, mich in solche Sachen hineinzusteigern, aber man hat das Gefühl, dass der Dieb nicht nur ein Gerät entwendet hat, sondern privateste Informationen aus dem eigenen Leben. Dass das den Dieb tatsächlich kaum interessiert, sollte man sich aber auch bewusst machen. Natürlich ist es von enormer Bedeutung seine Passwörter zu ändern und für entsprechende Sicherheit zu sorgen, aber schnell wird ein Dieb wohl alles vom Gerät löschen, um es dann verkaufen zu können. Für den Dieb ist es nämlich das Gerät, welches von Interesse ist, nicht unsere Urlaubsfotos und tausende Memes, die auf dem Handy lagern.

Und während man noch fieberhaft damit zu tun hat, Passwörter zu ändern und Sperren zu verteilen, bemerkt man, wie wichtig Smartphones in unserer heutigen Kommunikation wirklich sind – Wie erreiche ich jetzt schnell Freunde und Familie? Kontaktdaten, aber letztlich auch die meisten Kontaktwege, verlaufen bei mir über das Smartphone. Im Freundeskreis hat kaum jemand einen Festnetzanschluss und Handynummern hat man meist auch nicht mehr analog hinterlegt (zumindest geht es mir so), sodass zum Teil improvisiert werden muss. Über mein altes, schon etwas gebrechliches Smartphone, was ich noch in einer Schublade rumliegen hatte, hatte ich aber eine gute Übergangslösung – Der alte WhatsApp Account war noch vorhanden, sodass ich darüber die meisten Freunde über die Situation informieren konnte.

Kommen wir aber an dieser Stelle zunächst zu einem Ende; Letztlich ist der Verlust eines Smartphones, ob nun durch Diebeshand oder einem technischen Defekt, kein Weltuntergang. Ich werde meine Lehren daraus ziehen und versuchen, nicht noch mal so angreifbar für Taschendiebstahl zu sein – Heißt; Das Smartphone kommt in eine innere Manteltasche und wird auf Kneipentouren nicht mehr mitgeführt – Achja, und trinken werde ich in Zukunft auch weniger. Damit wünsche ich Euch einen besseren Start in die Woche und mit Ausblick auf Weihnachten auch ein schöne und vor allem entspannte Zeit mit Euren Liebsten – Ich freue mich zumindest enorm, in ein paar Tagen in die Heimat zu „pilgern“ und mich von dem ganzen Trubel um gestohlene Smartphones zu erholen.

Johann von Ti
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Johann von Ti

Blogger aus Leidenschaft, seit 2011 aktiv in der Szene unterwegs und immer für gute Games, FIlme und blöde Ideen zu haben. Nebenher auch noch Student und Jünger von Hopfen und Malz.
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