The Black Masses – Erste Infos

Koop-Game im mittelalterlichen Fantasy-Setting soll hunderttausende Gegner zugleich bieten.

Bereits im September diesen Jahres erschien ein kurzer Gameplay-Teaser zu einem neuen Projekt der Brilliant Game Studios, welche bereits durch UEBS (Ultimate Epic Battle Simulator) eine gewisse Bekanntheit erlangten. Bei diesem neuen Projekt handelt es sich um The Black Masses, einem Open-World-Spiel im mittelalterlichen Fantasy-Setting, bei dem sich die Bewohner in zombiehafte Wesen verwandelt haben und nun das Land terrorisieren. Wie schon beim UEBS wird mithilfe von Crowd-Rendering-Technologien eine massive Anzahl an NPCs gleichzeitig dargestellt, sodass dem Spieler über 100.000 Widersacher zugleich auf die Pelle rücken.

Aktuell noch in der Pre-Alpha

Das ganze soll auf einer 16 km² großen Insel spielen und kooperatives Gameplay bieten. Dabei können die Spieler gemeinsam den dämonischen Massen trotzen und müssen zugleich herausfinden, wie es zu dieser Katastrophe kommen konnte. Dabei soll ein umfassendes Kletter- und Parkour-System dafür sorgen, dass man Hindernisse im Spiel auf kreative Weise umgehen kann, während ein Level-System uns langfristig zu einem „Gott unter den Menschen“ machen soll. Nun. Ja. Nicht uninteressant, jedoch wird klar ersichtlich, dass dieses Projekt noch weit am Anfang steht. Das aktuelle Video-Material stammt aus einer Pre-Alpha-Version des Spiels. Aktuell kann man zudem fest davon ausgehen, dass das Spiel nicht mehr in diesem Jahr erscheinen wird, auch für 2019 wäre ich noch skeptisch.

Folgende Inhalte sind für The Black Masses geplant:

  • Open-World-Sandbox-RPG mit „potenziell“ unbegrenzten Leveling-System

  • Koop-Unterstützung bis zu 4 Spieler

  • Parkour- und Kletter-Elemente

  • Intelligente Zombie-Horden, die in Echtzeit auf der Karte umherwandern

  • Visuelle Erzählelemente (ich weiß nicht genau, was gemeint ist) und Dialoge mit Überlenden

Mein Ersteindruck zum ersten Gameplay-Teaser

Der Gameplay-Teaser (sowie dieses Making-Of-Video zum Spiel) ist für mich ein Wechselbad der Eindrücke; Während die Landschaften und Gebäude optisch nicht unansehnlich daherkommen und die Anzahl an Zombies (oder von Dämonen besessener Seelen) beeindruckt, sind besonders das Gameplay und die Charakter-Modelle alles andere als überzeugend. Hier machen sich Schwächen bemerkbar, die mir bereits beim UEBS auffielen. Die Quantität der dargestellten NPCs wird vor allem dadurch gewonnen, dass diese sehr simpel und mit wenigen Unterschieden als auch Animationen dargestellt werden. Man hat also zwei bis drei leicht unterschiedliche Modelle, die dann tausendfach wiederholt auftauchen. Das ist für sich genommen nicht ganz so dramatisch, nimmt mir aber schnell eine Menge der Immersion, die eine solche Darstellung von tausenden Gegner auf einmal potentiell bieten könnte.

Kritikwürdiger ist aber das Gameplay selbst. Während die gezeigten Parkour-Einlagen mir gut gefallen und ich die Idee dieser freien Bewegung sehr schätze, sind besonders die Kämpfe aktuell auf einem schlechten Stand. Die Animationen sind träge, wirken hölzern und wenig dynamisch, was mir direkt die Lust am spielen nehmen würde. Ja ich weiß, es handelt sich noch um eine Pre-Alpha, dennoch erinnert mich das ganze viel zu stark an UEBS, wo man ebenfalls eine einzelne Figur steuern kann, dort das ganze aber nur eine Spielerei, nicht Mittelpunkt des Spielkonzeptes war. Hier muss sich bis zum Release ganz massiv etwas ändern, damit die Kämpfe sich auch spielerisch behaupten können. Ehrlich gesagt bin ich da noch recht skeptisch, jedoch ist das natürlich reine Spekulation. Jedoch kann ich festhalten, dass das Spiel für mich erst interessant wird, wenn das eigentliche Gameplay deutlich aufgebessert wurden. Ansonsten haben wir hier ein nur einen UEBS mit stärkerem Einzelspieler-Fokus, was zwar nett, aber doch zu wenig ist.

Johann von Ti
Auch auf:

Johann von Ti

Blogger aus Leidenschaft, seit 2011 aktiv in der Szene unterwegs und immer für gute Games, Filme und blöde Ideen zu haben. Nebenher auch noch Student in Medien und Geschichte.
Johann von Ti
Auch auf:

Letzte Artikel von Johann von Ti (Alle anzeigen)