Free-to-Play und Pay-to-Win

Wer Play4Free spielt, muss aufpassen!

Sie werben mit kostenlosen Spielspaß und schießen wir Pilze aus dem Boden. Doch das man grade bei einem Play4Free Spiel höllisch auf seine Geldbörse achten muss, sollte kein Geheimnis sein. Denn machen wir uns nichts vor; Kostenlos ist so gut wie nichts auf dieser Welt, besonders nicht bei Videospielen. So darf man die Free-to-Play Titel natürlich ohne den Einsatz von Geld spielen, wird aber in irgendeiner Weise immer dazu angeregt, im Nachhinein seine Börse zu zücken. Manche sind dabei kundenfreundlicher, andere eben nicht.

AVA Waffen Sniper

Bei einem Free-to-Play Spiel ist die Frage nach dem Pay-to-Win allgegenwärtig und bildet einen der wichtigsten Faktoren für die Qualität des Titels. So kann ein Spiel noch so gute Grafik haben und Inhalte bereit halten; Werden am Ende Spieler die Geld zahlen bevorteilt, dann ist es in meinen Augen keinen Cent wert. Dabei geht es einfach um Fairness; Ich will aufgrund meines Könnens verlieren oder gewinnen, nicht weil ich mehr oder weniger Geld für ein Spiel ausgebe. Hier muss man aber beachten, was alles als Pay-to-Win betrachtet werden kann und was weniger. Denn es gibt durchaus Spiele, die zwar Geld von Spielern nehmen, damit aber keine Ungerechtigkeit im Spiel schaffen, zumindest nicht mehr als in normalen Vollpreistiteln.

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Denn machen wir uns nichts vor; Wirklich gerecht sind die wenigsten Titel in der heutigen Zeit. Besonders schlimm ist es bei den Shootern wie Call of Duty aber auch Battlefield. Hier haben nämlich die Spieler einen Vorteil, die einen höheren Rang haben und damit mehr Waffen und Anpassungen wählen können. Wer neu anfängt, hat meist nur schwache Start-Waffen und wenig Fähigkeiten und muss sich erst mit der Zeit alle Inhalte erspielen. Das soll Spieler motivieren und als Art „Leistungs-Anzeige“ dienen. Ich empfinde dieses System als Unfair, aber was solls, zumindest muss man nicht extra Geld ausgeben (DLCs mal ausgenommen). Doch eigentlich geht es hier ja um Free-to-Play Spiele und damit geht es auch weiter.

LoL Ingame Shop

Denn wie schon gesagt; Hier gibt es positive und negative Beispiele und auf die will ich etwas eingehen. Pay-to-Win liegt immer dann vor, wenn man sich durch das Zahlen von Geld einen direkten Vorteil im Spiel erkaufen kann. Kann man sich also exklusiv Waffen kaufen, die besser als die normal verfügbaren sind, dann liegt hier Pay-to-Win vor. Das gleiche gilt für jegliche Ausrüstungsgegenstände die Vorteile bringen und für nichtzahlende Spieler nicht verfügbar sind. Etwas anderes ist es, wenn man sich durch den Einsatz von Geld schnellere Fortschritte erkaufen kann, also Dinge früher erhält als gewöhnlich. Das ist zwar auch nicht das Gelbe vom Ei, trotzdem erhält so keiner einen Vorteil, der nicht ausgeglichen werden kann. Die beste Methode für einen Ingame-Shop ist jedoch der Verkauf von reinen Dekorations-Artikeln wie Skins oder bestimmte Kleidungsstücke. Hier kann man sich keine Vorteile kaufen, sondern lediglich optische Individualität. Die Frage ist dann jedoch, ob sich das am Ende rentiert. Hier sei aber gesagt; Es gibt zahlreiche Titel die genau so Ihr Geld machen und auf Pay-to-Win verzichten können. Leider gibt es viel mehr negativ-Beispiele.

Battlefield Play4Free Shop

Mein Fazit ist daher; Free-to-Play muss nicht schlecht sein, es kann sogar super sein. Die Frage die man sich bei der Wahl eines Spiels dieses Genres jedoch zuerst stellen muss, ist die, ob eine Pay-to-Win Situation vorliegt. Dies lässt sich schon früh recht gut erkennen, indem man sich den Shop des Titels anschaut. Finden wir dort zahlreiche Ausrüstungsgegenstände, die nur mit echten Geld gekauft (oder noch schlimmer gemietet) werden können, dann kann man sich den Download sparen.

Johann von Ti
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Johann von Ti

Blogger aus Leidenschaft, seit 2011 aktiv in der Szene unterwegs und immer für gute Games, Filme und blöde Ideen zu haben. Nebenher auch noch Student in Medien und Geschichte.
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