Iron Harvest – Erste Infos

Echtzeitstrategie in einer alternativen Realität des frühen 20. Jahrhunderts!

Mit Iron Harvest ist aktuell ein Spiel in Entwicklung, welches nicht nur mein Interesse geweckt, sondern mich völlig in seinen fantastischen Bann gezogen hat. Verantwortlich für dieses wirklich großartig aussehende Projekt zeigt sich Entwickler KING Art und heilige Heuschrecke; Selten ließ ich mich in der Vergangenheit von einem Spiel so hypen. Bis zum 14. April kann man Iron Harvest noch auf Kickstarter unterstützen. Doch was verbirgt sich eigentlich hinter diesem Spiel?

Das Setting

Iron Harvest spielt in der Welt von 1920+, welche von dem polnischen Künslter Jakub Różalski geschaffen wurde. Diese Welt ist eine alternative Version unserer Welt, in welcher sich die Dinge während und nach dem Ersten Weltkrieg deutlich anders entwickelt haben. Der technische Fortschritt ging in diesem Universum andere Wege und brachte mächtige Maschinen hervor, welche als gefährliche Waffen die Schlachtfelder prägen. So haben wir es in dieser Welt nicht mit Panzern, sondern zum Teil gigantischen Kampfrobotern und noch ganz anderen, alternativen Waffenentwicklungen zu tun. Die Bilder von Rozalski könne sich im übrigen mehr als sehen lassen – Hier eine klare Empfehlung, sich auch das mal genauer anzuschauen!

Iron Harvest - Artwork - Spider Tank in a forest

Hier eines der besagten Werke von dem polnischen Künstler Jakub Różalski, welche die Vorlage für Iron Harvest bilden.

Interessant ist zudem, dass Rozalskis Werke und das von ihm geschaffene 1920+ Universum bereits die Vorlage für ein Brettspiel mit dem Titel Scythe boten. Und obwohl Scythe als auch Iron Harvest die selbe Vorlage nutzen, ist Iron Harvest völlig unabhängig und entsprechend keine Videospiel-Umsetzung des Brettspiels.

Das Spiel

Zu meiner großen Freude wird Iron Harvest ein Echtzeitstrategiespiel, welches sich laut den Entwicklern in Sachen Gameplay stark an Company of Heroes 1 orientiert. Und genau diesen Eindruck vermitteln die ersten, bewegten Bilder zum Spiel auch mit voller Kraft – Company of Heroes mit Mechs und anderen, fiktiven Einheiten-Typen; Ich bin begeistert!

Geplant sind drei spielbare Fraktionen (zu diesen im nächsten Punkt genaueres), welche über 40 Einheiten-Typen bereithalten. Zudem sollen 9 Helden im Spiel integriert sein. Nun gut, ich bin nicht der größte Freund von Helden-Einheiten in einem RTS, auf der anderen Seite wird Iron Harvest einen starken Einzelspieler-Bezug als auch Koop (auch eine Koop-Kampagne wurde bereits über Kickstarter finanziert) bieten, weshalb Helden durchaus eine Bereicherung darstellten können.

Iron Harvest - Gefecht zwischen Lagerhallen

Iron Harvest erinnert optisch als auch spielerisch sehr stark an Company of Heroes, verspricht aber zahlreiche Merkmale, um sich von dem Vorbild abzuheben.

So sollen drei Einzelspieler-Kampagnen geboten werden, in welchen wir jeweils die Rolle eine der drei Fraktionen übernehmen. In diesem Zusammenhang gaben die Jungs und Mädels von KING Art an, dass man sich hier vor allem die Kampagne von Warcraft 3 zum Vorbild genommen hätte. Auch hier bin ich begeistert; Für mich bietet Warcraft 3 eine der besten Singleplayer-Kampagnen, welche es schafft, eine Geschichte aus der Sicht verschiedenster Fraktionen zu erzählen. Würden KING Art diese Qualität erreichen, wäre dies ein enormer Gewinn für RTS im Singleplayer. 21 Missionen mit einem übergreifenden Storybogen sollen später die Kampagne bilden – Klingt schon mal vielversprechend.

Neben der Kampagne wird es auch Challenge-Maps und Skirmish-Matches gegen die KI geben. Damit steht in Sachen Einzelspieler und kooperativen-Spiel eine gute Menge Inhalt bereit – Doch wie sieht es in Sachen Mehrspieler aus?

Iron Harvest - Screenshot - 2 Mechs im Gefecht

Über Kickstarter und PayPal konnten über 1 Millionen US-Dollar gesammelt werden, womit auch ein Mehrspieler für Iron Harvest entwickelt wird.

Für mich ist ein Mehrspieler in einem RTS von größter Wichtigkeit; So sehr ich auch hier gut erzählte und spielerisch stark umgesetzte Kampagnen liebe, Gefechte gegen echte Spieler sind langfristig das, was mich in Sachen Echtzeitstrategie fesseln kann. Und was ein Glück; Mit dem Erreichen des Stretch Goals von 1 Millionen US-Dollar, hält auch ein Mehrspieler-Modus Einzug in Iron Harvest. Für mich persönlich ein wirklich wichtiges Kriterium. Ich bin also wirklich froh, dass Kompetitive Multiplayer-Modi (gewertete Spiele, Saisons) in Iron Harvest vorhanden sein werden.

Die Fraktionen

Wie vielleicht schon deutlich wurde, spielen drei Fraktionen eine zentrale Rolle in Iron Harvest. Dabei handelt es sich konkret um das Sächsische Imperium, die Republik Polania und letztlich das Zaren-Reich Rusviet.

Iron Harvest - Das Sächsische Imperium

Beim Sächischen Imperium handelt es sich mehr oder weniger um das Deutsche Kaiserreich. Das Imperium ist trotz der Niederlage im Großen Krieg und unvorteilhaften Kapitulationsbedingungen weiterhin eines der einflussreichsten Länder Europas. Eine starke Industrie, fortschrittliche Städte, moderne Fabriken als auch eine tief verwurzelte Militärtradition sorgen für den Bestand dieses Einflusses. Die stolzen und gedemütigten Eliten des Landes agieren im Verborgenen gegen die Beschwichtigungspolitik des Kaisers.

Iron Harvest - Die Republik Polania

Die Republik Polania ist natürlich ein alternatives Polen, welches als großer Agrarstaat mit weitreichender Geschichte um seine territorialen Ansprüche kämpfen muss. Während das Sächsische Imperium im Westen eine beständige Bedrohung darstellt, hat Rusviet im Osten große Teile das Landes besetzt. Um sich eine Vollständige Unabhängig zu erkämpfen und auch bewahren zu können, hat Polania ein Programm zur Modernisierung seiner Armee begonnen.

Iron Harvest - Rusviet

Das alternative Zaren-Reich Rusviet befindet sich in einer gefährlichen Situation; Zwar verfügt das gigantische Reich über eine unerreichtes Potenzial an Industrie sowie Bevölkerung, jedoch hat der Große Krieg seine Spuren hinterlassen. Die Menschen sind Kriegsmüde und von den großen Entbehrungen zermürbt. Längst liegt der Geruch von Revolution in der Luft und ein gewisser Grigori Rasputin scheint die schwindende Macht des Zaren Nikolaj ausnutzen zu wollen…

Helden und Einheiten

Wie schon angemerkt, werden wir in der Kampagne die Seiten mehrmals wechseln und die Geschichte jeweils aus der Sicht der drei Fraktionen erleben. Jede der Kampagnen folgt der Geschichte einer Heldenfigur, welche wiederum jeweils von zwei weiteren Helden begleitet und unterstützt werden (weshalb wir letztlich auf 9 spielbare Helden kommen, quick maths und so).

Die Helden sollen in Iron Harvest wiederum keine unbezwingbaren „Supereinheiten“ sein, sondern eher Spezialeinheiten darstellen, welche mit ihren besonderen Fähigkeiten das Spielgeschehen beeinflussen und so neuen Strategien in der Schlacht ermöglichen. Einige Helden haben neben ihren besonderen Fähigkeiten auch tierische Begleiter, darunter Wölfe, ein Bär oder ein Tiger.

Infanterie-Einheiten sollen flexibel daherkommen und mit verschiedenen Waffen und Werkzeugen ausgestattet werden können, was ihre Einsatzmöglichkeiten beeinflusst bzw. bestimmt. Zur Verfügung sollen unter anderem Granaten, Minen, schwere MGs, Kanonen und Mörser stehen. Die Einflüsse von CoH auch hier unübersehbar.

Kickstarter Kampagne

Wie eingangs schon erwähnt, läuft aktuell einer Kickstarter Kampagne für Iron Harvest, mit welcher das Spiel finanziert werden soll. Das Basis-Spiel ist dabei längst finanziert (hier waren mindestens 450.000 US-Dollar gefragt), nun geht es darum, weitere Stretch Goals einzustreichen. Neben Kickstarter kann auch auf der Seite von KING Art selbst Geld (entspannt via PayPal) in die Entwicklung investiert werden (was ich auch getan habe), wodurch insgesamt schon über Eine Millionen US-Dollar zusammengekommen sind. Der letzte Stretch Goal liegt bei 1,5 Millionen US-Dollar und soll eine zusätzliche Kampagne als kostenloses DLC bieten. Die Kampagne läuft noch bis zum 14. April 2018, es bleiben also noch ein paar Tage, um vielleicht noch die letzten Stretch Goals zu erreichen. Die wichtigsten Etappen, Hauptspiel samt Mehrspieler, sind aber erreicht, womit ich schon jetzt völlig zufrieden bin.

Plattformen & Preis

Iron Harvest soll für PC, PlayStation 4 und Xbox One erscheinen. Zunächst war ich MEHR als skeptisch, als ich las, dass man auch für die Konsole veröffentlichen möchte. Oft führt eine solche Entscheidung zu einer starken Vereinfachung der Steuerung, welche sich bei PC-Spielern negativ bemerkbar machen könnte. KING Art gab aber an, dass man die Konsolen-Steuerung unabhängig zur Steuerung auf dem PC entwickelt, weshalb dies keinen negativen Einfluss ausüben soll. Das ist schon mal gut, hoffen wir, dass das am Ende auch gut klappt. Versionen für Linux und Mac werden nicht generell ausgeschlossen, können aber aktuell nicht bestätigt werden – Hier wird sich später zeigen, ob die entsprechenden Plattformen unterstützt werden können.

Eine Digitale Version von Iron Harvest erhalten Unterstützer ab 36,64 Euro. Hier können Unterstützer später zwischen eine Version für GOG und Steam wählen (großes Lob an diese Wahlfreiheit!). Versionen für die Konsole gibt es ab 57 Euro.

Wer noch offene Fragen hat, kann sich entsprechend an die Entwickler wenden, ein recht umfassendes FAQ ist aber ebenfalls eine gute Anlaufstelle.

Ich bin optimistisch

Davon, dass die Entwickler am Ende halten, was sie versprechen und ein Spiel abliefern, bin ich überzeugt. KING Art haben bereits drei erfolgreiche Kickstarter-Kampagnen gestartet und am Ende diese Spiele auch veröffentlicht. Dabei handelt es sich um The Book of Unwritten Tales 2, Battle Worlds: Kronos und Die Zwerge. Ich bin mir also ziemlich sicher, dass auch Iron Harvest erscheinen und hoffentlich ein großartiges RTS werden wird – Ich bleibe auf jeden Fall am Ball und berichte ab der ersten Alpha, wie das Spiel sich entwickelt!

Erscheinen soll Iron Harvest im übrigen im vierten Quartal 2019, die erste Alpha soll aber bereits in den nächsten Monaten starten.

Johann von Ti
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Johann von Ti

Blogger aus Leidenschaft, seit 2011 aktiv in der Szene unterwegs und immer für gute Games, FIlme und blöde Ideen zu haben. Nebenher auch noch Student und Jünger von Hopfen und Malz.
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