Don’t Starve Together – Überleben mit meiner Freundin

Ich und meine Freundin zocken gerne zusammen und dieses Spiel ist unser Favorit!

Heute wird es auf Game 2 mal wieder relativ persönlich, denn ich will von meinen Erfahrungen von Don’t Starve Together berichten, welche ich zusammen mit meiner geliebten Freundin gesammelt und genossen habe. Doch fangen wir mal an!

Aller Anfang ist schwer und so muss man auch in Don’t Starve Together direkt mit der Arbeit beginnen. Gemeinsam sammelt man zunächst Blumen, um einen Blumenhut zu bauen, welcher am Tage die geistige Gesundheit schützt – Währenddessen beginnt schon die hitzige Suche nach einem geeigneten Lagerplatz, welcher weise gewählt werden muss. Sind alle benötigten Ressourcen in der Nähe? Eine Beefalo Herde ist ein Muss, denn ihre Haufen dienen als Dünger und ihr Fell im Winter zur Herstellung von Kleidung. Daneben braucht man natürlich auch eine Steinwüste, in welcher man neben einfachen Stein auch Gold und andere Materialien zum Craften erhält. Doch was macht man ohne Holz? Richtig, man sitzt in der Nacht in der Dunkelheit und das ist in Don’t Starve natürlich tödlich. Und während man noch die zufällig generierte Welt durchstreift, muss man feststellen, dass der Titel des Spiels nicht unbedacht gewählt wurde – Wir hungern nämlich!

Don't Starve Together - Beefalos.jpg

Ist der Magen erst einmal leer, läuft unsere Zeit ab, denn man verhungert schon nach kurzer Zeit. Dann muss schnell was zu Essen her, sonst kann man direkt wieder neu starten. Am Anfang sammeln wir noch Beeren, Möhren und Körner, welcher wir in der Wildniss finden und bereiten sie notdürftig am Feuer zu. Während die Nacht über uns hereinbricht, mampfen wir also gekochten Brei aus Beeren, gebratenen Möhren-Scheiben und geröstete Kerne. Aus der Dunkelheit der Nacht dringen gruselige Laute in unsere Ohren und wir hoffen auf die ersten Strahlen des neuen Tages. Dieser bricht dann auch endlich an und es geht weiter!

Don't Starve Together - Erstes Lager.jpg

Nur gemeinsame kommt man weiter, daher durchstreife ich die Welt nach nützlichen Rohstoffen, während meine Freundin ein Lager aufbaut. Zunächst errichten wir Maschinen, die uns den Bau von neuen Gegenständen und Strukturren erlauben. Darauf hin beginnen wir mit dem Bau des Lagers selbst; Kisten werden gezimmert, Felder angelegt und gedüngt, zusätzliche Lagerfeuer errichtet und künstliche Wälder gepflanzt. Wir sind immer darauf bedacht, im Winter unser Heim nicht verlassen zu müssen, denn wenn die eisige Kälte die Landschaft in eine Schneewelt verwandelt, sollte man besser an einem warmen Feuer sitzen und sich aneinander kuscheln – Wie im echten Leben also!

Don't Starve Together - Der Schweinekönig.jpg

Doch der Winter ist noch fern und wir bauen fleißig weiter. Mit einer Schaufel graben wir Beeren-Büsche, Sträucher und Gräser aus, nur um sie später in unserer Nähe neu einzusetzen. Auch sonst haben wir schon viel erreicht; Durch die umfangreiche Erkundung haben wir seltsame Maschinen-Wesen entdeckt, die die für uns so wertvollen Schrauben in sich tragen. Gemeinsam locken wir die Viecher aus ihrem Versteck und ringen sie nieder, um kurz darauf die erbeuteten Schrauben stolz nach Hause zu tragen. Mit diesen sind wir in der Lage, einen Kühlschrank zu bauen, welcher unsere Nahrung länger frisch hält und uns so den Winter erleichtern sollte. Doch während wir noch berauscht von unserem Erfolg um die Feuerstelle tanzen, hören wir seltsame Geräusche in der Ferne. Und während wir noch grübeln, fallen sie auch schon über uns her! Fiese wildschweinartige Viecher sind plötzlich überall und versuchen uns das Leben auszuhauchen! Schnell greifen wir zu unseren Speere, ziehen unsere provisorischen Rüstungen aus Holz oder Gras über und beginnen einen Kampf ums Überleben, den wir nur knapp für uns entscheiden können. Völlig erschöpft begutachten wir unsere Blessuren und verarzten unsere Wunden. Eine Heilsalbe sorgt für erste Linderung, während wir den Mais vom Feld in leckeres und dazu nahrhaftes Popcorn verwandeln und hungrig verschlingen wir dieses. Während unsere Spielfiguren schmausen, schauen meine Freundin und ich uns an und klopfen Sprüche, wie verdammt knapp diese Geschichte war – In Zukunft passen wir besser auf! Ein kleiner Kuss und schon geht es weiter, der Winter naht und wir haben noch viel zu tun!

Don't Starve Together - Lagerausbau.jpg

Und so sammeln und bauen wir weiter und versuchen, uns auf Eis und Schnee vorzubereiten. Und während ich einige Bäume zwecks der Gewinnung von Brennholz schlage, erhebt sich einer der verwurzelten Riesen und beginnt als schreckliches Monster auf uns loszugehen! Wir ergreifen panisch die Flucht, doch der Baum, oder nennen wir ihn besser Ent, ist hartnäckig und alles andere als erfreut, dass wir seine Freunde gefällt haben. Da ein Kampf aussichtslos erscheint, muss eine andere Lösung her, der Baum muss besänftigt werden. Nur 2 Wege sind uns dafür bekannt; Entweder wir pflanzen einige neue Bäume, um uns mit dem Ent zu versöhnen, oder wir lullen ihn mit der Musik einer Panflöte in den Schlaf. Da wir keine Baumsamen mehr auf Lager haben, spielen wir auf der Flöte und schon verfällt das Baumwesen wieder in einen tiefen Schlaf, aus dem er hoffentlich nicht so bald wieder erwacht – schon wieder haben wir es geschafft.

Don't Starve Together - Auf der Flucht vor dem Baummonster.jpg

Nach vielen aufregenden Tagen und gruseligen Nächten nähert sich der gefürchtete Winter nun mit immer größeren Schritten; Die Hasen wechseln ihre Fellfarbe, Eisvögel ersetzen die in den Süden geflogenen Verwandten und in den Nächten wird es langsam aber sicher frostig! Ohne wärmenden Bart oder ein helles Feuer sollte man sich nun nicht mehr in die Dunkelheit wagen. Doch der nächste Tag bringt keine Besserung, denn die ersten Schneeflocken taumeln zu Boden und wir wissen; Jetzt beginnt eine gefährliche und harte Zeit. Aufgrund unserer guten Vorbereiten haben wir bereits erste Winterkleidung, die meine Freundin liebevoll gebaut hat. Die Tage sind verdammt kurz geworden, weshalb wir die meiste Zeit am Feuer verbringen und abwarten müssen. Unterbrochen wird die Zeit des Wartens lediglich durch unseren Vogel, welchen wir uns im selbst gebauten Vogelkäfig halten.

Don't Starve Together - Wir im Lager.jpg

Doch auch im Winter sind wir nicht vor den über uns herfallenden Wildschweinen sicher, welche im Schutz der Nacht einen deutlichen Vorteil haben. Wir müssen bei unseren Feuern bleiben, was uns die wichtige Bewegungsfreiheit nimmt. Zwar sind wir nun deutlich besser vorbereitet als beim ersten Angriff, doch schaffe ich es nicht, gegen die geballte Übermacht zu bestehen und lasse mein Leben. Während meine Freundin den letzten Widersacher mit dem Speer niederstreckt, erhebt sich mein Geist aus dem leblosen Körper – Super! Als Geist kann man in Don’t Starve nicht mehr viel anfangen und nur darauf hoffen, einen Alter der Wiederbelebung zu finden oder uns von unserem Mitspieler zurück ins Spiel holen zu lassen. Um dies zu bewerkstelligen, brauchen wir aber ein „künstliches“ Herz, zu dessen Herstellung man die organischen Teile einer Spinne braucht. Und im Winter zu reisen ist verdammt riskant, besonders, wenn man sich auf einen Kampf mit Spinnen einlassen will.

Don't Starve Together - Pinguine im Lager.jpg

Doch trotz der Gefahr macht sich meine Freundin auf, denn alleine ist das Spiel nicht nur langweilig, es ist auch schwer, denn die Präsenz eines Geistes tut der Gesundheit des Mitspielers nicht gut. Die Reise ist lang und umständlich, denn die Kälte zwingt immer wieder zur Rast, um ein Feuer zu entfachen und sich aufzuwärmen. Auch sind die Tage so kurz, dass jede Nacht zur Probe der eigenen Geduld wird. Doch schließlich sind die Spinnen am Horizont auszumachen und es entbrennt ein hitziger Kampf, der wie immer knapp für meine Freundin ausgeht. Sie hat die benötigten Materialien für das künstliche Herz und macht sich auf, im dieses im Lager zu bauen. Doch auf halber Strecke geht das Brennholz aus und lediglich eine Fackel ist noch zur lebenswichtigen Spendung von Licht vorhanden, denn längst ist die Nacht hereingebrochen. Letztlich verlischt nach einem panischen Wettlauf mit der Zeit die letzte Flamme und auch meine Freundin wird zum Geist – Wir haben verloren, und das nicht zum ersten mal. Wir schauen uns kurz in die Augen und es erklingt die im Einklang unserer Stimmen die Frage; „Noch eine Runde?“ Und weiter geht es…

Johann von Ti
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Johann von Ti

Blogger aus Leidenschaft, seit 2011 aktiv in der Szene unterwegs und immer für gute Games, Filme und blöde Ideen zu haben. Nebenher auch noch Student in Medien und Geschichte.
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