Mount & Blade: Bannerlord – Ich freue mich drauf

Man soll ein Spiel nicht vor Release loben, aber ich will endlich Bannerlord zocken!

Seit längerem habe ich mal wieder richtig Vorfreude auf ein Videospiel, auf welches ich nun schon eine gefühlte Ewigkeit warte. Mount & Blade II: Bannerlord scheint das zu bieten, was ich mir im Vorgänger Warband immer gewünscht hatte, wobei schon Warband vor einigen Jahren das bot, was ich mir wiederum als Kind immer für solch ein Spiel wünschte. Echter Teilnehmer einer großen, mittelalterlichen Schlacht sein, in der man sogar als Kommandant den Ausgang des Gefechts maßgeblich beeinflussen kann, während man selbst mit Schwert, Charme und Schild über das Schlachtfeld stürmt. Ein wahrer Traum für Freunde solche Szenarien. Und je mehr Trailer zum Spiel veröffentlicht werden, desto interessanter wird die Geschichte noch. Die Grafik hat man, im Vergleich zum Vorgänger, deutlich verbessert, wobei der türkische Entwickler damit trotzdem keine neuen Maßstäbe setzt. Viel eher erinnern mich die Schlachten an die Grafik der aktuellen Total War Games, nur dass wir eben in der Ego-Perspektive mitkämpfen können.

Mount and Blade II Bannerlord – In einer Stadt

Gameplay statt Grafik

Doch das schadet dem Spiel in keiner Weise, denn statt alles in einer Bahnbrechenden Optik zu präsentieren, wird mehr Wert auf die umfangreichen Elemente des Gameplays selbst gelegt. Wir können über die Welt-Karte unsere Figur durch die Welt bewegen (klingt schon mal logisch), als Krieger, Händler, Bandit, Fürst oder König auftreten und uns mit der Zeit profilieren. Gefechte, Besuche einer Stadt oder Burg und bestimmte Events erleben wir dann in der Ego-Perspektive und können mögliche Begleiter koordinieren. Schon in Warband war das Sammeln und Aufwerten von eigenen Truppen ein wichtiges Element des Gameplays, denn nur mithilfe treuer Gefolgsleute war es möglich etwas größeres im Spiel zu erreichen. Ein eigenes Königreich gründen, indem man Lords um sich schart, die wiederum eigenen Armeen versammeln, mit denen man dann ganze Ländereien unterwirft. Ein tolles Spielkonzept, welches Bannerlord jetzt in optimierter, erweiterter Form präsentiert. Die ersten Trailer zeigen dabei besonders, wie man die Schlachten weiter ausgebessert hat, indem es nun möglich ist, individuell Belagerungswaffen oder auch Verteidigungsgerät zu platzieren, sodass die eigenen Truppen diese nun gezielt anwenden können. So greifen Armeen bei einer Belagerung nicht mehr nur einen oder maximal zwei Punkte an, indem eine Leiter hinaufstürmen oder einen Belagerungsturm nutzen, sondern nutzen die volle Bandbreite der von uns gebotenen Möglichkeiten – Sturmleitern, Rammböcke, Belagerungstürme, Katapulte – Und wir greifen im Kampf gezielt mit ein, indem wir Angriffe an bestimmten Positionen gezielt verstärken oder unsere Truppen einen koordinierten Rückzug antreten lassen, um an einer anderen Stelle erneut zuzuschlagen. Das ganze sieht dabei flüssiger aus, als im Vorgänger und ist mit deutlich besseren Animationen umgesetzt wurden, was man besonders bei den Truppen auf dem Schlachtfeld beobachten kann. Mount and Blade II Bannerlord – World Map

Große Schlachten

Soldaten klettern die Leitern hinaus, schieben einen Rammbock oder beladen Katapulte, die dann gezielt abgefeuert werden. Ein großer Teil der Entwicklung scheint genau in diesen Sektor geflossen zu sein, was großartig ist. Die KI der Soldaten im Gefecht ist enorm angehoben wurden, sodass nun viel realistischere Schlachten dargestellt werden können. Das ganze wirkt dann wie eine recht authentische Schlacht im Mittelalter, wobei auch die Truppengröße angehoben wurden sein soll. So sollen bis zu 400 Krieger an den Gefechten gleichzeitig teilnehmen. Haben die Armeen mehr Truppen zur Verfügung, werden diese nach dem Verlust der ersten Kontingente nachgespawnt. Das ganze ist dadurch einfach sehr stimmig, weil große Schlachten recht authentisch wiedergegeben werden.

Mount and Blade II Bannerlord – Neuer Belagerungstrailer E3 2016

Diplomatie 4 the win

Neben den Schlachten ist für mich besonders wichtig, wie man in Bannerlord die Diplomatie umsetzen wird. Diese kam in Warband deutlich zu kurz und war nur schwer zu nutzen. Diverse Mods halfen zwar das System zu verbessern, dennoch ist es für Bannerlord wichtig, schon von Haus aus, hier ein komplexes und zugleich einfach zu bedienendes System zu bieten. Das Problem in Warband lag darin, dass man viele Entscheidungen und Beschlüsse nicht an seine Gefolgsleute übermitteln konnte, da diese irgendwo in der Weltgeschichte mit Ihrer kleine Armee Jagd auf Banditen machten oder eine kleine, feindliche Burg belagern wollten. Auch waren Fürsten unter unserem Banner schnell unzufrieden, sogar wenn man ihnen Burgen oder Dörfer zusprach. Dadurch wechselten diese gerne die Seiten, was einfach nur nervig war. Auch Verhandlungen mit anderen Reichen waren eher schwerlich und waren auf einfaches „Krieg & Frieden“ halten beschränkt, wobei man immer auf die Laune der Reiche angewiesen war, weil man selbst keinen Einfluss auf deren Stimmung nehmen konnte. Es gabt kein Tool, die Staatsgeschäfte auf einen Blick abzuwickeln, sodass das Führen eines eigenen Reichs meist in einem Fiasko endete.

Mount and Blade II Bannerlord – Wüsten Stadt

Hier muss System eingeführt werden, welches umfassende Diplomatie-Möglichkeiten einräumt. Denn hier liegt eine ganz große Möglichkeit, weiteren Tiefgang ins Gameplay zu bringen. Fehden zwischen Lords und Adligen, Intrigen und Pakte – Genau hier könnte man den Kern ansetzen, sodass das Spielen eines kleinen Lords auch mehr Spaß und Sinn macht. Doch natürlich ist das auch sehr schwer umzusetzen, denn immerhin muss man dann die Interessen, Pläne und Beziehungen hunderter Lords berechnen und in einen Kontext setzen, was schon in Spielen nicht immer funktioniert, die allein darauf wert legen. Dennoch wäre genau das wichtig und ich bin voller Hoffnung, dass man es Ansatzweise schaffen wird. Schon Warband hatte tolle Möglichkeiten, in denen man zum Beispiel einen Thronanwärter aus der Verbannung auf seinen Thron verhelfen konnte, indem man Fürsten von dessen Anspruch überzeugte und das Reich so in einen Bürgerkrieg führte.

Fazit

So oder so: Ich freue mich auf den neuen Teil der Mount & Blade Reihe und das will was heißen. Heute bin ich von vielen Spielen recht enttäuscht, sodass ich den meisten Hypes nichts abgewinnen kann. Aber hier bin ich einfach nur Feuer und Flamme für das Projekt und hoffe, bald selbst Hand an dieses tolle Game legen zu können! Wie steht es mit Euch? Freut Ihr Euch auch auf Bannerlord oder habt Ihr ein ganz anders Games im Blick?

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Johann von Ti

Blogger aus Leidenschaft, seit 2011 aktiv in der Szene unterwegs und immer für gute Games, Filme und blöde Ideen zu haben. Nebenher auch noch Student in Medien und Geschichte.
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