So findet Ihr den richtigen Gaming Monitor für Euch

Es gibt nicht DEN Gaming-Monitor, doch wenn man weiß, was man will, wird man schnell fündig!

Monitore sind unsere Fenster in digitale Welten und deswegen auch für Gamer ganz besonders wichtig. Diese Erfahrung macht man spätestens dann, wenn man von seinem alten Monitor auf einen neuen umsteigt und sich einem plötzlich eine ganz neue visuelle Erfahrung offenbart. Doch damit man am Ende auch wirklich begeistert von seinem neuen Monitor sein kann, sollte man vor dem Kauf ein paar Punkte beachten, sonst ärgert man sich am Ende, doch nicht mit dem gebotenen Produkt zufrieden zu sein. Doch auf was muss man als Gamer achten, wenn man den Dschungel von angebotenen Modellen durchstreift?

Zunächst muss man, wie immer wenn es um technische Komponenten geht, darauf hinweisen: Nein, es gibt nicht die EINE Antwort oder DAS perfekte Modell. Die Gründe sind offensichtlich: Zumal hat jeder einen anderen Anspruch an den Monitor und auf der anderen Seite sorgt der technische Fortschritt dafür, dass ein optimales Angebot heute, morgen schon wieder veraltet sein kann. Ganz so schlimm ist es mit dem Alterungsfaktor bei Monitoren natürlich nicht, weshalb der Faktor des Eigenbedarfs in den Vordergrund rückt. Jeder Gamer sollte demnach grob wissen, was er seinem zukünftigen „Liebling“ zumuten will und welche Hardware er ansonsten mit ins Spiel bringt. Dabei ist es schon wichtig, ob ich „nur“ normale Browser-Anwendungen nutzen und mich zum Beispiel in ein ein Online Casino meiner Wahl einloggen will, oder ob ich eher anspruchsvollere Games mit Fokus auf schnelle Action oder atemberaubender Grafik spiele.

Doch wie soll man als Laie wissen, auf was man zu achten hat? Letztlich will man am Ende doch einfach nur Zocken und dabei eben eine möglichst hohe Qualität in der bildlichen Darstellung geboten bekommen. Hier eine grobe Einweisung in die Wahl eines guten Monitors, die Ihr bei Eurer Suche anwenden könnte.

Der Preis

Zunächst einmal hilft es durchaus, wenn man sich im Vorfeld eine preisliche Orientierung schafft. Qualitativ hochwertige Monitore gibt es ab ca. 250-300 Euro, wobei der Preis nach oben theoretisch, wie immer bei technische Geräten, offen ist. Dennoch sollte man viel mehr als 600 Euro auch nicht ausgeben, solange man nicht beruflich Interesse an ganz besonderen Features hat (als Designer im digitalen Bereich oder eSportler). Diese preisliche Eingrenzung ist für sich aber tatsächlich keine große Hilfe, denn als „Gaming Monitor“ ausgezeichnete Geräte bewegen sich hauptsächlich in diesem Sektor. Auf was sollte man also als nächstes achten?

Die Größe

Das erste, was wir bei der Such nach einem Monitor neben dem spezifischen Namen des Geräts wahrnehmen, ist die Größe in Zoll. Hier können wir schon recht gut ein paar Punkte nennen, nach welchen wir die persönliche Auswahl ein wenig differenzierter angehen können. So kann man als Gamer direkt sagen: Mindestens 24 Zoll sollten geboten werden, weniger ist zu klein. Die 24 Zoll sind dabei im durchschnitt die ideale Größe, wenn man an seinem Schreibtisch sitzt und direkt auf den Bildschirm schaut (was bei einem PC am wahrscheinlichsten ist). Die 24 Zoll sind dabei groß genug, um bei einem Spiel keine wichtigen Inhalte zu verbergen und zeitgleich übersichtlich genug, damit wir beim Angezeigten nichts übersehen. Daher sollte der Monitor fürs reguläre PC-Spielen auch nicht viel größer sein. 27 Zoll sind auch recht beliebt und durchaus lohnend, wobei für den größeren Bildschirmen meist auch mehr Geld fließen muss. Bis ca. 29 Zoll machen größere Bildschirme fürs reguläre Zocken noch wirklich Sinn, größer sollte es dann nur werden, wenn man mit einem Controller (Xbox One Controller für Windows oder dem Steam Controller) am PC spielt und dementsprechend auch weiter vom Monitor entfernt sitzt.

Reaktionsgeschwindigkeit

Der nächste Punkt, den man meist als erstes bei einem Monitor hervorgehoben wird, ist die Reaktionsgeschwindigkeit bzw. die Bildaufbauzeit. Die Standards der Reaktionsgeschwindigkeit bei Bildschirmen sind heute aber schon so hoch, dass man hier nur grob darauf achten sollte. Generell gilt natürlich: Je schneller, desto besser. Dabei sollte man beachten, dass nicht mehr als 5 Millisekunden benötigt werden, wobei wohl erst bei über 10 Millisekunden merkliche „Schlieren“ bei Games gezogen werden würde. Ich würde dazu tendieren, auf 1ms oder 2ms Bildaufbauzeiten zurückgreifen, was aber auch die breite Masse an Bildschirmen im Monitor Bereich heute bietet, zumindest wenn wir uns im Gaming Sektor bewegen.

Bildwiederholfrequenz oder auch Hertz-Zahl

Heute sollte ein Monitor mindestens 60 Hertz wiedergeben können, um aktuelle Videospiele überhaupt flüssig wiedergeben zu können. Tatsächlich geht der Trend in Richtung 120 Herz und auch 144 Hertz sind heute keine Seltenheit mehr. Grundlegend kann man sagen, dass eine größere Bildwiederholfrequenz auch flüssigeres Gameplay bieten kann. Nach dem Motto: Je mehr Herz, desto mehr FPS (Frames per second) sind darstellbar (theoretisch kann man also mit 144Hz auch 144FPS erreichen). Dabei ist aber der spürbare Unterschied von 60Hz zu 120Hz (oder mehr) aber von Person zu Person unterschiedlich, weshalb man, wenn möglich, austesten sollte, wie viel Wert man auf eine hohe Hertz-Zahl legt. Klar ist aber: Wer längere Zeit mit einem 120Hz oder 144Hz Monitor gespielt oder gearbeitet hat, will meist nicht mehr auf 60Hz zurück. Ich für meinen Teil konnte in diesem Foren-Thread ein paar gute Antworten zu der Thematik finden, die auch Punkte wie Gsync und Freesync aufgreift, ein Blick lohnt sich in meinen Augen durchaus.

Die Panels – TN oder IPS

Jetzt kommen wir zum wohl wichtigsten Teil eines jeden Monitors: Dem Display. Dabei kommen verschiedene Technologien zum Einsatz, die man grob danach einteilen kann, wie gut die Pixel das Licht regulieren können. Dabei kann man sagen, dass heute besonders IPS (In-Plane Switching) für Gamer interessant ist, weil hier eine hohe Qualität in Sachen „Farbdarstellung“ und „Blickwinkel-Unabhängigkeit“ geboten wird, ohne dabei groß auf Reaktionsgeschwindigkeit verzichten zu müssen. Diese hohe Qualität ist formal natürlich besonders für User interessant, die viel im digitalen Gestaltungsbereich arbeiten, doch auch bei Videospiel- oder Film-Konsum macht sich die Technik positiv bemerkbar. Einziges Manko ist bei diesen Panels der Preis, denn tatsächlich macht sich dieser bei Monitoren mit diesen Displays klar bemerkbar. Das soll aber auf keinen Fall heißen, dass TN Panels (Twisted Nematic) als ältere Technik heute deutlich schlechtere Ergebnisse bieten. Tatsächlich können auch hier optimale Ergebnisse herausgekitzelt werden, die beim Zocken für absoluten Spielspaß sorgen. Dabei kann gesagt werden: Natürlich bietet IPS technisch mehr, doch praktisch wird man so gravierende Unterschiede in Sachen Farbdarstellung nicht spüren. Lediglich die Blickwinkel-Abhängigkeit ist bei bei IPS Panels besser, denn bei diesen ist es egal, von welchem Blickwinkel wir den Bildschirm betrachten, immer wird ein gleich gutes Bild geboten. Bei TN Panels erhält man nur eine optimale Bildqualität, wenn man frontal und zentriert auf den Bildschirm schaut. Da man das aber beim zocken eh macht, sollte das nicht DAS Kriterium sein, auf welches man sich beim kauf versteifen sollte. TN Panels sind heute so gut entwickelt als auch verbreitet, dass man hier für angenehme Preise sehr gut Ergebnisse erhält, weshalb ich in Sachen Preis/Leistung als reiner Gamer zu den preiswerteren TN Panels raten würde. Aber wer Budget hat, kann auch auf technische Stärke setzen, jeder wie er kann und will.

 

Fazit

Damit habe ich hoffentlich eine ganz gute Hilfestellung gegeben, wenn Ihr Euch aufmacht, um den perfekten Monitor für Euch zu finden. Tatsächlich solltet Ihr vor dem Kauf möglichst viele Informations-Quellen zum Monitor einholen und neben Kunden-Bewertungen auch in speziellen Technik-Foren forschen oder sogar selbst einen Thread eröffnen. Dort könnt Ihr als Laie auch immer Eure genauen Wünsche, Preisvorstellungen als auch bestehende Hardware angeben, sodass man Euch individuell beraten kann. Am Ende solltet Ihr bei einem gekauften Monitor nie scheuen, diesen bei diversen negativen Erfahrungen in der Nutzung zurückzuschicken und Euch weiter umzuschauen. Und habt Ihr den perfekten Monitor erst mal gefunden, könnt Ihr Euch an der gesteigerten visuellen Qualität in Sachen Darstellung erfreuen. Und wenn Ihr Euch dann in einem wollt oder eben doch einen schnellen Shooter startet – Eure Augen sollten vom Ergebnis geschmeichelt sein!

 

Johann von Ti
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Johann von Ti

Blogger aus Leidenschaft, seit 2011 aktiv in der Szene unterwegs und immer für gute Games, FIlme und blöde Ideen zu haben. Nebenher auch noch Student und Jünger von Hopfen und Malz.
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