Arc Raiders: Enlist. Resist. – Weil Camper an Extractions lauern und Friendlys verraten, werde ich zu Batman

Arc Raiders: Zwei Raider looten nachts einen dritten Raider. Im Vordergrund steht ein Raider, der seine Waffe zückt und beschließt, diese Ungerechtigkeit zu bekämpfen und zum Batman des Rust Belts zu werden. Enlist. Resist.

Arc Raiders ist für mich der beste Multiplayer-Shooter des Jahres. Endlich hat sich mein Hardware-Upgrade mal wirklich gelohnt. Im Team kämpfe ich mit meinem Squad gegen jegliche Gefahren, während ich in Solo-Runden als Samariter mit Defibrillator anderen Raidern helfe. Zumindest bislang, denn zuletzt wurde meine Freundlichkeit auf eine sehr harte Probe gestellt.

Ich warte nach einer langen Runde am Extract, während ein Typ gegen einige Wespen und Hornissen kämpft. Natürlich stürme ich nach draußen und hole ein paar der tödlichen Blechvögel vom Himmel, damit der Kollege es zur Extraction schafft. Er spammt munter „Don’t Shoot“ … und während ich meine Waffe einstecke

– BAM –

jagt er mir mit dem Stitcher eine Salve in den Rücken. Aus die Maus, Loot weg.

Das war der Moment, in dem beschlossen habe: Genug! Ich werde zum Batman der Raiders. Friendly zu den Guten … und erbarmungsloser Jäger von Verrätern!

In Arc Raiders steht ein Raider versteckt in Deckung und richtet die Waffe auf einen unbewaffneten Raider, der sich friedlich abgewandt hatte.

„I’m friendly, don’t shoot!“ – das sind oft die letzten Worte, die ich höre, bevor mir eiskalt in den Rücken geschossen wird. Jetzt sinne ich auf Rache!

Die Oberfläche ist ein Dschungel – Camper und Verräter lauern überall

Arc Raiders ist und bleibt ein hartes Pflaster. Der Krieg gegen die Maschinen ist verloren. Die Arcs sind zu mächtig und zahlreich. Bricht eine Maschine zusammen, nimmt eine neue ihren Platz ein.

Die Menschheit zerfleischt sich derweilen selbst. Statt gemeinsam gegen die Maschinen ins Feld zu ziehen, nimmt der Verrat zu.

  • Kugelhagel aus dem nichts.
  • Sprengfallen an der Extraction.
  • Dreiste Friendly-Lügen, nur um in einen Hinterhalt gelockt zu werden.

Das sind die Ratten: Spieler, die nichts looten, sondern nur campen und Kills farmen. Die Beute ihrer Opfer sacken sie gerne ein und verschwinden dann von der Oberfläche.

Treffe ich auf andere Raider, wittere ich schon den Verrat. Zu oft wurde meine Freundlichkeit in den letzten Tagen brutal missbraucht. Die Ratten nutzen jede Möglichkeit, um einen Kill abzustauben. Selbst wenn sie dadurch nichts gewinnen.

Aber ich lasse mich von diesen Spielern nicht verändern.

 

Denn viele Raider leisten Widerstand! Spontane Revives von Fremden, Loot-Shares und epische Bündnisse inmitten einer Runde zeigen, dass Teile der Community zusammenhalten. Und für diese Community lohnt es sich zu kämpfen!

Enlist. Resist.

Mein Raider-Credo: Helfen, Retten und Rächen

Als selbsternannter Batman der Oberfläche habe ich mir Regeln auferlegt:

  • Ich schieße nicht grundlos zuerst: Wer direkt losballert, kann nicht erwarten, die Situation danach noch friedlich lösen zu können. Sehe ich andere Raider, spreche ich sie direkt an und kläre ab, ob sie friedlich sind. Dabei halte ich vorsichtigen Abstand, zeige mich aber offen und stecke meine Waffe weg.

  • Ich helfe so gut ich kann: Wenn jemand downed ist und nicht verdächtig wirkt, werde ich ihn reviven. Ich teile mein Loot mit Friendlys oder heile sie, falls sie angeschlagen sind. Ich helfe immer beim Kampf gegen Arcs und biete gemeinsame Extracts an.

  • Keine Gnade für Verräter: Wer andere Raider grundlos angreift, an der Extraction campt oder fiese Fallen platziert, wird angegriffen.

In Arc Raiders rennt ein Raider vor einem Leaper weg. Der Leaper springt über ihn und droht den Raider zu töten. Ein weiterer Spieler rennt auf den Leaper zu, um die Maschine abzulenken.

Ja, dieser Raider wäre jetzt gefundenes Fressen für einen easy Kill. Doch statt dem Kollegen das Leben noch schwerer zu machen, versuche ich den Leaper abzulenken.

Auch meine Ausrüstung habe ich meinem neuen Spielstil angepasst:

  • Stitcher und Anvil: Die Kombination aus schneller Maschinenpistole und schwerem Revolver hilft sowohl gegen Arcs als auch Raider. So lassen sich fast alle Kampfsituationen abdecken.

  • Defibrillatoren und Heilung: Um anderen Raidern wirklich helfen zu können, habe ich einen Haufen Schildauflader, Verbände und Defibrillatoren dabei.

  • Granaten und Ziplines: Mobilität spielt in Arc Raiders eine enorme Rolle! Um schnell Deckung zu finden, habe ich Rauchgranaten dabei. Dank der Ziplines lassen sich Camper schnell flankieren oder schnelle Fluchtrouten schaffen.

Ein Loadout in Arc Raiders. Zu sehen ist eine Maschinenpistole und ein schwerer Revolver. Dazu viel Munition, Heilung, Seilrutschen und Defibrillatoren.

Mein Batman-Loadout ist nicht ganz Kostengünstig, aber deckt extrem viele heikle Situationen ab, um Raider zu retten und Ratten zu bestrafen.

Folgende Spiel-Einstellungen empfehle ich allen Raidern:

  • Erweitert euer Sichtfeld: Stellt unter Grafik das Sichtfeld auf den Maximalwert (80). Das hilft euch dabei, im Kampf den Überblick zu behalten. Deaktiviert dabei auch direkt die Bewegungsschärfe.

  • Aktiviert unbedingt den Nachtmodus: Das macht einzelne Geräusche wie Schritte besser hörbar, was euch in Arc Raiders einen entscheidenden Vorteil verschafft!

  • Sprachchat-Lautstärke in der Nähe: Stellt den Wert nach oben – so könnt ihr besser hören, was andere Raider sagen, was euch die Kommunikation erleichtert.

  • Nutzt den Schulterwechsel: Legt euch den Schulterwechsel auf eine schnelle Taste wie Maus4. So könnt ihr mitten im Gefecht die Ansicht ändern, um besser Peeken zu können.

Ein Extraction-Camper in Arc Raiders versteckt sich in einer dunklen Ecke. Er wird geschockt, während ein anderer Raider zu ihm stürmt, um ihn auszuschalten.

Diese Extraction-Camper hatte bereits andere Raider beschossen. Ich habe ihm ein paar Arcs auf den Hals gehetzt und ihn anschließend gestürmt! Keine Gnade.

Fazit: Die Spieler-Interaktion macht Arc Raiders so magisch

Natürlich macht mich dieses Credo besonders anfällig für Verräter.

Je öfter ich anderen Helfe, desto häufiger werde ich dabei auch hintergangen. Oft reicht es schon die Waffe wegzustecken, um sich plötzlich einen Kugelhagel einzufangen. Wem ich eben noch gegen Arcs half, schießt mich kurz darauf nieder. So ist das Leben.

Aber mit meiner Einstellung erlebe ich zugleich die coolsten Runden!

Im letzten Moment eine Extraction zu stürmen, um die Exekution eines Raiders zu stoppen, fühlt sich heroisch an. Oder einen Dachcamper, der mit der Sniper andere Spieler auf Begrabene Stadt beschießt, mit einer Zipline zu überrumpeln, ist einfach ein glorreicher Moment!

Zugleich werde auch ich immer wieder gerettet. Als ich auf Stella Montis von einem Random niedergeschossen wurde, begeben sich zwei Friendlys auf die Suche nach einem Defibrillator … und finden tatsächlich einen.

Zwei Spieler in Arc Raiders eskortieren einen dritten Raider am Boden, um ihm einen Defibrillator zu beschaffen.

Stella Montis ist meist ein reines Schlachtfeld. Nachdem ich niedergeschossen wurde, retteten mich allerdings zwei Randoms und suchten mir sogar einen Defibrillator!

Diese wunderbaren Momente bleiben in Erinnerung und machen Arc Raiders zu so einem magischen Titel.

Es ist dieses Wechselspiel aus knallhartem PvP, loser Kommunikation mit Fremden und einem Gemeinschaftsgefühl, was immer wieder auf eine harte Probe gestellt wird – aber genau das macht den Reiz aus und ich liebes es!

Jetzt seid ihr dran: Welche Erfahrungen habt ihr bisher mit anderen Spielern gemacht und was waren eure bisher krassesten Momente in Arc Raiders? Schreibt es gerne in die Kommentare!

Johann von Ti
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