Stronghold Crusader: Definitive Edition im Test: Neue Lords, Einheiten und Koop – doch lohnt sich die beste Burgbausimulation auch 2025 noch?

Epische Wüstenbelagerung in Stronghold Crusader: Definitive Edition mit modernisierter Grafik und neuen Einheiten im Remaster von 2025 – Eine imposante Burg aus Sandstein wird von Schwertkämpfern und Schleuderschützen gestürmt, während Feuer die Angreifer verbrennt. Im Vordergrund ist ein Kreuzritter vergrößert hervorgehoben.

Die Eisenmine muss auf Eisenerz gebaut werden. Achja, ich liebe Stronghold und bin mit der Burgbaureihe aufgewachsen. Stronghold von 2001 war eines meiner ersten Videospiele und in den Wüsten von Crusader verbrachte ich ab 2002 ebenfalls unzählige Stunden. Ich bin also Fan der Reihe und habe seit jeher jedes Stronghold ausgiebig gespielt (ja, sogar das miserable Stronghold Castles).

Doch wie gut funktioniert die altehrwürdige Burgbausimulation mit aufgehübschter Grafik, neuen Lords und frischen Einheiten im Jahr 2025? Das finden wir im Test zur Stronghold Crusader: Definitive Edition heraus.

Die Wüste erwartet euch … erneut!

Ich habe Crusader im Original, später dann in der 2012 veröffentlichten HD-Version und jetzt zum dritten mal in der Definitive Edition gespielt. Während die HD-Version damals primär die Auflösung verbesserte, bringt die neue Definitive Edition nicht nur eine modernisierte Grafik, sondern auch neue Einheiten und KI-Lords. Doch reicht das aus?

Der Screenshot von Stronghold Crusader: Definitive Edition zeigt die Festung des Kalifen, die von einer großen Streitmacht angegriffen wird. Zu sehen sind Schleuderschützen, Bogenschützen und Schwertkämpfer. Die hohen Rundtürme des Festung zeigen bereits schwere Schäden, während Pechfeuer vor den Wällen angreifende Einheiten verbrennen.

Meine Wirtschaft ausbauen, eine Burg hochziehen und anschließend Truppen aussenden – was 2002 funktionierte, verzaubert mich auch heute noch. Die Magie von Crusader wirkt auch über 20 Jahre nach Release des Originals noch ungebrochen.

Zunächst kann ich bestätigen: Das ist Stronghold Crusader. Nicht viel mehr, aber keinesfalls weniger. In der Wüste schlagen sich die bekannten und einige neue Lords um die Vorherrschaft, errichten ihre Festungen und entsenden Belagerungstruppen, um sich gegenseitig den Tag zu vermiesen.

Inhaltlich kann sich die Crusader: DE sehen lassen. Kreuzfahrer erhalten hier:

  • Kreuzzugsmarsch 1: 50 Missionen
  • Kreuzzugsmarsch 2: 30 Missionen
  • Extremkreuzzug: 20 Missionen
  • Sand der Zeit Pfade: 32 Missionen aufgeteilt in 4 Pfade [NEU]
  • Koop-Pfad: 10 Missionen [NEU]
  • Historische Kampagnen: 6 historische Kampagnen, die wie große Tutorials funktionieren [2 NEU]
  • Eigene Scharmützel gegen die KI-Lords
  • Eigene Scharmützel im Multiplayer (auch mit KI-Lords)
  • Freies Bauen ohne Gegner
  • Karteneditor: Eigene Karten für Scharmützel/Multiplayer, eigene Szenarien und Freies Bauen erstellen

Damit hat man selbst als Veteran der Reihe wieder einiges zu tun, zumal in zukünftigen Updates noch mehr neue Inhalte kostenlos ergänzt werden sollen. Somit erhält man hier ein echtes Komplettpaket der Reihe, dass besonders für neue Spieler ein grandiose Einstiegsmöglichkeit bietet.

Der Screenshot von Stronghold Crusader: Definitive Edition zeigt geplanten Inhalte für das Herbst und Winter-Update. Zu den kostenlosen Inhalten gehört ein neuer KI-Lord, eine Wirtschaftskampagne, ein neuer Koop-Pfad und frische Karten. Bezahl-DLCs versprechen 4 neue Lords und neue Sand der Zeit Pfade.

Da kommt noch mehr: Neben Wirtschaftskampagne und einem kostenlosen KI-Lord, soll auch ein weiterer Koop-Pfad hinzukommen. Außerdem soll es möglich werden, eigene Burgherren zu erstellen – stimmige Pläne, welche die dicke Definitive Edition noch praller machen.

Allerdings ist auch klar: Crusader fokussiert weiterhin Gefechte – wer eine Kampagne mit spannender Story wie im ersten Stronghold erwartet, wird auch 2025 enttäuscht werden – hier geht es primär um Scharmützel in unzähligen Variationen.

Klassisches Gameplay mit kleinen Verbesserungen

Das zeitlose Grundkonzept rund um Burgbau, Ressourcenmanagement und Belagerung bleibt unverändert. Und das ist gut.

Wie damals errichte ich also meine Festung im Wüstensand, baue in der nächsten Oase ein paar Weizenfarmen und wehre Angriffe mit meinen treuen Truppen ab. Ist der Kornspeicher gut gefüllt und wird ordentlich Bier ausgeschenkt, kann ich meiner Bevölkerung auch mehr Steuern abverlangen, womit ich Söldner bezahle oder meine eigenen Waffenproduktion ankurble.

Diese clever verzahnten Spielmechaniken funktionieren auch heute noch hervorragend und ringen mir ein Schmunzeln ab, während ich andächtig dem Gewusel meiner wachsenden Burg folge und den vertrauten Klängen des fantastischen Soundtracks lausche. Das ist Stronghold Crusader – jetzt aber in 4K und mit ein paar praktischen Verbesserungen.

Der Screenshot von Stronghold Crusader: Definitive Edition zeigt einen Burghof, der mit zahlreichen Wirtschaftsgebäuden voll gestellt ist. Zahlreicher Bäcker und Waffenschmiede stehen inmitten massiver Steinmauern und großer Türme.

Manchmal hält man einfach inne und schaut gebannt dem Gewusel in der eigenen Burg zu. Während wir unseren Soldaten ständig Befehle erteilen, wissen unsere fleißigen Arbeiter selbst, was zu tun ist, sobald wir ihre Gebäude errichtet haben.

Neben der besseren Auflösung und schickeren Modellen kann ich nun entspannt Auto-Handel einstellen, Sammelpunkte für neu rekrutierte Einheiten wählen und mit einem Klick alle verfügbaren Bauern in Soldaten umwandeln, sofern ich ausreichend Ressourcen habe. Das klingt nach nicht besonders viel, entzerrt das Gameplay des Originals allerdings ungeheuer, weil es mir massig manuelle Klicks erspart – großartig!

Neue Einheiten auf dem Schlachtfeld

Für Veteranen dürften besonders die neuen Truppen und Lords interessant sein, die in der Definitive Edition hinzugekommen sind. Und grundsätzlich haben die Firefly Studios hier einen guten Job gemacht und mit den Beduinen acht neue Einheiten ins Burgbauspiel integriert.

Diese neuen Truppen ergänzen die Wüstenschlachten mit frischen Ideen.

  • Die Zerstörer marschieren etwa mit einem gigantischen Schild in die Schlacht, mit dem sie einigen Beschuss abwehren können. An der gegnerischen Mauer angelangt, reißen sie diese mit ihren gigantischen Hämmern schnell nieder.

  • Die schnellen Lanzenträger auf Kamel können in Windeseile gegnerische Wirtschaftsgebäude erreichen und niederreißen, bevor die Verteidiger ausreichend Truppen entsenden können.

  • Und mit dem Heiler gibt es nun endlich eine Einheit, die angeschlagene Krieger und sogar den Lord heilen kann, während die dicken Eunuchen mit zwei Schwertern einen Flächenangriff ausführen und so gegnerische Truppenverbände schnell ausdünnen.

Ausführliche Beschreibungen aller 8 neuen Einheiten in Stronghold DE habe ich hier für euch.

Der Screenshot von Stronghold Crusader: Definitive Edition zeigt eine Truppe Zerstörer, die eine Festungsmauer und Türme mit ihren Hämmern zertrümmern.

Mit Schild und zusätzlichen Lebensbalken sind die Zerstörer eine Alternative für Sturmschilde, Rammböcke und klassische Katapulte. Sie können recht viel Beschuss einstecken, sodass sie in größerer Zahl effektiv gegen Mauern und Türme entsendet werden können.

Allerdings dürfen wir die neuen Beduinen-Einheiten nicht in den klassischen Kreuzzugmarsch-Missionen spielen. Warum dem Spieler hier nicht zumindest die Wahl gelassen wird, erschließt sich mir nicht und macht die altbekannten Missionen für Alteingesessene etwas langweilig – verschenktes Potenzial.

Die neuen Einheiten bringen durchaus frischen Wind in die Wüste und eröffnen einige neue Taktiken. Allerdings bleiben die berittenen Bogenschützen weiterhin die beste Allzweckwaffe, die durch Feuerkraft und Mobilität fast immer die effektivste Einheit auf dem Feld darstellen.

Vier neue Lords, aber keine schlauere KI

Eine weitere Neuerung stellen die vier neuen KI-Lords dar, sodass es jetzt insgesamt 20 charmante Charaktere in der Wüste gibt. Jeder Lord hat eine eigene Persönlichkeit, Spielstil und Herrausforderungsgrad, was für eine Menge Abwechslung und Kombinationsmöglichkeiten auf den Schlachtfeldern sorgt.

Neu hinzugekommen sind:

  • Juwel: Die Nichte von Sir Longarm. Sie errichtet schnell eine Wirtschaft und baut starke Truppen wie Ritter und Schwertkämpfer, mit denen sie direkt und hart angreift.

  • Wächter: Ein schweigsamer Tempelritter, der frappierend an den Charakter im Menü des Originals erinnert. Er braucht etwas, um seine kreuzförmige Festung zu errichten, igelt sich anschließend aber gut ein und entsendet eine schlagfertige Mischung aus Streitkolbenträgern, Armbrustschützen und Zerstörern.

  • Nomade: Ein junger Beduinen-Fürst. Er baut nur eine einfache Burg, führt seine Scharmützler und Kamel-Lanzenreiter allerdings schon früh in die Schlacht, weshalb er besonders am Anfang einer Runde gefährlich ist.

  • Kāhina: Die skrupellose Priesterin einer blutrünstigen Wüstensekte. Sie baut einfache Burgen, die sie allerdings mit Fallen und getreuen Kämpfern zu verteidigen weiß. Am liebsten nutzt sie Eunuchen und Schwere Kamele, weshalb ihre Angriffe allerdings auch recht schwerfällig sind.

Der Screenshot von Stronghold Crusader: Definitive Edition zeigt das Menü, um eine Scharmützel-Runde mit KI-Lords zu erstellen. Hier kann zwischen 20 Lords und zahlreichen Karten gewählt werden, um eigene Spiele mit unterschiedlichen Bedingungen und Bündnissen einzustellen.

Die neuen KI-Lords erweitern die illustre Runde der Burgherren und fügen sich solide ins Gesamtbild. Obwohl ich mir insgesamt etwas stärkere Kontrahenten gewünscht hätte, bringen die neuen Lords frischen Wind ins Burgbauspiel.

Das größte Manko der Stronghold Crusader: Definitive Edition ist allerdings die KI. Denn die ist leider im Jahr 2002 stehengeblieben und wurde auch in dieser Neuauflage des Klassikers nicht verbessert.

Für neue Spieler stellt das kein großes Problem dar. Die Herausforderung in Crusader entsteht durch Anzahl der Gegner, Verteilung der Startressourcen und Gestaltung der Karten. Die neuen Zeitpfade ergänzen die Herausforderung noch durch knackige Zeitlimits, sodass auch Veteranen noch die ein oder andere Nuss zu knacken haben.

Wer allerdings eine KI erwartet, die so taff wie mit dem Unofficial Crusader Patch der HD-Version ist, wird hier schwer enttäuscht. Alle KI-Lords werden leicht in ihrem Aufbau gestört und können größere Angriffe mit über 200 Einheiten fast nie kontern. Besonders wenn das große Truppenlimit von 10.000 Einheiten aktiviert wird, weiß die KI damit nichts anzufangen und bleibt bei seinen kleinen Truppenverbänden.

Der Screenshot von Stronghold Crusader: Definitive Edition zeigt eine ausgebaute Festung von Nizar, die allerdings keine Mauern hat und die wichtigsten Gebäude offenlegt.

Nizar baut eigentlich spannende Burgen, die er mit mächtigen Wassergräben schützt. Nur blöd, wenn er im Hochland sitzt, wo keine Burggräben gegraben werden können. Statt auf ein alternatives Baumuster mit Mauern zu wechseln, baut die KI einfach so, als wären die Burggräben vorhanden – sodass diese fleischlose Burg zustande kommt.

Hier hätte ich mir einfach mehr erhofft, auch weil einige uralte Bugs weiterhin ihr Unwesen treiben – schade. Da beleibt uns wohl nichts anderes übrig, als uns auch weiterhin auf fleißige Modder zu verlassen, die sich langfristig um schlauere KI-Lords kümmern dürften.

Multiplayer und Koop wurden endlich verbessert

Ein großartige Neuerung der Definitive Edition ist der funktionale Mehrspieler für klassische Scharmützel und die neuen Koop-Missionen.

Dank Steam-Multiplayer können wir ganz einfach Freunde einladen, Lobbys erstellen und los spielen. Das ist schon mal eine deutlich Verbesserung zu den Vorgängern – sehr gut. Endlich kein GameRanger als Behelfslösung, sondern direkte Einladungen über Steam oder im Lobby-Browser.

Der Screenshot von Stronghold Crusader: Definitive Edition zeigt eine 2-Spieler-Koop-Runde. Rot und Grün haben mächtige Reiterarmeen ausgehoben, mit denen sie unaufhaltsam die Festungen der KI-Lords angreifen.

Ursprünglich war der Multiplayer von nervigen Verzögerungen geprägt. Ein frisches Update brachte zum Glück eine deutliche Verbesserung, sodass auch der Koop endlich rund läuft und coole Herausforderungen für 2 Spieler bietet.

Leider lief der Multiplayer zum Release, sowohl im Skirmish als auch im Koop-Trail, mit einer spürbaren Verzögerung. Es dauerte 1-2 Sekunden, bis das gebaute Gebäude wirklich stand und Truppenbefehle ausgeführt wurden.

Allerdings haben die Entwickler das Problem endlich behoben: In der aktuellen Public Multiplayer Beta die bis zum 4. September laufen soll, ist die Eingabeverzögerung verschwunden und die Mehrspieler-Runden laufen endlich flüssig und ohne Probleme. Sobald der Patch für alle ausgespielt wird, dürfte sich der Multiplayer endlich so spielen, wie ich es von einer Neuauflage erwarte.

Somit bietet die Definitive Edition endlich eine praktikable Lösung, um Stronghold Crusader im Multiplayer und Koop zu spielen, was die Neuauflage extrem aufwertet.

Bessere Grafik, höhere Auflösung und größere Maps

Die Definitive Edition verbessert die Grafik von Stronghold Crusader auf ein modernes Niveau, erhält dabei aber immer den nostalgischen Charme des Originals von 2002. Die 2,5D-Grafik glänzt mit höher aufgelösten Texturen, detaillierteren Modellen für Einheiten, Gebäude und Umgebungen sowie verbesserten Animationen. Somit bietet Stronghold Crusader: Definitive Edition zwar keinen grafischen Sprung, fügt sich aber stimmig ins Jahr 2025.

Der zeitlose Stil des Originals strahlt auch heute noch und funktioniert einfach. Das macht sich auch in den Hardware-Anforderungen bemerkbar, denn für die schicke Burgbausimulation ist kein High-End-Gaming-PC nötig – im Gegenteil, die Neuauflage sollte auf den meisten Rechnern und auch auf preiswerten PC-Konfigurationen einfach laufen. 

Die Systemanforderungen im Überblick:

  • Betriebssystem: Windows 10/11 64 Bit

  • Prozessor: Intel Core i3-6100 or equivalent (ARM Prozessoren werden nicht unterstützt)

  • Arbeitsspeicher: 8 GB RAM

  • Grafik: Grafikkarten mit 2GB VRAM (für 1080p), 3GB VRAM (für 1440p) oder 4GB VRAM (für 4K)

  • Speicherplatz: 7 GB verfügbarer Speicherplatz

Der Screenshot von Stronghold Crusader: Definitive Edition zeigt zahlreiche Wirtschaftsgebäude. Darunter Waffenschmiede, Bierbrauer, Bäcker, Mühlen und viele Ochsenkarren für einen nahen Steinbruch. Außerdem sind eine prunkvolle Kathedrale, einige Schenkstuben und Wohnhäuser zu sehen.

Die Grafik des Originals wurde liebevoll modernisiert und schmeichelt dem Auge – so schön kann die Wüste sein.

Auflösungen bis zu 4K bei 144Hz sind ebenfalls kein Problem. Die neuen Zoomstufen, insgesamt gibt es fünf, lassen uns endlich weiter raus- aber auch näher ans Geschehen zoomen. Das bringt mehr Übersicht, während man in Nahaufnahme die Qualität der neuen Modelle begutachten kann. Eine gelungene Aufwertung.

Eine weitere Verbesserung sind die größeren Karten! Die neue Maximalgröße umfasst Maps bis zu 800×800 – also der vierfachen Größe des Originals. Diese gigantischen Karten bieten endlich genug Platz, sodass Burgen auch in 8-Spieler-Matches nicht mehr direkt nebeneinanderstehen. Weiterhin erlaubt der zusätzliche Platz auch mehr Kreativität in der Gestaltung der Karten, was noch mehr Abwechslung in die Gefechte bringt.

Der Screenshot von Stronghold Crusader: Definitive Edition zeigt eine neue 800x800-Karte. Auf der Map können bis zu 8 Spieler gegeneinander antreten und haben ausreichend Platz, ihr Burgen zu errichten.

Endlich genug Platz! Wer auf den alten Karten in 8-Spieler-Gefechte abtauchte, startete nicht selten im Burghof des Feindes. Jetzt können die Maps deutlich größer sein, sodass jeder die Burg seiner Träume bauen kann, ohne gleich in die Reichweite gegnerischer Mangen oder Turmballisten zu geraten.

Wie bereits erwähnt, wurde das maximale Truppenlimit, sofern aktiviert und von der eigenen Hardware unterstützt, auf 10.000 Einheiten gesetzt. Das entspricht zwar „nur“ den Zahlen von Stronghold Crusader Extreme von 2008, ist aber eine wichtige Erweiterung, um besonders im Multiplayer spannende Gefechte zu bieten.

Fazit: Ein modernisiertes Gesamtpaket, das auch ohne Nostalgiebrille überzeugt

Mit einem Preis von 20 Euro bietet Stronghold Crusader: Definitive Edition ein gelungenes Gesamtpaket, das sowohl nostalgische Veteranen als auch interessierte Neueinsteiger anspricht. Hier wird eine umfassende, inhaltlich leicht erweiterte und optisch vorsichtig modernisierte Fassung einer der besten Burgbauspiele geboten.

Unzählige Missionen garantieren ausreichend Umfang, sodass neue Spieler viel Inhalt fürs Geld erhalten. Alte Kreuzfahrer, die bereits 2002 in der Wüste kämpften, erhalten mit den neuen Einheiten sowie Lords, größeren Karten und dem optimierten Multiplayer endlich die Möglichkeit, den Klassiker in aufgefrischter Form zu genießen.

Der Screenshot von Stronghold Crusader: Definitive Edition zeigt eine kleine Belagerungsstreitmacht, die aus Bogenschützen und Katapulten besteht. Die Armee greift eine Festung an und zerstört die Ecktürme der Burg.

Ein paar Sturmschilde, Bogenschützen und Katapulte – sind die Mauern gebrochen, stürmen meine Krieger heran und machen dem gegnerischen Lord die Hölle heiß – achja, Stronghold Crusader bietet einfach zeitloses Gameplay.

Lediglich die dumme KI sorgt für Ernüchterung, weil diese im Jahr 2002 stehengeblieben ist und leider keine Frischzellenkur erhielt. Auch wenn das den klassischen Spielfluss nicht zerstört, hätte ich hier einfach mehr erwartet und hoffe jetzt auf passende Mods aus der Community.

Stronghold Crusader: Definitive Edition wichtigste Features:

  • Vorteile:

    • authentisch modernisierte Grafik des Originals

    • verbesserte Animationen und Modelle

    • cleverer Mix aus Burgbau, Wirtschaft und Kampf

    • spannende Belagerungsschlachten mit vielen Truppen

    • neue Einheiten ergänzen die Schlachtfelder sinnvoll

    • größere Karten bieten viel Raum für große Burgen und Schlachten

    • funktionaler Koop und Multiplayer über Steam

    • enormer Umfang mit vielen Missionen und Herausforderungen

    • fantastischer Wüsten-Soundtrack

  • Nachteile:

    • keine echten Story-Inhalte, fast alles ist auf Scharmützel-Gefechte ausgelegt

    • Gegner-KI wurde nicht modernisiert oder verbessert, kämpft wie 2002

    • die historischen Bilder in den Kampagnen wurden ausgetauscht

Stronghold Crusader: Definitive Edition ist eine gelungene Neuauflage, welche die Magie des Originals bewahrt und in modernisierter aber keinesfalls verwässerter Form anbietet. Das ermöglicht alten Kreuzrittern wie mir eine nostalgische Rückkehr, während andere eines der besten Mittelalter-Echtzeitstrategiespiele nachholen können.

Für 20 Euro ein faires Gesamtpaket, welches durch die angekündigten Inhaltserweiterungen noch besser werden dürfte. Wer 2025 in Stronghold Crusader eintauchen möchte, erhält hier die beste Gelegenheit.

Dann wird es doch jetzt langsam Zeit, für eine verbesserte Neuauflage von Stronghold 2, oder?!

Johann von Ti
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JohnMadMaverick
JohnMadMaverick
1. September 2025 00:25

Habe auch die HD Version gespielt und für günstig bei Steam geschossen. Ist leider nichts für mich.
Bin ja mit Strategie Games in Reinen, aber das hier macht mir leider kein Spaß….

Oder ich muss intensiver Zocken

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