Kickstarter – Crowdfunding – Was ist das eigentlich?

Heute wollen wir die Crowdfunding Plattform Kickstarter unter die Lupen nehmen und aufzeigen, warum sie so wichtig für uns Gamer ist.

Wir haben in letzter Zeit immer öfter von Spielen berichtet, welche auf Kickstarter finanziert werden oder wurden und da bleibt es nicht aus, auch mal über die Plattform selbst zu berichten. Zunächst einmal klären wir den Begriff Crowdfunding, übersetzt heißt Crowdfunding mehr oder weniger „Schwarm-Finanzierung “ und ist eine Methode um Gelder für ein Projekt zu beschaffen. So gibt es beim Crowdfunding keinen einzelnen, großen Geldgeber, sondern viele kleine die Ihren Beitrag leisten.

Lagerplatz

FRONTIERS ist ein Rollenspiel, welches bereits über Kickstarter finanziert wurde. Es konnte über 100.000 US-Dollar einstreichen.

Crowdfunding ist ganz klar eine Finanzierung, die größtenteils im Internet zu finden ist, da auf diese Weise viel mehr Menschen angesprochen werden können. Der „Schwarm“, also die vielen Geldgeber, ersetzten wie schon gesagt einen großen Investor, das heißt, dass Spiele, die sich auf Kickstarter finanzieren, keinen Publisher haben und damit unabhängig arbeiten können. Warum diese Unabhängigkeit gut ist, zeigt sich leider immer wieder, so werden viele Spiele unter dem Druck von Publishern zu früh veröffentlicht und darunter leidet die Qualität. Natürlich kann man nicht alle Publisher in einen Topf werfen, doch sicher ist: Ein Publisher will Geld machen!, und das ist natürlich sein gutes Recht und völlig legitim, immerhin ermöglicht er die Veröffentlichung eines Spiels. Doch damit ist noch etwas sicher, ein Publisher wird immer auf Nummer sicher gehen und niemals etwas finanzieren, bei dem er nicht sicher ist, dass es erfolgreich wird – und bei neuen Ideen kann man das nicht. Dadurch haben es Indie-Entwickler schwer Ihr Spiel zu erstellen und auf den Markt zu bringen. Doch Plattformen wie Kickstarter machen genau das, sie ermöglichen Indie-Entwicklern Ihre Träume zu verwirklichen, zumindest wenn sie genug Menschen überzeugen können.

Stadt

Liege ist eine 16-bit RPG mit japanischen Vorbildern, es befindet sich noch in der Finanzierung aber hat bereits die Mindestsumme erreicht.

Kickstarter ist wie eben ausführlich beschreiben eine Crowdfunding Plattform, doch nicht nur Games können hier finanziert werden, ganz im Gegenteil! In 13 Hauptkategorien lassen sich die verschiedensten Projekte einteilen und in weiteren Unterkategorien weiter aufteilen, von Kunst zu Essen bis hin zu Technologie lassen sich zahlreiche Projekte finden, Games lassen sich in Form von Videospielen und Tabletop in großer Zahl finden, so befinden sich momentan über 300 aktive Projekte in diesen Kategorien, weiterhin kommen viele schon finanzierte Projekte hinzu. Neben der hohen Anzahl von Projekten könne sich auch die aufgebrachten Gelder der Plattform sehen lassen, so konnte Beispielweise die virtuelle Realitäts-Brille Ocultus Rift bei der Finanzierungsaktion auf Kickstarter statt den gewünschten 250.000 US-Dollar über 2,4 Millionen einstreichen.

Gefährlicher Tyrannosaurus

Auch The Stomping Land wurde über Kickstarter finanziert und ist erreichte eine Summe von über 114.00 US-Dollar.

Und in meine Augen ist eine Finanzierung über eine Crowdfunding Plattform wie Kickstarter eine der besten Möglichkeiten, ein Projekt zu finanzieren. Hier sind es nämlich die Kunden die entscheiden, ob sie ein Produkt wollen, wenn ja investieren sie in die Entwicklung, wenn nicht, wird es nicht gemacht. Das ist Angebot und Nachfrage in einer wunderbaren Umsetzung, gibt es ein Spiel, welches keinen Interessiert, wird es nicht einmal veröffentlicht, ist es aber spannend und interessant, so hat man schnell das benötigte Geld, um es auf den Markt zu bringen. Also wird mit Kickstarter nicht nur Geld gegeben, es zeigt sich auch direkt, wie Interessant ein Produkt oder Idee wirklich ist und ob sie sich im Endeffekt überhaupt verkaufen wird.

Johann von Ti
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Johann von Ti

Blogger aus Leidenschaft, seit 2011 aktiv in der Szene unterwegs und immer für gute Games, FIlme und blöde Ideen zu haben. Demnächst nebenher auch noch Student und Jünger von Hopfen und Malz.
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