The Outer Worlds – Erste Infos

Das neue Spiel der Fallout: New Vegas Macher wird ein Sci-Fi-RPG!

Entwickler Obsidian Entertainment stellte bei den Game Awards 2018, zu meiner großen Freude, ein neues Rollenspiel vor. Dabei handelt es sich um The Outer Worlds, welches als Rollenspiel aus Ego-Perspektive im Science-Fiction-Setting angesetzt ist und sich besonders, für Obsidian typisch, auf die Story fokussieren soll. Natürlich ist noch nicht ganz so viel bekannt, ein paar Informationen habe ich aber dennoch zusammengetragen und alles mit meiner ersten Einschätzung garniert. Klingt akzeptabel? Na dann los!

Also großer Verehrer von Fallout: New Vegas war diese Ankündigung natürlich besonders interessant für mich; Wenn die Macher des für mich besten Fallout-Titels wieder an einem „ähnlichen“ Rollenspiel werkeln, hat das definitiv meine Aufmerksamkeit verdient. Witzig ist dabei, dass Obsidian selbst mit diesem Umstand spielen in im „Official Announcement Trailer“ ein paar Spitzen eingebaut haben. So wird betont, dass das Spiel von den originalen Fallout-Machern als auch den Entwickler von Fallout: New Vegas entwickelt wird. Nach dem großen Debakel von Fallout: 76 und dem für einige enttäuschenden Fallout 4 gewinnt diese Aussage durchaus an „Bedeutung“. Ich zumindest sehe hier die deutliche Botschaft, dass man nun zeigen möchte, wie man ein Science-Fiction-Rollenspiel eigentlich machen sollte.

The Outer Worlds - Im Cockpit eines Raumschiffs

Im Spiel werden wir mit unserem Raumschiff die äußeren Bereiche des Universums erforschen und Planeten und Raumstationen besuchen können.

Grober Rahmen

Aber kommen wir endlich mal zum Spiel selbst; Was ist denn bereits über The Outer Worlds bekannt? Die Handlung beginnt damit, dass wir eine Reise mit einem Kolonialschiff nach Halcyon antreten, die am weitesten von der Erde entfernte Galaxie. Doch als wie aus dem Hyperschlaf erwachen, wird klar, dass unser Raumschiff vom Kurs abkam und wir uns mitten in einer Verschwörung wiederfinden, in welche wir nun hineingezogen werden. Hauptschauplatz der Handlung ist dann die Kolonie Halcyon, die mit eiserner Hand von einem Konzernvorstand geführt wird. In der Kolonie gab es wohl Komplikationen mit dem Terra-Forming, sodass einige gefährliche Kreaturen die Welt unsicher machen.

Im Spiel werden wir die Randgebiete des Weltraums erkunden und dabei unterschiedliche Charaktere und Fraktionen antreffen. Da die Handlung im Vordergrund steht, ist hier keine Open-World angedacht. Stattdessen soll die Welt mit zahlreichen Charakteren und Missionen ausgestattet sein, sodass die Handlung so dicht wie möglich erzählt werden kann. Zudem werden wir im Spiel mit dem Raumschiff Planeten und Raumstationen erkunden können, was in einer Open-World auch weniger Sinn machen würde (zumindest, wenn man eine lineare Story erzählen will).

The Outer Worlds - Eine Sci-Fi-Stadt

Die hier gezeigte Sci-Fi-Stadt gefällt mir ehrlich gesagt schon mal sehr gut und wirkt charmant. Auch wenn uns keine „echte“ Open-World geboten werden wird, werden wir uns höchstwahrscheinlich in größeren Arealen dennoch völlig frei bewegen können.

Keine unsterblichen NPCs

Da die PR-Trommel schon ordentlich geschlagen wird, sind bereits einige Infos zum Spiel bekannt, die natürlich für ausreichend Erwähnung in der Fachpresse sorgen sollen. So gaben die Entwickler bekannt, dass jeder NPC in The Outer Worlds sterblich sein wird, was die Freiheit des Spielers stärkt und zudem zur Immersion beiträgt. Damit können auch Story-relevante Charaktere ins digitale Gras beißen, ohne dass es Game Over heißt oder es zu Gamebreakern kommt. Ein ambitioniertes Ziel, bei dem eine Menge Sorgfalt einfließen muss. Die Gefahr besteht, dass sich unsere Spielweise am Ende beliebig anfühlen könnte, wenn alle Wege zum Ziel führen. Jedoch lässt sich das erst abschätzen, wenn man die Umsetzung dann auch spielerisch erlebt. Dass unsere Entscheidungen aber Konsequenzen haben sollen, und ich Obsidian einen kleinen Vertrauensvorschuss gewähre, bin ich recht optimistisch, dass man die nötigen Schritte unterimmt, um uns eine gute Spielerfahrung zu schaffen.

The Outer Worlds - Nahkampf-Angriff auf fremden Planeten

Spiele wie Arx Fatalis machten ebenfalls alle NPCs sterblich, was jedoch zu Gamebreakern führen konnte, wenn man relevante Charaktere tötete. In The Outer Worlds soll es auch nach Ableben eines wichtigen NPCs irgendwie weitergehen. Dem Spieler soll hier völlige Freiheit gegeben werden.

Keine Mikrotransaktionen

Wenn sich Entwickler schon im Vorfeld klar gegen Mikrotransaktionen aussprechen, sorgt das oft schon mal für gute Stimmung und auch ich begrüße diese klare Absage an optionale Ingamekäufe in The Outer Worlds. Was DLCs anbelangt, so gab man lediglich an, diese aktuell „nicht auf dem Radar“ zu haben und man sich zunächst auf die Realisierung des Hauptspiels konzentriert. Das ist in meinen Augen richtig. DLCs sind für sich genommen, stimmt das Preisleistungsverhältnis, keine schlechte Sache. Es stört mich jedoch immer, wenn schon Monate vor Release an diesen zusätzlichen Inhalten gearbeitet und klar wird, dass man Inhalte einfach separiert, um mehr Geld einnehmen zu können. Ich würde währenddessen schon davon ausgehen, dass man früher oder später mit DLCs arbeiten wird, ähnlich wie es Obsidian auch bei Pillars of Eternity II hält.

Fazit

Insgesamt bin ich von den ersten Infos und Eindrücken zu The Outer Worlds recht angetan und glaube, dass hier ein interessantes Sci-Fi-RPG auf uns zukommt. Ob man tatsächlich in die großen Fußabdrücke eines Fallout: New Vegas treten kann, muss sich aber noch zeigen. Denn tatsächlich bin ich von Obsidians Pillars of Eternity II auch nicht ganz so begeistert, wie ich es mir im Vorfeld erhofft hatte. Dennoch ist es gut, dass der Markt in Sachen Sci-Fi-RPGs endlich aufgewirbelt wird, denn mit Cyberpunk 2077 und The Outer Worlds scheinen echte Fallout-Konkurrenten auf den Plan zu treten, die besonders nach Fallout: 76 gute Möglichkeit haben, sich einen Platz zu verschaffen. Im übrigen fand ich es amüsant, dass man wohl Rick Sanchez ins Spiel eingebaut hat, wie im Announcement Trailer sehen kann.

Die wichtigsten Infos im Überblick

  • Single-Player Sci-Fi-RPG

  • Komplett aus der Ego-Perspektive (keine Third-Person-Unterstützung)

  • Dicht erzählte Handlung, die klar im Fokus steht

  • Keine klassische Open-World

  • Unterschiedliche Schauplätze, darunter Planeten, Raumschiffe und Raumstationen

  • Entscheidungsfreiheit beim lösen von Aufgaben (keine unsterblichen NPCs)

  • Entscheidungen sollen Konsequenzen haben und zu zahlreichen, verschiedenen Enden führen

  • Verschiedene Fraktionen und Charaktere

Erscheinen soll The Outer Worlds 2019 für PC, Play Station 4 und Xbox One.

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Johann von Ti

Blogger aus Leidenschaft, seit 2011 aktiv in der Szene unterwegs und immer für gute Games, Filme und blöde Ideen zu haben. Nebenher auch noch Student in Medien und Geschichte.
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