INDUSTRIA – Erste Infos zum Mystery-Shooter

Screenshot von dem Mystery-Shooter INDUSTRIA – die Spielfigur steht mit einer Pistole bewaffnet in einem Innenhof, der von vielen Pflanzen überwuchert ist. Auf den Charakter stürmen drei kleine Laufroboter zu.

Der kleine Indie-Entwickler Bleakmill Games arbeitet bereits einige Jahre an dem Shooter INDUSTRIA, welcher uns aus dem Ostberlin der 80er Jahre direkt in eine fremdartige Paralleldimension reißt. Das Setting klingt doch direkt einmal interessant und auch das erste Bildmaterial konnte mein Interesse zum Mystery-Shooter verstärken. Doch worum geht es eigentlich?

Was erwartet uns in INDUSTRIA?

In INDUSTRIA schlüpfen wir in die Rolle einer jungen Frau, die auf der Suche nach ihrem verschollenen Arbeitskollegen in eine parallele Dimension gerät – während die Mauer zwischen Ost- und West-Berlin also fällt und die Menschen sich freudig in den Armen liegen, lösen wir uns von der bekannten Welt und finden uns in unbekannten Zeitschichten wieder. Das Spiel soll dabei vor allem mit seiner Story und der Spielwelt glänzen – und tatsächlich ist das Setting wunderbar unverbraucht. Die Spielzeit legt der kleine Entwickler bei gut vier Stunden an. Erscheinen soll INDUSTRIA 2021 auf Steam, ein genauer Termin ist noch nicht bekannt.

Folgende Inhalte sind für INDUSTRIA geplant:

  • Tiefgründige Story: INDUSTRIA ist als klassischer, Story-getriebener Ego-Shooter angesetzt, der gut vier Stunden Spielzeit bieten soll

  • Dichte Atmosphäre: Die Spielwelt soll „liebevoll“ gestaltet sein und voller „Mysterien und lynchesker Surrealität“ sein (das klingt doch spannend!)

  • Tödliche Gefahr: Gegner lauern hinter jeder Ecke – uns stehen im Spiel vier Waffen zur Verfügung, um uns zur Wehr setzen zu können

  • Einzigartiges Setting: Das Berlin des Mauerfalls trifft auf eine surreale Parallelwelt (tatsächlich ein unverbrauchtes Setting, ich bin gespannt)

  • Experimenteller Soundtrack: Die musikalische Untermalung soll von Synthesizern, akustischen Instrumenten und melancholischen Gesang geprägt sein (auch das könnte ganz nach meinem Geschmack sein!)

Screenshot von dem Mystery-Shooter INDUSTRIA – im Hintergrund ist eine Häuserfassade zu sehen, welche im Berlin einer Parallelwelt existiert. Im Vordergrund sehen wir die Spielfigur mit einer Maschinenpistole.

Um unseren verschollenen Kollegen zu finden, müssen wir ihm in eine fremde Parallelwelt folgen. Zwar wirkt diese Welt auf den ersten Blick vertraut, aber schnell müssen wir feststellen, dass hier ein dunkles Geheimnis darauf wartet, von uns enthüllt zu werden. Und habe ich die fiesen Roboter erwähnt, die uns umbringen wollen?

Die Story

Berlin, 9. November 1989: Die Mauer ist offen! Tausende Menschen haben sich unaufhaltsam in Bewegung gesetzt und liegen sich nach vier Jahrzehnten der Teilung glücklich in den Armen. Zeitgleich verschwindet ein Mann in einer geheimen Forschungsanlage irgendwo in Ost-Berlin. Die Abschiedsnachricht des Mannes erreicht uns zu spät – also hetzen wir zurück ins Büro, wo die Staatssicherheit längst alle Unterlagen des Forschungsprojekts vernichtet hat. Der Komplex ist verlassen und menschenleer.

Die Suche nach unserem Arbeitskollegen führt uns immer tiefer in das Zentrum der Anlage; und so auch mitten ins Herz des Universums – hier scheint die Zeit still zu stehen. Ein dunkles Geheimnis verbirgt sich in dieser fremden und surrealen Welt, die zugleich vertraut wirkt.

Screenshot von dem Mystery-Shooter INDUSTRIA – zu sehen ist eine gigantische, in schwaches, blaues Licht getauchte Halle. Im Vordergrund befindet sich eine große Metallbrücke, während im Hintergrund ein großer Turm mit vielen, kleinen Lichtern steht.

Irgendwo in Ost-Berlin wurde eine gigantische Forschungsanlage errichtet, welche den Zugang zu einer Parallelwelt ermöglicht. Es liegt an uns, die Geheimnisse der fremden Zeitschichten zu ergründen.

Mein Ersteindruck

Für mich war vor allem das Setting ausschlaggebend, um mein Interesse zu wecken. Es macht sich durchaus bemerkbar, dass die beiden Köpfe des Projekts eine Modding-Vergangenheit in der Source Engine mitbringen, weshalb der Stil des Spiels durch Titel wie Half-Life 2 und Portal mitgeprägt wurde, ohne dabei auf eine eigene Identität zu verzichten. Die Szenerie eines Berlins zur Wende, gekoppelt an eine dystopische Parallelwelt, die scheinbar allein von aggressiven Robotern bevölkert wird, schafft spannende Bilder. Auch das Design der eben genannten Roboter konnte mich abholen – aber gut; ich stehe halt auf solche Blechbüchsen, die wackelnd auf einen zustürmen.

Dass die Spielzeit auf vier Stunden bemessen wurde, könnte zunächst ein wenig kurz klingen. Jedoch ist das für einen so kleinen Entwickler auch einfach realistisch und für Story-getriebene Shooter auch nicht ungewöhnlich. Wenn Bleakmill Games es schaffen, die Handlung dicht und spannend zu stricken, ist die Spielzeit völlig in Ordnung (solange der Preis halbwegs stimmt). Ein wenig skeptischer bin ich bei der Waffenauswahl; ich verstehe schon, dass der Fokus eher auf das Erforschen der mysteriösen Spielwelt gelegt wird, aber lediglich vier Waffen klingen zunächst schon etwas mau. Aber auch hier gilt: Stimmt die Qualität, kann die Quantität vernachlässigt werden. Ich hoffe also, dass das Waffenhandling, also das Gunplay, so gut ist, dass mir die kleine Waffenauswahl im Spiel gar nicht weiter auffällt. Aber was ist das eigentlich schon wieder für ein wildes Glaskugellesen? Warten wir, bis das Game spielbar auf dem Tisch liegt, bevor ich hier groß herumschwadroniere.

Screenshot von dem Mystery-Shooter INDUSTRIA – die Spielfigur steht in einer kleinen Halle, die von allerlei Pflanzen überwuchert wird. Im Hintergrund ist eine seltsame, große Turbine zu sehen, von welcher blaues Licht ausgeht.

Menschliches Leben sucht man in dieser Welt vergeblich. Lediglich die überwucherten Bauwerke und übriggebliebene Knochen zeugen von den Menschen, die hier einst lebten. Übrig scheinen allein Roboter zu sein, welche in den Ruinen dieser Welt hausen.

Fazit

Alles in allem hat mich INDUSTRIA abgeholt und ich bin gespannt, was uns Bleakmill Games zum Release präsentieren werden. Das gebotene Setting ist frisch und unverbraucht, der Stil des Spiels erinnert mich an ein Half Life im Berliner-Gewand des Kalten Krieges. Die ollen Roboter haben sich direkt in mein Herz gewackelt, während ich tatsächlich gespannt bin, wie surreal und fremdartig die Parallelwelt in INDUSTRIA tatsächlich ausfällt. Ich hoffe, dass man sich hier wirklich verausgabt und uns eine schöne, knackige „Brainfuck“-Story kredenzt.

Lassen sich Bleakmill Games die nötige Zeit für ein ordentliches Polishing, könnte uns hier ein wirklich spannender Mystery-Shooter ins Haus stehen. Man darf also durchaus gespannt sein!

INDUSTRIA soll 2021 auf Steam erscheinen. Ein genauer Release-Termin ist nicht bekannt. Als Publisher tritt Headup Games auf. Wer wie ich gespannt auf das fertige Spiel ist, sollte INDUSTRIA auf seine Steam Wunschliste packen – das ist besonders für kleine Indie-Entwickler eine wertvolles Signal, dass Interesse der Spieler besteht. Ich werde INDUSTRIA auf jeden Fall im Auge behalten und brenne darauf, irgendwann selbst das dunkle Geheimnis der Parallelwelt zu ergründen.

Johann von Ti
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Sp1eLmaNn

Hui, sieht sehr nais aus, bitte auf dem laufenden halten! 🙂