Spielen im Internet

Vom Minigame über die Online Spielothek bis hin zu MMORPGs – Online wird viel gezockt!

Ich habe in den letzten Tagen immer wieder über das Internet berichtet und unter anderem von der enormen Vielfalt als auch Größe gesprochen. Für uns Gamer ist in Sachen Internet natürlich besonders der direkte Bezug zum Gaming selbst wichtig, denn ohne Internet müssten wir auf eine Großteil des bunten Angebots verzichten. Das fängt bei klassischen Titeln mit Mehrspieler Modus an und hört bei reinen, online basierten Angeboten auf. Dabei ist auch hier das Angebot bunt, die Genre Facettenreich und insgesamt gesehen der Mark verdammt groß. Ich habe zum Beispiel in meiner frühen Anfangsphase als Gamer eine Menge „Minigames“ gezockt, die auf bestimmten Portalen kostenlos zum spielen angeboten werden und zuweilen gute Qualität bieten. So spielte ich vor vielen Jahren im Internet das Tower Defense Spiel Kingdom Rush und stellte dann, tatsächlich Jahre später fest, dass der Titel in etwas aufgewerteter Form auf Steam als Kaufspiel veröffentlicht wurde. Ziemlich spannend solche Entwicklungen zu beobachten, aber damit hört die Geschichte ja nicht auf.

Kingdom Rush Wilde Keile Im Wald

Free to Play, Plattformen, Online Spielothek und Mobile Gaming

Als die große Free to Play Welle die Gaming-Welt erreichte, gab es im Grunde 3 große Genres, die hunderte Spiele zum kostenlosen Spielen bereithielten: MMOS, Shooter und spezielle Ableger von AAA-Titeln wie Die Siedler und Anno, die dann als „Die Siedler Online“ und eben „Anno Online“ auf den Markt geworfen wurde. Doch während Free to Play in China, Südkorea und Russland boomt, ist der westliche Markt nicht so interessiert, wie man sich das vermutlich erhofft hatte. Tatsächlich floppen viele Free to Play Ableger auf unserem Markt und werden teilweise nicht mal hier veröffentlicht, so wie Call of Duty Online. Doch andere Genres, wie zum Beispiel die MOBAs, haben es auch bei uns geschafft und nehmen Markt dominierende Positionen ein – League of Legends oder SMITE binden tausende Spieler an sich und generieren durch Mikrotransaktionen enorme Gewinne. Ein weiteres Stichwort, und auch hier wiederhole ich mich mal wieder, bilden Mobile Games, welche heute nicht mehr als Nischenszene gewertet werden dürfen. Die Gewinne von Ablegern wie Candy Crush oder auch Fallout Shelter liegen im Millionenbereich und sind längst kein „Zubrot“ für große Publisher mehr, sondern bilden den Kern eines neuen Großmarktes, der mehr und mehr an Qualität gewinnt. Doch auch Spielotheken im Internet haben seit Jahren bestand und gewinnen an Qualität und Nutzerzahlen, wie OnlineSpielo140 das Online Spielothek Portal. Doch damit sind wir längst nicht am Ende: Plattformen wie Steam vermischen aufgrund des Community Gedanken als auch der Kopierschutzmaßnahmen Offline-Gaming mit dem Online-Faktor. Spiele sind an unser Konto gebunden, können dafür immer wieder heruntergeladen werden, werde automatisch mit Updates versorgt und erhalten teilweise Modding-Support in Form des Steam Workshops. Andere Portale wie GOG verzichten auf störende DRM-Maßnahmen, bieten aber im Grunde die selbe Grundlage wie Steam.

Mobiles Gaming Angry Birds

Modding

Und wo wir schon über Modding reden: Auch diese, mittlerweile große und wichtige Szene, ist auf das Internet angewiesen, über welches Spieler ihre Kreationen und Projekte austauschen können. Plattformen wie Mod DB oder Nexus – Mods bieten bequeme und sichere Möglichkeiten Projekte zu Promoten und zum Download anzubieten. Auch wenn manche Entwickler wie Publisher diese Szene beschneiden wollen, da sie um mögliche Verluste im DLC Bereich fürchten, sind Modifikationen eigentlich immer ein Zugewinn für alle. Projekte wie die ArmA 2 Modifikation DayZ (das Standalone ist dafür bis heute ein schlechter Witz) haben die Verkaufszahlen des eigentlichen Spiels ArmA enorm beflügelt und DotA füllt bis heute zahlreiche Warcraft 3 Server. Enderal - Magier am Strand

MMORPGs

Und letztlich will ich noch zum Inbegriff des Online Gamings zu sprechen kommen: MMORPGs. World of Warcraft ist seit Jahren Spitzenreiter auf dem hart umkämpften Markt und dass, obwohl hier Gebühren fürs zocken anfallen. Andere MMORPGs können sich solche Bezahlmodelle nicht erlauben und bieten meist eine Kombination aus Mikrotransaktionen und kostenpflichtigen Erweiterungen, die die grundlegende Welt erweitern. Herr der Ringe Online ist da bis heute einer meiner Favoriten, wobei da der Faktor „des Mittelerde“ Universums schuld sein dürfte, denn technisch wie optisch ist dieser Titel eher gutes Mittelfeld. Neuere Ableger wie The Elder Scrolls Online musste sein Abo-Modell sogar kippen und wird nun als Buy to Play Spiel angeboten. Aber so oder so: MMORPGs bieten, anders als andere Spiele im Netz, meist eine viel engere Verbindung zwischen Spieler und Spiel. Die Besonderheit: Der Rollenspielfaktor lässt uns einen Helden erschaffen, steuern und in einer eigenen Welt interagieren. Dabei kämpfen wir nicht einfach, sondern treffen andere Spieler in der Welt, treiben Handel und bauen Gilden oder andere Gemeinschaften. Weiterhin können wir auf lange Sicht dabei zusehen, wie unser Held immer stärker wird und sehen ihn dabei in gewisser Weise aufwachsen. Viele Spieler, darunter auch ich, bauen im Verlauf der Spielzeit eines MMORPGs eine gewisse emotionale Beziehung zu ihrem Char auf.

Herr der Ringe Games - Herr der Ringe Online - Im Tänzelnden Pony

Auch wenn ich auch jetzt wieder nur einen Bruchteil von dem aufgezeigt habe, was alles online gezockt werden kann und gezockt wird: Das Internet gehört zum Gaming irgendwie dazu, zumindest wird es heutzutage immer schwieriger, ganz auf das Internet zu verzichten.

Johann von Ti
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Johann von Ti

Blogger aus Leidenschaft, seit 2011 aktiv in der Szene unterwegs und immer für gute Games, Filme und blöde Ideen zu haben. Nebenher auch noch Student in Medien und Geschichte.
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