Survival – Immer das gleiche

Bestehende Titel sind alle irgendwie gleich und neue Projekte entpuppen sich meist nur als miese Klone – Ich will endlich mehr!

Der Kampf ums nackte Überleben verkauft sich hervorragen und scheint unzähligen Entwicklern die Taschen zu füllen. Ob wir nun in DayZ oder 7 Days to Die gegen Zombies kämpfen oder uns in Rust von Wölfen fressen lassen, alle Titel erfreuen sich guter Verkaufszahlen, obwohl die jeweiligen Titel nur Early Access sind, also noch in sehr frühen Entwicklungsphasen. Da wundert es nicht, dass sich hunderte andere kleine Entwickler ein Stück vom Survival Kuchen haben wollen und ihre eigenen Titel unters Volk werfen. Da haben wir dreiste Klone, Szenearien mit Dinosauriern und vieles mehr. Einige dieser Spiele haben durchaus Potenzial, andere sind fürchterlich schlecht.

7 Days to Die Auf der Farm und Zombies

Ich habe bereits einen recht ausführlichen Beitrag zu dieser Thematik veröffentlicht, wo ich eine Weiterentwicklung von Survival gefordert habe. Ich bemängelte vor allem, dass jedes Survival-Game das gleiche macht und am Ende nicht weiter denkt; Was ist, wenn man die beste Ausrüstung hat und die Welt an sich keine ernstzunehmende Gefahr mehr darstellt? Das Problem besteht weiterhin und leider scheint es kaum jemanden zu stören, immerhin darf man ja eh keine Kritik äußern, ist das ganze ja noch Early Access und noch lange nicht fertig. Super – Trotzdem sehe ich bei keinem Survival Spiel wirkliche Ansätze, angesprochene Probleme zu beheben. Alle Titel sind im Grunde genau gleich und bieten die gleichen Inhalte, nur mit anderem Gewand; Zombies, Kannibalen, Monster – Und am Ende Langeweile.

rust-erstes-lager

Ich will nicht sagen, dass ein Survival Game mehr sein muss als eine offene Welt, in der wir um unser Überleben kämpfen. Doch sollte nicht jeder Titel genau gleich sein; Warum gibt es keine wirkliche Abwechslung? The Forest sieht gut aus, in 7 Days to Die können wir im Minecraft Stil die Welt verändern und in DayZ haben wir eine riesige Welt. Trotzdem sieht das Gameplay am Ende doch immer gleich aus; Wir laufen durch die Welt auf der Suche nach Ressourcen, bekämpfen Mitspieler und Gegner und langweilen uns, wenn wir zu stark geworden sind. Wir können am Ende die Welt nicht wirklich verändern, bekommen auch keine wirklichen Möglichkeiten etwas zu tun. Habe ich in Rust eine sichere Zuflucht gezimmert und gute Waffen, dann ist das Spiel im Grunde vorbei. In DayZ genau so, nur dass man hier doch mal schneller von einem anderen Spieler erschossen wird. The Forest hat Potenzial eine Geschichte zu erzählen, hat diese jedoch noch nicht wirklich genutzt.

the-forest-bird

Ich würde mir wünschen, dass wir in Survival Games endlich mehr geboten bekommen. Mit Mitspielern eine Siedlung errichten und den Grundstein einer neuen Zivilisation legen, einer Geschichte folgen und die Hintergründe einer Welt verstehen. Ich glaube fest daran, dass diese Titel mit der Zeit folgen werden und das vielleicht der eine oder andere bestehende Titel dank Weiterentwicklung (ist ja alles Early Access) doch noch mehr bietet, als stumpfes Sammeln und Überleben. Aber bitte keine Klone mehr, wenn ich noch ein Kickstarter Projekt sehe, welches ausschaut wie eine Tech-Demo von Rust, dann muss ich mich wohl oder übel übergeben und das gefällt mir nicht!

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Johann von Ti

Blogger aus Leidenschaft, seit 2011 aktiv in der Szene unterwegs und immer für gute Games, Filme und blöde Ideen zu haben. Nebenher auch noch Student in Medien und Geschichte.
Johann von Ti
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